Unser Konzept

Inhaltsverzeichnis

1.1 Vorwort des Trägers
1.2 Vorwort der Kirchengemeinde
1.3 Leitbild
2. Unsere Kindertagesstätte
2.1 Allgemeine Daten
2.2 Personal
2.3.1 Beschreibung der Einrichtung
2.3.2 Beschreibung des Außengeländes
2.4 Tagesablauf
3.1 Das Bild vom Kind und Bildungsverständnis
3.2 Der situationsorientierte Ansatz und die projektbezogene Arbeit
3.3 Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit
3.3.1 Bildungsprozesse
3.3.2 Beobachten und dokumentieren
3.3.3 Sprachentwicklung
3.3.4 Entdecken und experimentieren
3.3.5 Christliche Werte und kulturelle Vielfalt
3.3.6 Elternarbeit
3.4 Experiment aus der Forscherwoche
 
4.1 Religionspädagogik
4.2 Der naturwissenschaftliche Aspekt in unserer Arbeit
4.3 Integration von Kindern mit Behinderung
4.3.1 Unsere Integrationsgruppe
5. Aufnahme der 2 jährigen Kinder in die altersübergreifende Gruppe
5.1 Vorwort
5.2 Eingewöhnung
5.3 Tagesablauf
5.4 Pädagogisches Konzept
5.4.1 Befriedigung des Grundbedürfnisse/Bindung
5.4.2 Sprache und musikalische Entwicklung
5.4.3 Kognitive Entwicklung durch Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung
6.1 Zusammenarbeit mit Eltern
6.2 Zusammenarbeit im Team
6.3 Fortbildung
6.4 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
7. Öffentlichkeitsarbeit
8. Datenschutz
9. Literaturangaben
 

1.1 Vorwort des Trägers

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1.2. Vorwort der Kirchengemeinde

„Ich bin nicht der erste und ich bin nicht der einzige. Es waren andere vor mir da, die ihre Sprache und ihre Gebärde für die Hoffnung gefunden haben. Ich werde meine Sprache sprechen und ich werde ihre Sprache übernehmen, wo meine Sprache versagt.”      Fulbert Steffensky

Die ev.-luth. Stephanusgemeinde in Detmerode ist weiterhin eng mit der Kita I verbunden, auch wenn die rechtliche Trägerschaft im Jahr 2010 an den Kirchenkreis übergegangen ist. Wir glauben, dass wir als Gemeinde mit den Kindern auf dem Weg des Glaubens sind und voneinander und miteinander lernen können.

„Mein Kind soll später selbst entscheiden, woran es glaubt“

Dieser manchmal gehörte Satz von Eltern verkennt, dass diese ja auch in anderen wichtigen Bereichen des Lebens (von der Zubereitung der Nahrung, über Kleidung, Sozialverhalten, Regeln, Wahl des Arztes etc.) für ihre Kinder entscheiden, bzw. ihre Kinder prägen oder ihnen Orientierung geben.

Wir sind davon überzeugt, dass das genauso für Glaubensfragen gelten sollte.

Kinder suchen nach Orientierung, auch in religiösen Fragen. Sie haben ein feines Gespür für die Mehrdimensionalität unseres Lebens.

Woher komme ich?

Wohin gehe ich?

Wo ist Gott in meinem Leben?

Wer oder was gibt mir Halt, wenn ich schwach bin?

Warum müssen Menschen sterben?

Wem kann ich danken für meine Talente und das Geschenk des Lebens?

Wohin mit meiner Freude und meiner Wut, meinem Neid und meiner Zuneigung?

Die Auseinandersetzung mit den Geschichten der Bibel ermöglicht ein Nachdenken über Grundfragen des Lebens. Kinder, die mit Glaubensgeschichten, Liedern und Gebeten groß werden, haben darin einen Schatz für ihr ganzes Leben. Sie erkennen, dass sie mehr sind als die Summe ihrer Leistung, sie erleben sich selbst als von Gott begabte und geliebte Geschöpfe.

In der Kita wollen wir die Inhalte und Rituale des christlichen Glaubens vermitteln im Miteinander und Respekt vor anderen Religionen. Solche christliche und religiöse Erziehung befähigt zum Leben, ermutigt zum Glauben und lädt zur Liebe ein.

Anke Döding


1.3 Leitbild

Jeder Mensch ist einmalig und von Gott gewollt!

Auf dieser Grundlage nehmen wir jeden Menschen so an wie er ist und gehen offen und ehrlich und respektvoll mit ihm um.

In unserer Kindertagesstätte leben und arbeiten Menschen verschiedener Nationen und Religionen, mit und ohne Beeinträchtigungen unter einem Dach. Wir empfinden diese Vielfalt als Bereicherung, sie eröffnet uns im selbstverständlichen Umgang das Lernen miteinander und voneinander.

Jedes Kind kommt schon geprägt durch eigene familiäre Lebenserfahrungen in den Kindergarten. Hier kann es mit anderen zusammen seine Erfahrungen erweitern und neue hinzugewinnen, sein Bild von der Welt vergleichen und verändern.

Die wichtigste Voraussetzung für das Lernen ist die Herstellung einer sicheren, vertrauensvollen Beziehung. Nur von einer sicheren Basis aus kann sich das Kind Neuem zuwenden.

Kinder brauchen Menschen, die sie wertschätzen, stärken und kritisch begleiten. Jeder Mensch soll sich mit seinen Stärken und Schwächen angenommen fühlen, die Fähigkeiten jedes einzelnen fließen in die Gestaltung der pädagogischen Arbeit mit ein.

Die Persönlichkeit des Einzelnen wird geachtet und auch in Konfliktsituationen werden Grenzen nicht überschritten.

Wir pflegen im Team, mit den Eltern, mit dem Kirchenvorstand und den Pastoren der Kirchengemeinde eine offene Kommunikation und eine gute Kooperation. Es ist uns sehr wichtig, alle an der Erziehung und Bildung Beteiligten zum Wohle der Kinder mit einzubinden.
Wir möchten Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen auf ihrem Weg begleiten und in bestimmten Lebenssituationen unterstützen.

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2. Unsere Kindertagesstätte

Wir sind eine evangelische Kindertagesstätte und gehören zur ev.-luth. Stephanus Kirchengemeinde im Wolfsburger Stadtteil Detmerode.
Der Betrieb in unserer Einrichtung wurde 1969 aufgenommen.
Unser Gebäude wurde von dem bekannten Architekten Hans Scharoun entworfen und steht unter Denkmalschutz.
Unsere Kita ist eine integrative Einrichtung. Hier werden Kinder unterschiedlicher Nationalität und Konfession mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut und gefördert.
Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Kita ist der naturwissenschaftliche Bereich.
Wir bieten eine Öffnungszeit von 7.00 – 14.30 Uhr an, die Details können unserem Flyer entnommen werden.

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2.1 Allgemeine Daten

In unserer Kita gibt es z. Zt. 4 Gruppen mit 65 Kindern von 2 – 6 Jahre,
diese teilen sich auf in:

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2.2 Personal

Hier arbeiten Mitarbeiter/innen mit folgenden Qualifikationen:
• Heilpädagogin
• Erzieher/innen
• Kinderpflegerin
• Mitarbeiter/innen mit Zusatzqualifikation für Integration
• Fachberater

Wir sind auch Ausbildungsstätte für sozialpädagogische Berufe, deshalb sind in unserem Kindergarten häufig Praktikantinnen anzutreffen.

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2.3.1 Beschreibung der Einrichtung

Jede Gruppe verfügt über einen eigenen Gruppenraum und bildet mit dem Waschraum und der Garderobe eine abgeschlossene Einheit.
In den Gruppen gibt es individuelle Spielecken, z.B. Puppenecke, Bauteppich und Forscherecken, die für die Kinder frei zugänglich sind und in denen Materialien bereit liegen zum selbstständigen Experimentieren.
Der große Flur im Eingangsbereich bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, wie Ballbecken, Sprossenwand usw.
Nach Absprache in den Gruppen darf eine kleine Anzahl von Kindern (ca. 6), allein den Flur nutzen, so dass hier auch gruppenübergreifendes Spiel stattfinden kann.
Zusätzlich gibt es einen Werkraum, der auch für Kleingruppenarbeit genutzt wird.
Das Mittagessen bekommen wir täglich frisch aus der Kindertagesstätte Michaelis in Fallersleben. Die Mitarbeiter der Küche kochen für uns gesund und abwechslungsreich. Auf die verschiedenen religiösen Kulturen sowie Allergien wird nach Absprache Rücksicht genommen. Das Austeilen des Essens übernimmt eine Küchenhilfe in unserer Einrichtung.
 

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2.3.2 Beschreibung des Außengeländes

Unser Haus liegt inmitten eines großen Außengeländes. Im Sommer bieten große Bäume natürlichen Schatten und die Kinder finden viele Rückzugsmöglichkeiten in den Büschen und Hecken.
Auf dem Außengelände können 6 Kinder nach Absprache allein spielen, d.h. mit ihnen werden vorher die Regeln besprochen.
Zum Klettern und Bewegen gibt es Kletterbäume und eine Kletterlandschaft. Dem Bewegungsdrang mit Rollern und anderen Fahrzeugen kommen wir mit einem Plattenweg entgegen.
Außerdem haben wir einen eigenen Rodelberg, eine Lagerfeuerstelle und ein Grillhäuschen.
Die Kinder nutzen unsere Wasserlandschaft und den Sandbereich zum Spielen, Beobachten und Experimentieren.
In allen Bereichen unseres Außengeländes spiegelt sich der naturwissenschaftliche Aspekt unserer Arbeit wider.

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2.4 Tagesablauf

Der Tagesablauf der einzelnen Gruppen richtet sich nach den jeweiligen Interessen und wird gemeinsam mit den Kindern gestaltet.
Zum Tagesablauf gehören neben dem Spielangebot mit den vorhandenen Materialien auch die Projektarbeit, Turn– und Bewegungsangebote, einen Morgen- und Mittagskreis, das Frühstück und das Mittagessen mit anschließendem Zähneputzen.
Exkursionen in die nähere Umgebung, sowie Besuche in Einrichtungen wie Polizei, Feuerwehr, Bus-Schule, Bücherei usw., gehören ebenfalls zu den Gruppenaktivitäten.
Einige Kinder bilden gruppenübergreifend unseren Kinderchor, der von 2 Erzieherinnen geleitet wird. Zu besonderen Anlässen wie Sommerfest, Erntedank/Oster- und Weihnachtsgottesdiensten hat der Chor kleine Auftritte.
Auf die besondere Förderung der Kinder im letzten Jahr vor der Schule wird in unserer Einrichtung Wert gelegt: sei es durch besondere Angebote für die Kinder wie z.B. die Schulwegbegehung mit unserem Kontaktbeamten, die Schulanfängeraktion, Besuch und Nutzung der Schulräume in Zusammenarbeit mit der Grundschule oder einen Workshop im Phaeno.

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3. Pädagogische Arbeit in unserer Kindertagesstätte

3.1 Das Bild vom Kind und Bildungsverständnis

„Jeder Mensch ist einmalig und von Gott gewollt“
Daraus leitet sich unser Bild vom Kind ab. Wir sehen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit mit seinen individuellen Fähigkeiten, kulturellen Hintergründen sowie der religiösen Erziehung.
Das bedeutet für unsere pädagogische Arbeit: jedes Kind wird als vollwertiger Mensch gesehen, geachtet und in der Entwicklung seiner Ich-, Sach- und Sozialkompetenz unterstützt.
Wir begegnen den Kindern offen, partnerschaftlich, freundlich und interessiert. Die so entstehende Beziehung und Bindung sind Grundlage für Vertrauen und für die weitere Entwicklung der Kinder in allen Bereichen ihrer Persönlichkeit. Die Fähigkeiten und Interessen der Kinder sind Ausgangspunkt des Lernens, ihre Anregungen und Wünsche werden aufgegriffen und unterstützt.
Dazu nutzten wir die natürliche Neugierde der Kinder, ihre Umwelt zu entdecken und regen so neue Entwicklungs- und Bildungsprozesse an.
Das individuelle Lernen der Kinder unterstützen wir durch eine lernanregende Umgebung, die die Kinder herausfordert, ihre Bildungswege zu gehen.
Eine Kindergartengruppe ist ein soziales Lernfeld, das es allen Kindern ermöglicht, miteinander und voneinander zu lernen. Das Erlernen einer sozialen Kompetenz nimmt in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert ein.
Kinder brauchen Orientierung. Das Zusammenleben in einer Kindergartengruppe erfordert von allen Beteiligten das Einhalten von Regeln und gegenseitige Rücksichtnahme, um ein harmonisches Miteinander zu erfahren. Damit die Kinder die Regeln verstehen und umsetzen können ist es uns wichtig, sie an der Entwicklung der Regeln in unserer Kita zu beteiligen.
Wiederkehrende Rituale im täglichen Gruppengeschehen wie z.B. Morgen- und Mittagskreise, regelmäßige Termine wie Turnen und Kinderchor geben den Kindern im Gruppenalltag eine Orientierungshilfe.
So wird es jedem Kind ermöglicht, je nach seinem Entwicklungsstand und in seinem Lerntempo individuell zu lernen.

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3.2 Der situationsorientierte Ansatz und die projektbezogene Arbeit

Grundlage unserer pädagogischen Arbeit in der Kindertagesstätte sind der situations-orientierte Ansatz und die projektbezogene Arbeit.
Dabei ist es unser Ziel, dass die Kinder sich zunehmend autonom, kompetent und solidarisch in der Balance zwischen Individualität und Gruppe zurechtfinden. Aus unserer Sicht ist das eine Voraussetzung für das Hineinwachsen in unsere demokratische Gesellschaft.
In der praktischen Umsetzung des situationsorientierten Ansatzes nutzen wir das Spiel der Kinder im Vorschulalter. Das heißt, die Kinder können neben den laufenden Projekten frei wählen, was, wo, wie, mit wem sie spielen möchten. Projekt und selbst gewählte Tätigkeit stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander.
Voraussetzung dafür ist eine lernanregende, herausfordernde Umgebung. Unsere Raumgestaltung unter dem naturwissenschaftlichen Aspekt bietet dieses Lernumfeld.
Beobachtung und Dokumentation sind Grund- und Ausgangslage für mögliche Projekte in der Kindergruppe. Themen des Kindes aus dessen Alltag, die über den Augenblick hinausgehen, können zu größeren Projekten ausgestaltet werden. Das kann die Geburt eines Geschwisterkindes sein, der Streit mit den besten Freunden, die Baustelle auf dem Weg zum Kindergarten, etc.
Wichtig ist uns, dass sich die Themen an den Lebenssituationen der Kinder orientieren und eine Verbindung zwischen Lebens- und Lernsituation hergestellt wird.
Das bedeutet, dass die Fähig- und Fertigkeiten der Kinder in realen Situationen erworben werden, mit dem Ziel, dass das Kind lernt, gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen immer selbstständiger zu bewältigen. Das betrifft nicht nur das sachbezogene Lernen, sondern insbesondere das soziale Lernen, das unser Miteinander im hohen Maße bestimmt.
Eltern sind uns als Partner in unserer Arbeit wichtig und werden soweit es geht an unseren Projekten beteiligt.
Situationsorientiertes Lernen ist lernen mit allen Sinnen. Wir sehen die Kinder im Kontext ihrer Umwelt und unterstützen ihre Neugier, Lernmotivation, ihre Bereitschaft, sich mit anderen und der Umwelt auseinander zu setzen, um die eigene Lebenswelt ständig erweitern zu können.
Soll sich das pädagogische Angebot an den Themen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientieren, bedarf es einer Kultur der Mitsprache und Mitgestaltung. Beteiligung und Mitbestimmung der Kinder in die Gestaltung der pädagogischen Prozesse hat für uns einen hohen Stellenwert. Kinder fühlen sich ernst genommen und ihr Selbstwertgefühl wird gesteigert. Das ist eine wichtige Voraussetzung für das Erwerben einen sozialen Kompetenz sowie kommunikativer Fähigkeiten.
Der Situationsansatz geht einher mit unserem Bild vom Kind sowie der Vorstellung vom kindlichen Lernen und lässt sich gut verknüpfen mit unserem naturwissenschaftlich-mathematischen Profil des Entdeckens und Forschens.

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3.3 Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit

Unsere pädagogische Arbeit basiert auf dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder.
Während eines Qualitätsentwicklungsprozesses nach IQUE (Integrierte Qualitäts- und Personalentwicklung) der evangelischen Kindertagesstätten in Wolfsburg sind in Zusammenarbeit mit Eltern, Trägern und Erziehern sechs pädagogische Leitsätze zu Bildungsprozessen erarbeitet worden. (Hierzu können sie einen separaten Flyer erhalten)
Diese Leitsätze sind Richtschnur für unsere pädagogische Arbeit, die sich situations-orientiert und projektbezogen gestaltet.

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3.3.1 Bildungsprozesse

Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung. Wir unterstützen die individuellen Bildungsprozesse der Kinder auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes, d.h. wir geben den Kindern Zeit und Raum und Möglichkeiten sich im sozialen, emotionalen, motorischen und kognitiven Bereich zu entwickeln.
Dabei steht das Spiel an erster Stelle, weil das Kind sich im Spiel handelnd mit seiner inneren und äußeren Welt auseinandersetzt. Im Spiel erkunden die Kinder die Umwelt, experimentieren mit Objekten, erwerben Wissen, praktizieren neu erworbene Fertigkeiten, erproben verschiedene Rollen, entwickeln Kreativität und Vorstellungskraft.

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3.3.2 Beobachten und dokumentieren

Für das Erkennen und Überprüfen von Bildungsprozessen jedes einzelnen Kindes nutzen wir regelmäßige Beobachtungen.
Durch das Beobachten der Kinder in unterschiedlichen Situationen können wir deren Entwicklungsstand erkennen. Dieses dokumentieren wir in Form von Berichten, Aufzeichnungen und Fotos. Dies ist eine wichtige Grundlage zur Planung, Reflexion und Transparenz unserer pädagogischen Arbeit.
Hierbei wird der Datenschutz beachtet.

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3.3.3 Sprachentwicklung

Wir unterstützen und fördern die Sprachentwicklung des Kindes, indem wir eine altersentsprechende, anregende und vielseitige Umgebung schaffen. Als Basis für die Sprachentwicklung nutzen wir Bewegungsangebote, rhythmische und musische Aktivitäten z. B. Vorlesen, Singen, Reime und Rollenspiele. Natürlich ist auch ein gutes Sprachvorbild der Mitarbeiterinnen wichtig.
Morgen- und Abschlusskreise bieten den Kindern die Möglichkeit der sprachlichen Kommunikation, indem sie den Tagesablauf mit planen und reflektieren.

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3.3.4 Entdecken und experimentieren

Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Einrichtung ist die Arbeit mit naturwissenschaftlichen und mathematischen Elementen. Kleine Forscherecken bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten selbstständig oder auch in Kleingruppen zu entdecken und zu experimentieren.
Das große, abwechslungsreich gestaltete Außengelände regt an zu entdecken und wahrzunehmen und fordert zu Bewegung und Spiel heraus, z.B. Rollerparcour, Wasserlandschaft und Kletterbäume.
Durch Mülltrennung, Sauberhaltung des Außengeländes oder auch das Anlegen eines Gartens und Teiches regen wir die Kinder an, sorgsam mit der Natur und der Umwelt umzugehen.

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3.3.5 Christliche Werte und kulturelle Vielfalt

Wir sind eine evangelische Einrichtung und geben die christlichen Werte und Traditionen an die Kinder weiter, indem wir u.a. Alltagssituationen mit biblischen Geschichten verknüpfen, Feiertage mit den Kindern vorbereiten und Andachten gemeinsam gestalten.
Durch die kulturelle Vielfalt in unserer Kindertagesstätte haben wir die direkte Möglichkeit, mit den Kindern über andere Länder, Sprachen, Kulturen und Glaubensrichtungen zu sprechen und sie ihnen nahe zu bringen. Die Kinder erleben, dass z.B. die christlichen Feiertage für einige Kinder und ihre Familien einen anderen Stellenwert haben, aber auch, dass diese andere Feiertage begehen.
Im Zusammenleben lernen die Kinder, einander in ihrer Unterschiedlichkeit zu akzeptieren und zu respektieren.

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3.3.6 Elternarbeit

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Zusammenarbeit mit Eltern. Durch regelmäßige Gespräche und vielfältige Formen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, z.B. „Tür- und Angelgespräche“, Elternvertretungsarbeit, regen wir Eltern zur aktiven Mitwirkung und Begleitung der Erziehungs- und Bildungsprozesse ihres Kindes an.

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3.4 Experiment aus der Forscherwoche

Versuch: Kann man Eierschalen auflösen?
Material: Eierschalen, Wasser, Essig

Eierschalen bestehen aus Kalk. Unter der Schale befindet sich eine Eihaut.
Wodurch kann sich die Eischale auflösen?

Die Kinder geben die Eierschale in zwei Gläser

Ein Glas wird mit Wasser gefüllt und das andere mit Essig.
Was passiert jetzt?

Wasserzugabe:
Es gibt keine Reaktion.
Essigzugabe:
Es bilden sich kleine Bläschen an der Eierschale

Nach einigen Tagen:

Die Eierschale, die im Wasser liegt zeigt keine Veränderung.

In dem Glas mit Essig liegt nur noch die Eihaut. Die Eierschale hat sich aufgelöst.

 

ALLTAGSBEZUG:
Unsere Zähne entsprechen der Struktur der Eierschale.
Werden die Zähne regelmäßig geputzt, können die Säuren im Mund die Zähne nicht so leicht beschädigen.
Vergleich: geputzte Zähne --> Eierschale im Wasserglas
Zähne, die nicht regelmäßig geputzt werden, bekommen leichter Karies, da die Säure die Zähne angreift und den Zahnschmelz zerstört.
Vergleich: ungeputzte Zähne --> Eierschale im Essigglas
 

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4. Pädagogische Schwerpunkte

4.1 Religionspädagogik

Unser Kindergarten ist ein Ort der Begegnung. Er ist ein Lern- und Erfahrungsraum, der Eltern, Kindern und Mitarbeiter/innen mit dem christlichen Glauben und der Kirchengemeinde in Beziehung bringt.
Wir sind auch ein Ort, an dem sich unterschiedliche Nationalitäten und Religionen begegnen.
Existentielle Fragen nach dem Woher, dem Wohin und dem Sinn und Ziel des Lebens gehören zur Entwicklung des Menschen.
Gemeinsam mit den Kindern greifen wir die Fragen auf und versuchen uns durch unterschiedliche Methoden, wie z. B. Gespräche, biblische Geschichten, Rollenspiel, Kettmethode den Antworten anzunähern.
Unser Menschenbild soll vermitteln, dass jeder Mensch ein von Gott gewolltes und geliebtes Wesen ist und dass Gott immer zu uns hält.
Geborgenheit, Vertrauen und Angenommensein sind wichtige Grunderfahrungen, die helfen, dem Leben zu begegnen und Krisen zu bewältigen. Die Mitarbeiterinnen sind Beziehungspartner, die Kinder unterstützen, auf der Grundlage des christlichen Glaubens Wertmaßstäbe zu entwickeln. Dazu gehören Toleranz, Achtung des Nächsten und der Umwelt und Gefühle wie Liebe, Trauer, Hass, Schmerz … auszudrücken und zu verarbeiten.
Rituale wie der Morgenkreis oder das Tischgebet helfen den Kindern, eine Struktur im Tagesablauf wiederzuerkennen. Kinder brauchen Rituale zur Orientierung. Auch im Jahresablauf gibt es Rituale und Feste, die sich wiederholen.

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4.2 Der naturwissenschaftliche Aspekt in unserer Arbeit

„Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind, wie sie sind.“  Aristoteles
Kinder möchten die Welt, die sie umgibt, verstehen lernen. Von Säuglingsbeinen an er-obern sie sich mit Forschergeist und Experimentierfreude ihre Umgebung.
Dieses natürliche Bedürfnis der Kinder greifen wir auf und setzen es in unserer pädagogischen Arbeit um. Naturwissenschaftliche Phänomene aus den Bereichen der Physik, Chemie, Biologie, Geologie und Astronomie verbunden mit mathematischen Inhalten sind neben der allgemeinen Pädagogik Inhalt und Schwerpunkt unserer Arbeit mit den Kindern.
Unsere naturwissenschaftlichen Angebote richten sich an alle Kinder in unserer Einrichtung und berücksichtigen die jeweiligen Alters- und Entwicklungsstände.
Die ständige und freie Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen in den Forscherecken nehmen einen hohen Stellenwert ein. Hier können die Kinder ihren eigenen Denkprozessen nachgehen und ihre eigenen Lernerfahrungen machen.
Neben dem freien Forschen und Experimentieren werden in den Gruppen unter einer bestimmten Fragestellung Forschungsprojekte durchgeführt, z. B. zum Thema Elektrizität oder Magnetismus.
Kooperationspartner wie das Phaeno oder die Lernwerkstatt stehen uns bei Projekten oder der Mitarbeiterschulung hilfreich zur Seite.
Der naturwissenschaftliche Schwerpunkt wird in unserer pädagogischen Arbeit nicht als isoliertes Bildungsangebot gesehen. Unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit wirkt er in viele Bildungsbereiche hinein. In die Religionspädagogik, wenn es z. B. um Schöpfung und Erntedank geht, in den Bildungsbereich der Bewegungserziehung, der Gesundheitserziehung oder der Sprachförderung, um einige Bereiche zu nennen.
Des Weiteren erwerben Kinder im Umgang mit naturwissenschaftlichen Phänomenen eine Problemlösungs- und Handlungskompetenz und erweitern durch das Experimentieren gemeinsam mit anderen Kindern ihre sozialen und kognitiven Erfahrungen.
Somit ist der naturwissenschaftliche Bereich eine tragende Säule unserer Bildungsarbeit und ist in unserem pädagogischem Alltag ständig gegenwärtig.

„Erkläre mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass es mich tun, und ich verstehe.“ Konfizius

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4.3 Integration von Kindern mit Behinderung

Seit 1993 gibt es in Wolfsburg ein Regionales Konzept, das festlegt, unter welchen Rahmenbedingungen integrative Arbeit in Kindertagesstätten stattfinden kann. Voraussetzungen sind:
• wohnortnahe Tageseinrichtungen,
• eine geringere Gruppenstärke die sich an der Raumgröße orientiert,
• Zusatzausbildung der Mitarbeiterinnen im heilpädagogischen Bereich,
• therapeutische Versorgung,
• regelmäßige Fachberatung.
Integration bedeutet die gemeinsame Erziehung und Förderung aller Kinder, ohne Ausnahme.
Kinder mit und ohne Behinderungen lernen einander kennen, lernen voneinander und miteinander.
Die Erfahrungen zeigen, dass alle Kinder von dieser Gruppenstruktur profitieren.

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4.3.1 Unsere Integrationsgruppe

In unserer Integrationsgruppe werden insgesamt 15 Kinder betreut, gefördert und in ihrer Entwicklung begleitet. 4 dieser Kinder haben anerkannte Behinderungen. 3 Mitarbeiter mit heilpädagogischer Qualifikation begleiten alle Kinder gezielt in ihren individuellen Entwicklungsbereichen. Durch das Beobachten und Erstellen von Entwicklungsberichten werden gezielte Fördermaßnahmen geplant und durchgeführt. Unsere pädagogische Arbeit wird durch regelmäßige Unterstützung einer Fachberatung begleitet und reflektiert. Die ambulante therapeutische Versorgung für die Kinder mit Behinderungen wird regelmäßig durch das Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie (ZEUS) abgedeckt. Um Ansätze der Therapien in unseren Gruppenalltag einzubinden, ist eine regelmäßige Teilnahme und ein ständiger Austausch Grundlage unserer Arbeit. Eltern werden eingeladen, an der Therapie ihres Kindes teilzunehmen und auch im regelmäßigen Austausch, mit den Mitarbeiterinnen im Kontakt zu stehen.

Wenn erforderlich, werden Eltern von uns zu Untersuchungsterminen begleitet, um sie zu unterstützen.

Der Ansatz unserer pädagogischen Arbeit in der Integrationsgruppe unterscheidet sich nicht vom Gesamtkonzept unserer Kindertagesstätte. Wir sind eine Integrationskindertagesstätte.

Das Zusammenleben und -lernen von Kindern und Erwachsenen vollzieht sich in einem Prozess des "gemeinsamen Tuns am gemeinsamen Gegenstand" im gegenseitigen Geben und Nehmen sowie im Lernen und Erfahren. In einer Atmosphäre, in der individuelle Stärken und Schwächen akzeptiert und selbständige Lernprozesse angestoßen werden, können sich partnerschaftliche Beziehungen, Kreativität und Lernfreude entwickeln. Diese grundlegenden Qualifikationen benötigen alle Kinder für die Bewältigung von Alltag und Zukunft. Die Entwicklung und Förderung dieser Prozesse gehören zu den spannenden Aufgaben integrativer Arbeit.

Durch die Arbeit in der Integrationsgruppe wird die Aufmerksamkeit füreinander geweckt, das Einfühlungsvermögen vertieft, Akzeptanz und Toleranz aufgebaut. Ein tolerantes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung in einer Gesellschaft ist eine Bereicherung für alle.

"Bisher war es wichtig, dass jeder, der anders ist, die gleichen Rechte hat. In Zukunft wird es wichtig sein, dass jeder das gleiche Recht hat, anders zu sein." Willem De Klerk

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5. Aufnahme der 2 jährigen Kinder in die altersübergreifende Gruppe

5.1 Vorwort

Dieser Anhang für die Bildung und Betreuung der 2 jährigen Kinder basiert auf dem Grundverständnis unserer Arbeit und unserer Haltung den Kindern und Eltern gegenüber. Diese ist niedergeschrieben in der Konzeption des Stephanus Kindergartens. In diesem Anhang stellen wir das besondere Augenmerk auf die Entwicklung und die erforderlichen Bedingungen für die 2 jährigen Kinder dar. Die altersübergreifende Gruppe wurde zum 1. Aug. 2009 eröffnet. In ihr werden 20 Kinder betreut und gefördert.
5 – 6 dieser Kinder sind  2 jährige, die im Verlauf des Kindergartenjahres ihren 3. Geburtstag feiern. Die anderen Kinder sind im Alter zwischen 3 und 6 Jahren.
Wir bemühen uns um eine ausgewogene Altersmischung, damit die Kinder von- und miteinander lernen können.
Die jüngeren Kinder orientieren sich an den älteren Kindern, indem sie diese beobachten und nachahmen. Außerdem bekommen sie von ihnen Aufmerksamkeit und Zuwendung.
Die Älteren entdecken, dass sie schon mehr können als die Jüngeren und entwickeln Hilfsbereitschaft, Fürsorglichkeit und Rücksichtnahme.
Sie beziehen sie in ihr Spiel mit ein und zeigen ihnen gerne was sie schon können.
So entsteht eine Gemeinschaft, ähnlich einer Familie mit älteren und jüngeren Geschwistern.  Der Gruppenraum wurde umgestaltet, um auch den Bedürfnissen der 2 jährigen zu entsprechen.
Im Waschraum wurde eine Wickelecke eingerichtet, damit die Erzieherin sich dem Kind beim Wickeln in Ruhe zuwenden kann.
Im Gruppenraum gibt es neben der Bauecke und der Puppenecke, auch eine große Kuschelecke zum Ausruhen, sich zurückziehen oder vorlesen.
Das vor dem Gruppenraum liegende Mitarbeiterzimmer wird für das Bewegungsspiel der Kinder genutzt, hier können Buden gebaut werden oder großflächige Bausteinanlagen.

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5.2 Eingewöhnung

Schon beim Aufnahmegespräch informieren wir die Eltern über die Eingewöhnungs-phase ihres Kindes und bitten sie, uns dabei aktiv zu unterstützen.
Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit und wird deshalb unterschiedlich viel Zeit brauchen, um sich in einer Gruppe einzuleben.
Zum leichteren Eingewöhnen bieten wir den Eltern und ihrem Kind „Schnuppertage“ an. So können wir erste Kontakte mit den Eltern und dem Kind knüpfen und uns ge-genseitig kennenlernen.
Für die Kinder ist es wichtig, in den ersten Tagen oder auch Wochen von den Eltern oder anderen Bezugspersonen begleitet zu werden. Die Kinder sollen soweit mit den Erzieherinnen im Kontakt sein, dass sie sich vertrauensvoll mit ihren Bedürfnissen an sie wenden. Um die Eingewöhnung zu erleichtern ist es gut, wenn die Kinder etwas Vertrautes, z.B. ein Kuscheltier, von zu Hause mitbringen.
Wir geben den Kindern die Zeit die sie brauchen, um diese vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.
Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn es die Erzieherin als „sichere Basis“ akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt, z.B. wenn das Kind beim Weggang des Elternteils protestiert, sich aber von der Erzieherin trösten lässt und weiterspielt.

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5.3 Tagesablauf

Täglich wiederkehrende Abläufe und Rituale strukturieren den Tagesablauf und geben so den Kindern Sicherheit und Orientierung.
Dazu zählt der Morgenkreis zur Begrüßung und als Start in den Tag.
Auch die gemeinsamen Mahlzeiten, die mit einem Tischgebet beginnen geben den Kindern das Gefühl der Gemeinsamkeit und der Zusammengehörigkeit.
„Kinder brauchen Zeit“
Das freie Spiel ermöglicht den Kindern eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich Zeit zu nehmen und ihren Interessen nachzugehen. Sie können Dinge ausprobieren, experimentieren, erforschen und haben Zeit Dinge zu wiederholen und so neue Erfahrungen zu sammeln.
Wir unterstützen die Kinder dabei, in dem wir für entsprechend anregende Rahmenbedingungen und eine vertrauensvolle Atmosphäre sorgen.
Die pädagogischen Angebote entsprechen dem Alter und dem Entwicklungsstand der Kinder. Sie sollen die Neugier der Kinder wecken und sie zum mitmachen anregen.
Wir greifen die Bedürfnisse und Interessen der Kinder auf und lassen sie in die pädagogische Arbeit mit einfließen.
Die Spielmaterialien, die den Kindern zur Verfügung stehen sind so ausgewählt, dass sie die Kreativität anregen und für die Kinder einen Aufforderungscharakter haben.

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5.4 Pädagogisches Konzept

5.4.1 Befriedigung des Grundbedürfnisse/Bindung

Die Kinder werden mit Liebe und Respekt behandelt, um den Aufbau von Beziehungen zu ermöglichen. Ein Kind, das sich sicher fühlt, kann besser lernen.
Die Kinder werden in ihrem Entwicklungsstand dort abgeholt, wo sie stehen und durch altersentsprechende Aktivitäten gefördert.
Durch intensiven Einzelkontakt während z.B. pflegerischer Tätigkeiten (Wickeln, Essen) wird die Bindung zueinander intensiviert.
Wir geben den Kindern die Zeit und den Raum, sich in allen Bereichen auszuprobieren. Dadurch geben wir ihnen die Sicherheit, selbständig zu handeln.
Um die Entwicklung der Kinder bestmöglich zu fördern und zu unterstützen, stehen die Erziehungspersonen in ständigem Austausch.
Die Erfüllung der kindlichen Grundbedürfnisse (satt, warm, trocken, beschützt, wertgeschätzt) sind Voraussetzung für die pädagogische Arbeit, mit der Einschränkung, dass der regelmäßige Besuch im Kindergarten zu festen vorgegebenen Zeiten nicht immer der Bedürfnislage des Kindes entspricht.

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5.4.2 Sprache und musikalische Entwicklung

Wir unterstützen und fördern die Sprachentwicklung der 2 jährigen, indem wir ihnen viele Lieder mit Bewegung, Fingerspiele, Bilderbücher und Reime anbieten.
Wir achten verstärkt auf die nonverbale Kommunikation (Mimik und Gestik) der Kin-der und gehen darauf sprachlich ein. Dabei wird jedes Kind individuell einzeln oder mit mehreren unterstützt und gefördert.
Alle Aktivitäten, die wir den Kindern anbieten, begleiten wir sprachlich. Auch beim An- und Ausziehen wird alles benannt.
Aufgrund unseres eigenen Sprachverhaltens sind wir den Kindern ein Vorbild.
Durch den Einsatz von Liedern mit Instrumenten und Bewegungen (Rhythmik) wird die sprachliche und körperliche Entwicklung angeregt und gefördert.
Morgen- und Abschlusskreise mit allen bieten den Kindern die Möglichkeit der sprachlichen Kommunikation und des Austausches.

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5.4.3 Kognitive Entwicklung durch Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung

Die Entwicklung der 2 jährigen vollzieht sich über den gesamten Körper, sie lernen ihre Umwelt ihrer Entwicklung gemäß kennen, indem sie z.B. alles anfassen, alles ausräumen, überall hochklettern, viel herumlaufen und Erfahrungen mit verschiedenen Materialien machen.
Wir geben ihnen die Möglichkeit Wasser, Farbe, Knete, Sand, Papier und vieles mehr kennen zu lernen und damit zu experimentieren.
Das „Begreifen“ spielt in dieser Entwicklungsphase eine wichtige Rolle.
Unter Berücksichtigung des individuellen Entwicklungsstandes eines jeden Kindes, bieten wir ihnen viele Bewegungsmöglichkeiten an. So gehen wir 1x wöchentlich zum Turnen, machen Waldspaziergänge, besuchen umliegende Spielplätze, gehen ins nahe gelegene Einkaufszentrum und nutzen unseren Flur und unser großes Außengelände. Hierbei können sie ihren Körper mit allen Sinnen erleben, die Natur entdecken und ihre Umwelt kennen lernen.
Durch den Einsatz von altersgerechtem Spielzeug, Materialien und Fahrzeugen wird das Interesse an der Bewegung geweckt.
Den Kindern wird der Raum und die Möglichkeit gegeben, Erlerntes automatisieren (stetige Wiederholung) zu können.
 

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6. Zusammenarbeit

6.1 Zusammenarbeit mit den Eltern

Wir sehen Eltern als Erziehungspartner. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist wichtig für die Entwicklung des Kindes. Dabei ist unser Hauptziel das Schaffen einer Vertrauensbasis und das gegenseitige Verstehen, also das Schaffen einer Erziehungspartnerschaft.
Eltern werden in die unterschiedlichen Bereiche des Kindergartens eingebunden.
Ihre Mitwirkungsmöglichkeiten sind in dem niedersächsischen Kindertagesstättengesetz festgeschrieben.
Jede Gruppe ist durch gewählte Elternvertreter im Elternbeirat des Kindergartens vertreten. Ideen, Anmerkungen und Wünsche der Eltern werden dort geäußert und ihre Umsetzung beraten.
Gemeinsam mit den Eltern entstand die Planung und Neugestaltung des Außengeländes.
Eltern sind vertreten in verschiedenen Gremien der Stadt Wolfsburg und im Kindergartenausschuss des Kindergartens.
Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Begegnung in unserem Kindergarten sind:
• Gruppenelternabende
• Gesamtelternabende mit unterschiedlichen Themen
• Hospitationen
• Schnuppertage für Eltern und Kind
• Informationsgespräche
• so genannte „Tür- und Angelgespräche“
• gemeinsame Feste und Veranstaltungen (z.B. Laternenfest, Flohmarkt und Elternparty)
• Kindergottesdienste gemeinsam mit der Kirchengemeinde (z.B. zu den kirchlichen Festen)
• Ausflüge mit den Kindern und Eltern

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6.2 Zusammenarbeit im Team

Teamarbeit ist beständige Arbeit aller Beteiligten. Es ist die beste Möglichkeit, die vielfältigen und komplexen Aufgaben eines Kindergartens zu bewältigen. Dabei steht ein partnerschaftliches und demokratisches Verhalten untereinander im Vordergrund.
Es ist wichtig für unsere gemeinsame Arbeit:
• sich gegenseitig anzuregen
• sich zu korrigieren
• sich auf dem laufenden zu halten
Unter diesem Aspekt arbeitet unser Team auf vielfältige Art und Weise zusammen.
Die Inhalte unserer pädagogischen Arbeit werden bei regelmäßigen Dienstbesprechungen und an den Studientagen (8 Studientage pro Jahr) thematisiert und diskutiert.
Kolleginnen unseres Teams arbeiten in verschiedenen Arbeitskreisen mit, z.B. AG Integration, Erzieherkonferenz auf Stadtebene mit und bringen so Informationen und Ideen ins Team zurück.
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen unseres Kindergartens treffen sich einmal wöchentlich zur Dienstbesprechung. Hier
• werden Termine und organisatorische Belange besprochen
• findet Reflexion der pädagogischen Schwerpunkte statt
• werden Absprachen zur gegenseitigen Unterstützung getroffen.
Die Leitung unserer Einrichtung ist u.a. für die Organisation und Verwaltung des Kindergartens verantwortlich. Sie ist Ansprechpartnerin für Eltern, Kinder, Mitarbeiterinnen und Kirchengemeinde.
Bei der Anmeldung eines Kindes führt sie mit den Eltern das Aufnahmegespräch.
In den verschiedenen Gremien vertritt sie die Einrichtung und ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

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6.3 Fortbildung

Jede Mitarbeiterin nimmt einmal jährlich an einer Fortbildung außerhalb der Einrichtung teil.
Die Fortbildungsinhalte werden nach den Schwerpunkten der Einrichtung, den Bedürfnissen der Kinder sowie den Neigungen der Mitarbeiter ausgewählt. Die Mitarbeiter stellen die Fortbildungsinhalte dem Team vor und fungieren als Multiplikatoren.

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6.4 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Unser Kindergarten kooperiert mit unterschiedlichen Institutionen.
Als evangelische Einrichtung arbeiten wir sehr eng mit unserer Kirchengemeinde zusammen. Wir planen gemeinsame Projekte, z.B. zum Thema „Taufe“ und begehen zusammen die christlichen Feste.
Wir nutzen mit den Kindern die Einrichtungen, die unser Stadtteil bietet.
Dazu zählen u.a. die:
• Bücherei
• Post
• Sparkasse
• Apotheken

Weiterhin kooperieren wir mit den Schulen in unserem Einzugsgebiet:
• die Waldorf-Schule, Nutzung der Turnhallen
• die Erich-Kästner-Schule, zuständige Grundschule, Hospitationen mit den Kindern in den Schulklassen. Einmal wöchentlich kommt eine Lehrkraft der Grundschule in unsere Einrichtung zur Sprachförderung der zukünftigen Schulanfänger mit Sprachdefiziten.
Im Rahmen der Integration in unserem Kindergarten findet rege Zusammenarbeit mit dem ZEUS (Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie) und der Fachberatung statt.
Auch stehen wir in ständigem Austausch mit den Therapeuten (Ergo- und Sprachtherapie), die zu uns in die Einrichtung kommen.
In Bezug auf unseren naturwissenschaftlichen Schwerpunkt arbeiten wir u.a. mit dem Phaeno und der Lernwerkstatt zusammen.

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7. Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit bedeutet für uns, unsere Einrichtung zu präsentieren und unsere Arbeit transparent zu machen.
Dies geschieht, indem
• wir Eltern durch Dokumentation des Kindergartenalltags, bei Tür- und Angelgesprächen und bei Elternabenden informieren
• externe Fachleute, wie Therapeuten und Lehrer ins Haus kommen und wir mit ihnen über unsere Arbeit sprechen
• wir auf Konferenzen und in Arbeitsgemeinschaften, z.B. Erzieher- und Leiterkonferenz, über unsere Arbeit berichten
• wir die Presse zu besonderen Aktionen einladen
• wir im Gemeindebrief der Kirchengemeinde über unsere Arbeit berichten
• wir uns auf der Homepage der Gemeinde (www.stephanus-wolfsburg.de) bzw. hier präsentieren

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8. Datenschutz

Zur individuellen Förderung des Kindes ist die Erfassung, Verarbeitung und Weitergabe von Daten notwendig.
Diese Daten bestehen aus
• Bildern des Kindes
• Fotos vom Kind
• Videoaufnahmen vom Kind
• schriftlichen Aufzeichnungen über das Kind, z.B. Lern- und Entwicklungsplan.
Die Daten werden erhoben, um dem Bildungsauftrag der Kita auf der Grundlage des KiTaG und des niedersächsischen Orientierungsplans gerecht zu werden.
Bei Elterngesprächen und Teambesprechungen werden diese Daten eingesetzt und natürlich zur individuellen Förderung des einzelnen Kindes verwendet.
Zugang zu den schriftlichen Daten haben nur autorisierte pädagogische Fachkräfte. Die Daten sind in verschlossenen Schränken aufbewahrt und im PC mit einem Passwort gesichert.
Für die Veröffentlichung von Fotos in der Kindertagesstätte, der Presse und des Internets holen wir das schriftliche Einverständnis der Eltern ein.
Jede Datennutzung und -weitergabe über die Vorgaben des Konzeptes hinaus, bedürfen der Zustimmung der Eltern. Das bedeutet, dass ohne Zustimmung der Eltern keine Daten an die Schule (Runderlass des MK v. 02.05.2006), Ärzte oder Therapeuten weitergegeben werden.

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9. Literaturangaben

Krenz, Armin 2004; Der Situationsorientierte Ansatz auf einen Blick; Freiburg

Bundesrahmen-Handbuch/Qualitätsmanagement für Evangelische Kindertageseinrichtungen; Oktober 2002;  Berlin; Stuttgart

Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder; Januar 2005; Hannover

Schreiben  zum `Datenschutz im Kindergarten´; Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V./Referat Tageseinrichtungen für Kinder; 18. Dez. 06; Hannover

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