Seligpreisung der Leidtragenden
„Deutsches Requiem“ in der Peter-Paul-Kirche
am Sonntag, 07. November 2010 um 17:00 Uhr

Trost, Trösten sind die Worte, die im Requiem wie eine Leuchtspur immer wieder aufscheinen. Als Brahms das Werk schrieb, brauchte er Trost. Er hatte schmerzliche Abschiede erlebt, weil ihm Menschen aus seiner nächsten Umgebung durch den Tod weggerissen waren. Er hatte auch von vielen Plänen für sein Leben Abschied nehmen müssen. So hat er das Werk zunächst für seine eigene Situation geschrieben. Er sagt selbst darüber nach der Komposition: „Ich bin nun getröstet... Ich habe meine Trauer niedergelegt und sie ist mir genommen; ich habe meine Trauermusik vollendet als Seligpreisung der Leidtragenden.“

Da werden wir natürlich alle sehr hellhörig und neugierig: Welcher Weg hat ihn da aus der Dunkelheit ans Licht geführt? Könnte dieser Weg auch für uns gangbar und für unsere Abschiede hilfreich sein?

Auf dem Bild von Carl Larsson sehen wir einen Bauern, der den Samen ausstreut. Und dann muss er warten auf den Regen und auf die Frucht. So sollen wir warten auf die Antwort durch „des Herrn Wort, das in Ewigkeit bleibt“ (Text des Requiems). In dieser Erfahrung liegt dann der Keim für die große Freude, die uns erwartet.

In der Musik des Requiems dürfen wir uns in den Jubel der Ewigkeit mit hineinnehmen lassen, der schon hier als ein „Vorgeschmack“ ertönt. Chor, Solisten und das Orchester laden uns dazu ein.

Die Aufführung des „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms findet am Sonntag, den 07.11. um 17:00 Uhr in unserer Kirche statt. Ausführende sind: Stephanie Kühne, Sopran; Adrian Brunner, Bariton; die Hermannsburger Kantorei und das Radio-Kammerorchester des NDR Hannover. Die Leitung hat Hans Jürgen Doormann.

Der Kartenvorverkauf beginnt am Mittwoch, den 27.10. in der Missionsbuchhandlung. Der Einführungsabend findet am Sonntag, den 31.10. um 18:00 Uhr in der Peter-Paul-Kirche statt. Kantor Hans Jürgen Doormann erläutert das Werk unter Mitwirkung der Kantorei.

Hans-Jürgen Doormann