Unsere Partnergemeinde liegt am Tor zum Erzgebirge in der Nähe von Freiberg in Sachsen. Mit dem Jahr 2005 haben sich die ehemaligen Schwesternkirchgemeinden zur Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Weißenborn-Berthelsdorf vereinigt. Ungefähr 800 Glieder gehören zu unserer Partnerkirchgemeinde. Insgesamt leben in den auch kommunal zusammengehörenden Ortsteilen Weißenborn und Berthelsdorf ca. 3000 Einwohner. Nach dem Weggang von Pfarrer Bernhard Stief an die Leipziger Nikolaikirche im Jahr 2008 ist seit September 2009 Markus Köber der neue Pfarrer.
In der Selbstbeschreibung der Gemeinde heißt es: „Die verschiedenen Angebote der Kirchgemeinde richten sich mit ihren Möglichkeiten an alle Menschen. Wir wünschen uns, dass sie gerne in Anspruch genommen werden. Mit den vier Begriffen "Verkündigung, Gemeinschaft, Tradition und Kultur" könnte man unsere Aufgaben und Ziele umschreiben. Zu den Mitarbeitern im Verkündigungsdienst zählen ein Pfarrer mit 75% und ein Gemeindepädagoge mit 35% Anstellung. Darüber hinaus gibt es noch geringfügig beschäftigte Mitarbeiter im Küsterdienst und Verwaltungsbereich, sowie für die Arbeit auf den beiden Friedhöfen. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter und Helfer investieren Zeit und Mühe, damit eine lebendige Gemeindearbeit möglich wird.“
Einen regen Austausch gibt es zwischen den Posaunenchören unserer Gemeinden, die sich im Wechsel jährlich besuchen und gemeinsam musizieren. Aber auch die Kirchenvorstände und die Pastoren halten Kontakt, besuchen sich und tauschen sich über die Möglichkeiten, Chancen und Probleme der Gemeindearbeit aus. Zuletzt war unser Posaunenchor im Jahr 2009 in Sachsen und eine 8köpfige Delegation unserer Gemeinde samt Pastor Dr. Jeska und Frau wohnte der Verabschiedung von Grit und Pfarrer Bernhard Stief im Juni 2008 bei. Zur Ordination und Amtseinführung von Pfarrer Markus Köber überbrachten 4 Klein Ilseder Kirchenvorsteher unsere Glück- und Segenswünsche.
So lautete das Motto des diesjährigen Kirchentages. Welch ein schöner Bibelvers, dachte ich vor der Abfahrt. Mit diesen Gedanken sollte es nach Dresden gehen und in unsere Partnergemeinde Weißenborn/Berthelsdorf, wo wir unser Quartier bezogen. Es war eine wunderbare Erfahrung, allabendlich zurück in die Partnergemeinde zu kommen, um im Austausch sein zu können. Zu Beginn aber gab es einen herzlichen Empfang beim Abend der Begegnung in der Dresdner Altstadt – unsere Partner hatten sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Erinnerungsfotos mit Gästen und Kurrende-Kindern (siehe das Bild auf dieser Seite). So ging es dann Tag für Tag mit dem Zug von Freiberg zum Kirchentag. Wie all die Jahre zuvor, so kam es auch in Dresden ohne irgendwelche Verabredungen zu vielen spontanen Begegnungen – mit Kollegen, Freunden und dieses Mal sogar mit dem ehemaligen Vikariatsleiter meines Mannes. Wir erlebten mit ihm einen gemeinsamen Kabarett-Nachmittag und anschließend ein Konzert, ehe sich unsere Wege wieder trennten. Weitere schöne Erlebnisse folgten: ein Blaulicht-Gottesdienst in der größten Feuerwache der Stadt mit sämtlichen Rettungsorganisationen, ein OpenAir-Konzert im Dresdner Fußballstadion mit den Wise Guys, einer a-capella-Gruppe aus dem Rheinland, Posaunenklänge an vielen Orten der sächsischen Hauptstadt, ein großer Markt der Möglichkeiten mit Ständen von vielen kirchlichen Institutionen und Vereinen. Überall herrschte eine warme und herzliche Atmosphäre trotz der weit mehr als 100.000 Menschen. Und auch unsere Herzen wurden erfüllt, nicht zuletzt beim Schlussgottesdienst an der Elbe. An dieser Stelle geht ein ganz herzlicher Dank und Gruß an unsere Gastfamilien in der Partnergemeinde, die uns fünf Klein Ilseder wunderbar beherbergt haben. Auf dass wir uns wieder sehen – vielleicht im kommenden Jahr zum 60jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Klein Ilsede und Weißenborn/Berthelsdorf.
Petra Jeska
