Alles begann mit einer Mitteilung an den Kirchenvorstand im Mai 1993. Daraus ging hervor, dass die Landeskirche sparen muss. Allen war klar, dass die 1200 „Seelen-Gemeinde“ Klein Ilsede davon sicherlich betroffen sein würde. Seit diesem Zeitpunkt bereitete sich der Kirchenvorstand intensiv auf die schon damals angedrohte Stellenkürzung vor.
Anfang Juni 1995 wurde ein Entwurf für DAS PROJEKT beim Landeskirchenamt Hannover eingereicht. Inzwischen hatte sich herauskristallisiert, dass die Landeskirche nur noch die Hälfte der Pfarrbesoldung übernehmen kann, da die Kirchensteuer bedingt durch immer mehr Austritte stark zurück gegangen ist. Dank der 6 Unterrichtsstunden des Pastors am Ratsgymnasium Peine, die ein weiteres Viertel seines Gehaltes ausmachen, bleibt also nur noch ¼ der Pfarrbesoldung offen.
Nach langen und harten Diskussionen innerhalb des Kirchenvorstandes wurde beschlossen, DAS PROJEKT für die Kirchengemeinde St. Urban ins Leben zu rufen. Auch bei der Landeskirche herrschte Skepsis; wird man es schaffen in einer so kleinen Gemeinde wie Klein Ilsede dauerhaft genügend Spender zu finden?
Aufgrund dessen wurde DAS PROJEKT zuerst mal zeitlich begrenzt auf 5 Jahre.
Inzwischen waren auch die Medien aufmerksam geworden. Sogar die Zeitschrift „Der Spiegel“ und der Deutschlandfunk, ja sogar der österreichische Rundfunk zeigten Interesse in Form von Interviews und Berichterstattung.
„Erstmals finanziert eine landeskirchliche Gemeinde ihren Pastor teilweise selbst“
Als Startermin wurde der 01.01.1997 von der Landeskirche festgelegt. Bis zum 31.12.1996, also noch vor dem offiziellen Start des 1. Jahres, stiegen bereits 52 Spender in DAS PROJEKT ein.
Nach Ablauf des 1. Jahres waren es bereits 98 Spender.
Schon im April, 1997 ließ die Hannoversche Landeskirche allen Kirchengemeinden eine Information zukommen, in der jetzt ausdrücklich allen Gemeinden DAS PROJEKT zur Nachahmung empfohlen wurde.
Zum Ablauf der 5 Jahres Frist im Jahre 2001 bekamen wir die Genehmigung der Landeskirche Hannover DAS PROJEKT zeitlich unbeschränkt weiter zu führen, solange die finanziellen Kräfte reichen.
Hieran kann man ersehen, was wir in unserem Dorf gemeinsam alles erreichen können!
Bislang konnten wir jedes Jahr dank Ihrer Hilfe das noch offene Viertel auffüllen. Wenn auch manchmal mit Schwierigkeiten. So z.B. im letzten Jahr, als uns eine größere Einzelspende aus der Not geholfen hat. (Hierfür noch mal herzlichen Dank!)
Unter anderem wurden mir wiederholt Gelder an die Hand gegeben von Spendern die anonym bleiben möchten. Diese Anonymität kann ich Ihnen auch weiterhin gewährleisten. Wir sind ganz besonders auf Ihre Spenden angewiesen, denn nicht nur mir, sondern der gesamten Gemeinde ist daran gelegen das unser Pastor im Dorf bleibt und weiterhin so für uns Alle da ist. Aus diesem Grunde halte ich eine Spendenverteilung auf viele Schultern für zukunftsweisend. Der Kreativität der Spendenmöglichkeiten sind hier auch keine Grenzen gesetzt. Ganz besonders freute mich die Übergabe einer Spende aus einer Feier. Hier wurde auf Geschenke verzichtet und eine Spendendose für DAS PROJEKT aufgestellt.
Ich wünsche mir, dass wir das kontinuierliche Engagement in unserem Dorf weiter behalten und DAS PROJEKT noch für viele Jahre durch uns Bestand hat.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen für DAS PROJEKT haben, können Sie mich gerne jederzeit persönlich ansprechen.
Wolfgang van Heesch, Asser Ring 32, 31241 Ilsede , Telefon: 05171 – 18384