| Auch Gott muss warten |
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Adventsspiel |
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© Walter Faerber 2001 |
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Gestattet ist die persönliche und gemeindliche
Verwendung, |
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Personen: |
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1. Szene |
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Mädchen: Mama, wie lange ist es noch bis Weihnachten? Mutter: In acht Tagen ist es so weit. Mädchen: So lange noch? Mutter: Das ist doch nur noch ganz kurz! Wenn ich dran denke, was ich alles noch erledigen muss! Wegen mir könnte es noch zwei Wochen dauern bis Weihnachten! Mädchen: Zwei Wochen! So lange kann ich nicht mehr warten! Kriege ich denn zu Weihnachten einen Hund? Mama, ich möchte unbedingt so einen süßen kleinen Hund wie ... hat! Bitte, krieg ich den? Bitte, Mama! Mutter: Warte doch mal ab bis Weihnachten ist! Mädchen: Aber das ist noch soo lange! Bitte sag mir, ob ich ihn kriege! Ich gehe auch immer mit ihm spazieren! Mutter: Tut mir leid, damit musst du bis Weihnachten warten! Mädchen: Das ist gemein, dass man immer warten muss (stampft mit Fuß auf). Mutter: Was meinst du wohl, wie lange Gott manchmal warten muss? Mädchen: Gott muss nicht warten. Wenn der sich was wünscht, dann kann er machen, dass er es gleich kriegt. Mutter: Auch Gott musste warten. Und viele Menschen haben gewartet, dass es Weihnachten gibt. Mädchen: Gab es nicht schon immer Weihnachten? Mutter: Natürlich nicht! Es hat ganz lange gedauert, bis es so weit war. Mädchen: Wirklich? Wie lange denn? Drei Jahre? Mutter: Eigentlich hat Gott schon seit Adam und Eva gewartet. Guck dir das mal an!
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2. Szene |
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Adam: Eva, wir haben es echt gut hier im Paradies. Hast du schon mal die Granatäpfel probiert? Eva: Ja, Adam! Und die frische Ananas! Schmeckt viel besser als aus der Dose! Adam: Pass auf, dass du nichts von dem Baum isst, von dem wir nicht essen sollen! Eva: Klar Adam, ich bin doch nicht blöd! Guck mal, diese schöne Blume! (pflückt große, schöne Blume aus Papier und behält sie in der Hand) Schlange: (schleimig, einflüsternd) He, Eva, du wärst doch blöd, wenn du nicht von dem Baum essen würdest. Wenn Gott so gemein ist, dass er euch die verbietet, dann nimm sie dir einfach! Eva: Meinst du, ich sollte? Die sieht schon lecker aus. Schlange: Genau! Überleg nicht lange, greif einfach zu! Eva: Adam, was meinst du? Adam: Ist mir egal! Das musst du selber wissen! Eva: Nun komm, sag was! Adam: Das ist dein Problem! Eva: Ich will unbedingt auch die Frucht von diesem Baum probieren! (legt Blume hin und pflückt Frucht) Adam: Lass mich auch mal kosten! Eva: Ich dachte, dir wäre das egal? Adam: Komm, gib schon her! (nimmt und isst) Stimme Gottes: Adam, wo bist du? Adam: Er hat uns erwischt! Schnell weg hier! Das war alles deine Schuld! Eva: Du wolltest schließlich unbedingt was haben! Adam: Aber du hast angefangen! Eva: Guck mal die Blume! Adam: Zur Hälfte kaputt!
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3. Szene |
Mädchen: Und was hat das mit Warten zu tun? Mutter: Gott wartet darauf, dass einer es besser macht als Adam und Eva. Mädchen: Vielleicht ihre Kinder? Haben sie Kinder? Mutter: Zwei Söhne. Sie heißen Kain und Abel. Guck dir an, was sie machen! |
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4. Szene |
Abel: (hält die Blume) Diese Blume ist schön - ich mag sie, auch wenn sie nicht mehr alle Blätter hat. Kain: Abel, wieso hat Mutter dir die Blume gegeben und nicht mir? Gib sie mir! Abel: Aber ich soll doch auf sie aufpassen, Kain!
Kain: Pass lieber auf dich
selber auf! |
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5. Szene |
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Mädchen: Das war wohl nichts. Und was ist jetzt? Mutter: Jetzt muss Gott warten, dass es einer besser macht. Mädchen: Musste er lange warten? Mutter: Sieh selbst! |
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6. Szene |
Erzählerin: Gott suchte nach einem Volk, das ihn kennen und dann nach seinem Willen leben sollte. Er gab diesem Volk einen guten König, nämlich David. Alle liebten ihn. David: (setzt sich auf den Thron, die Blume in seiner Hand) Ich will, dass es gerecht zugeht. Keiner soll einen anderen unterdrücken oder berauben können.
Volk 1-6: Lang
lebe König David!
Erzählerin: Aber
auch David musste eines Tages sterben.
König: (nimmt
Blume von David und setzt sich auf den Thron) Ich werde die
Steuern erhöhen! Ihr habt sowieso zu wenig Arbeit! Ich will groß
und berühmt werden. Ich brauche Soldaten für einen großen
Krieg! Und her mit dem Wein! Ein König muss gut leben und
feiern! Volk: (geht murrend und traurig auseinander, Blume verliert wieder ein Blatt) Frau: Hilf mir, König! Wir haben nicht genug zu essen, und unser Haus soll uns weggenommen werden! König: Ist das mein Problem? Ich muss mich um die Politik kümmern! Frau: Eins sag ich dir: König David hätte mir geholfen! (Blume verliert Blatt)
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7. Szene |
Mädchen: Und die ganze Zeit wartete Gott auf jemanden, der es besser macht? Mutter: Nicht nur Gott. Auch die Menschen warteten inzwischen sehnsüchtig darauf, dass jemand kommt, dem sie wirklich vertrauen konnten. Mädchen: Und wieso meinten sie, dass jemand kommen würde? Mutter: Weil Gott es ihnen immer wieder angekündigt hat.
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8. Szene |
Erzählerin: Gott schickte seine Propheten. Die machten den Menschen Hoffnung. Sie sagten: eines Tages kommt einer, der euch nicht enttäuscht. Einer nach dem Herzen Gottes. So sagte es z.B. der Prophet Jeremia:
Jeremia: (kommt
mit Blume in der Hand - nur wenige Blütenblätter) Erzählerin: Oder der Prophet Micha:
Micha: (nimmt
von »Jeremia« die Blume ) Erzählerin: Und schließlich der Prophet Sacharja:
Sacharja: (nimmt
von »Micha« die Blume ) Erzählerin: Und so warteten die Menschen dass endlich dieser König kam, der Retter, der schon so lange angekündigt war. |
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9. Szene |
Mädchen: War das Jesus? Mutter: Ja. Mädchen: Und wie lange haben sie auf den warten müssen? Mutter: Ein paar Jahrhunderte lang. Mädchen: Und wie lange hat Gott auf ihn gewartet? Mutter: Seit Adam und Eva. Einer sollte kommen und es besser machen. Mädchen: Dann lass uns sehen, wie es war, als Jesus kam! |
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10. Szene |
Erzählerin: HAls es soweit war, sandte Gott den Engel Gabriel zu einer jungen Frau, die in Nazareth wohnte. Sie hieß Maria.
Engel: (Blume
in der Hand) Maria: Was meinst du damit? Was soll das bedeuten? Engel: Hab keine Angst! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen. Den sollst du Jesus nennen. Er wird groß sein und »Sohn des Höchsten« genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vorfahren David geben. Seine Herrschaft wird nie zu Ende sein. Maria: Ich gehöre dem Herrn. Es soll geschehen, wie du gesagt hast.
Engel: Hier -
diese Blume ist jetzt für dich. Sie blüht wieder. |
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11. Szene |
Mädchen: Und was passierte dann? Mutter: Danach wurde Jesus geboren. Aber das feiern wir dann am Heiligen Abend. Mädchen: In vier Tagen? Mutter: Ja, ich hoffe, solange kannst du jetzt noch warten. Mädchen: Na gut, wenn selbst Gott so lange warten musste, bis Jesus geboren wurde ... |
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