In der Einleitung des Gottesdienstes wurde der Film "Der Pferdeflüsterer" vorgestellt und die Geschichte des Vorbilds für diesen Film erzählt. In der Predigt ging es dann darum, wie Jesus als "Menschenflüsterer" auf besondere Weise mit Menschen umgeht.

Einleitung

Ich möchte Sie zu Anfang an einen Film erinnern, den Sie vielleicht schon einmal gesehen haben. In vielen Filmen werden große Geschichten erzählt, und wenn man genau hinschaut, dann findet man da ganz oft mehr oder weniger deutliche Spuren des Evangeliums. An so einen Film möchte ich Sie heute erinnern, und für den Fall, dass Sie ihn nicht kennen, ein bisschen davon erzählen.

Es ist »Der Pferdeflüsterer« von und mit Robert Redford. Schon ein bisschen älter, aber immer noch sehr eindrucksvoll, auch mit den tollen Landschaftsaufnahmen.

Robert Redford spielt dort Tom Booker, einen Mann, der ganz besondere Fähigkeiten im Umgang mit Pferden hat. Er ist einer, der Pferde verstehen und heilen kann. Zu ihm kommt eine Mutter mit ihrer Tochter und deren Pferd, die einen schweren Sturz hinter sich haben und seither beide ganz verstört sind.

Der Film beruht auf der Geschichte von Monty Roberts, den es wirklich gegeben hat. Monty Roberts wuchs auf auf einer Ranch im amerikanischen Bundesstaat Montana, der liegt im Norden der USA, an der Grenze zu Kanada. Seine Familie hatte seit vier Generationen mit Pferden zu tun. Sie fingen die wilden Mustangs in den Bergen, sie zähmten und verkauften sie. Diese freiheitsliebenden Kreaturen waren voller Kraft und Wildheit, mit starken Muskeln und noch stärkerer Willenskraft. Wenn ein Mustang gefangen und in die Umzäunung gesperrt war, dann musste man erst seinen Geist brechen, bevor er als Nutztier zu gebrauchen war. Manchmal haben sie ihm ein Tau um den Hals gelegt und damit ein Bein gefesselt, um das Tier zu bändigen. Manchmal hat es Wochen voller Schweiß, Blut und Schmerzen gekostet, bis so ein Tier grausam gebrochen war.

Der junge Monty Roberts bestand darauf, dass es noch eine andere Methode geben müsste, um diese wunderbaren Tiere zu zähmen. Als junger Mann ritt er durch die Berge, um die Tiere in Freiheit zu beobachten. Und er verstand, dass Pferde sehr soziale Tiere sind. Allein gehen sie beinahe ein. Und er überlegte: wenn diese Tiere so sehr die Verbindung zu anderen Geschöpfen brauchen, könnte das nicht ein Weg sein, sie mit weniger Gewalt an die Menschen zu gewöhnen?

So entwickelte Monty Roberts eine Methode, mit der er sich diesen Wunsch der Tiere nach Verbindung zunutze machen konnte. Die Einzelheiten will ich nicht erzählen, weil das zu lange dauern würde und ich viel zu wenig von Pferden verstehe, aber er erfand das, was dann das »Pferdeflüstern« hieß, einen Weg, mit den Pferden Freundschaft zu schließen, ohne sie mit Gewalt zu brechen und gefügig zu machen.

Und so kommt natürlich auch im Film alles wieder in Ordnung. Nicht nur das Pferd erholt sich von seinem Trauma, auch die Mutter und ihre Tochter werden zusammen mit dem Pferd wieder heil. Und das ist schön und bewegend mitzuerleben. Denn diese Methode ist ja auch für Menschen richtig: sie nicht zu brechen, sondern sie zu gewinnen. Menschen in ihrer Sehnsucht nach Kontakt und nach Heilwerden zu erreichen. Sie hinter all ihrer Abwehr und Aggressivität zu erreichen. Das ist die Art, wie Jesus mit Menschen umgegangen ist.

Deshalb möchte ich das Thema unseres Gottesdienstes heute so formulieren: Jesus, der Menschenflüsterer. Er hat gezeigt, wie Menschen aus ihrer Abwehr und ihrem Misstrauen heraus geholt werden können. Nicht immer ist ihm das gelungen, aber oft. Und von ihm sollen wir lernen. Möge das heute geschehen.

Predigt

Jesus, der Menschenflüsterer. Jesus, der Menschen gewinnt, indem er an ihre Sehnsucht nach Verbindung und nach Heilwerden appelliert. Der die Abwehr nicht mit Gewalt bricht, sondern durch alle Schroffheit hindurch in die Seele eines Menschen hinein flüstert. Und der ist unser Vorbild. Zu lange haben die Menschen die Christen so erlebt, dass sie versucht haben, ihre Abwehr mit Gewalt zu brechen. Man hat sie zu Sündern gemacht, hat sie mit der Hölle und ewiger Verdammnis bedroht, hat ihnen ein schlechtes Gewissen gemacht oder ihnen ihre Sexualität schlecht gemacht. Bonhoeffer schreibt in seinen Gefängnisbriefen, dass diese ganzen Methoden nicht zu Gott zu passen. Was ist das für ein Weg, wo man die Menschen erst klein kriegen muss, ihnen ihre Schwäche oder ihre ausweglose Situation nachweisen muss, bis sie endlich zu Kreuze kriechen wie die wilden Mustangs in der Umzäunung? So bricht man Menschen vielleicht das Rückgrat, aber das bringt dann eben auch die entsprechenden Christen hervor. Bonhoeffer hat geschrieben: ich will die Menschen in ihrer Stärke, in ihrem Guten, mit Jesus in Verbindung bringen.

Da ist er auf den Spuren Jesu. Der war ein Menschenflüsterer. Und ich lese jetzt gleich eine Geschichte davon vor, die Geschichte von der Samaritanerin am Brunnen. Da ist Jesus auf dem Weg durch Samarien, und während seine Jünger versuchen, irgendwo was zu Essen aufzutreiben, ruht er sich an einem alten Brunnen aus, den der Sage nach der Stammvater Jakob gegraben haben soll.

Um die Geschichte gut zu verstehen, muss man ihre Vorgeschichte kennen, jedenfalls zwei Punkte daraus: es gab zwischen Juden und Samaritanern eine alte Feindschaft. Die Samaritaner waren ursprünglich Juden, aber sie waren im Lauf der Geschichte andere Wege gegangen als die Juden, sie teilten mit ihnen die fünf Bücher Mose, aber nicht die anderen Schriften des Alten Testaments.

Im Lauf der Jahre war der Graben zwischen den beiden Volksgruppen immer tiefer geworden. Ein jüdischer König hatte die Hauptstadt der Samaritaner dem Erdboden gleichgemacht, ein schreckliches Ereignis voll Blut und Grausamkeit. So fühlten sich die Samaritaner als die Missachteten und schlecht Behandelten.

Die Frau, der er in der Geschichte begegnet, hatte - zweitens - einen schwierigen Lebensweg hinter sich, sie war anscheinend fünfmal verheiratet gewesen, wir wissen nicht warum. Man kann sich vorstellen, dass sie sich aus beiden Gründen zu den Zu-Kurz-Gekommenen gezählt hat, die vom Leben nicht viel erwarten. Das erklärt die herbe Art, wie sie auf Jesus reagiert. So wie eben Menschen, die enttäuscht oder verwundet sind, misstrauisch bleiben und Mauern um sich herum aufbauen. Aber Jesus lässt sich nicht beirren und flüstert leise zu ihrer Seele.

7 Irgendwann kam auch eine Frau aus der Gegend an der Stelle vorbei, die etwas Wasser holen wollte. Jesus fragte sie: »Hallo du, gib mir doch bitte auch was zu trinken, ja?« ...
9 Die Frau war etwas platt darüber, dass Jesus sie so mal eben ansprach. Es war nämlich für die Juden damals undenkbar, sich mit Samaritanern abzugeben - und mit Frauen erst recht. Darum sagte sie: »Entschuldigung, aber Sie sind doch ein Jude und ich bin eine Samaritanerin. Wie kommt es, dass Sie mich jetzt plötzlich um einen Schluck Wasser bitten?«

Das ist die erste Reaktion: Vorsicht und Misstrauen. Vielleicht auch der Gedanke: ja, wenn sie Durst haben, dann wollen diese Leute sogar aus einer samaritanischen Tasse trinken, aber anschließend sind wir für sie wieder der letzte Dreck. Doch Jesus flüstert weiter:

10 »Wenn du wüsstest, was für eine Chance Gott dir gerade geben will, und wer hier mit dir redet und dich um Wasser bittet, dann würdest du mich | um frisches Wasser bitten, das nicht abgestanden ist und wirklich Leben schenkt!«

Die Frau bleibt skeptisch, obwohl sie inzwischen Jesus gedanklich mit etwas Besonderem in Verbindung bringt:

11 »Also, entschuldigen Sie bitte, aber wie soll das denn gehen? Sie haben weder einen Eimer noch ein Seil dabei und dieser Brunnen ist sehr tief! Wie wollen Sie denn das frische Wasser hoch bekommen?« antwortete sie. 12 »Oder kommen Sie etwa aus einer höheren Liga als unser Stammvater Jakob? Der hat diesen Brunnen nämlich mal gebaut, und seine Kinder und seine Kühe haben früher mal da draus getrunken.«
13 Jesus meinte darauf zu ihr: »Normalerweise wird jeder, der von diesem Wasser trinkt, irgendwann wieder Durst haben. 14 Wer aber von dem Wasser trinkt, was ich den Leuten gebe, für den wird Durst ein Fremdwort werden. Das Wasser, was ich den Menschen gebe, wird sich nämlich in dir drin zu einer eigenen Quelle verwandeln, einer Quelle, die ohne Ende sprudeln wird, über dein Leben auf dieser Welt hinaus!«

Jetzt fängt sie an, hinzuhören. Ihre Erwartung ist geweckt - und sei es nur die Hoffnung, dass ihr die Wasserschlepperei erspart bleibt:

15 »Oh bitte, ich möchte von diesem Wasser gerne etwas haben! Dann brauch ich nicht mehr jeden Tag her und muss Wasser schleppen!« 16 »Okay, dann hol mal deinen Mann und kommt beide wieder her!« sagte Jesus zu ihr. 17 »Ich bin nicht verheiratet!« war ihre Antwort. »Stimmt«, meinte Jesus, »zurzeit bist du Single, 18 du warst aber schon mit fünf Typen vorher verheiratet, und der Mann, mit dem du jetzt zusammen bist, dem hast du gar nicht dein Jawort gegeben!«

Jetzt ist es soweit, dass Jesus mit ihr über ihr Leben reden kann. Hätte er damit begonnen, dann hätte sie sofort zugemacht, aber jetzt geht es. Jesus hat bei ihr Erwartungen und Hoffnungen geweckt. Und sie merkt zum ersten Mal, dass der was mit Gott zu tun haben muss.

19 »Ich merk schon, das stimmt alles, Sie sind wohl ein Prophet, oder?! 20 Dann können Sie mir gleich 'ne Frage beantworten: Ihr Juden besteht ja darauf, dass euer Jerusalem der einzige heilige Ort schlechthin ist, um zu Gott zu beten. Wir Samariter beten aber immer auf diesem Berg da, weil das unsere Vorfahren auch so gemacht haben! Wie sehen Sie das?«

Sie hat gemerkt, dass Jesus was mit Gott zu tun haben muss, und was ist ihre Reaktion? Sie redet über Religion. So ist das bis heute: wenn man danach fragt, ob jemand glaubt, dann bekommt man eine Antwort darüber, wo einer zur Kirche gegangen ist oder warum nicht. Oder einer spricht plötzlich davon, dass es ja den Dalai Lama gibt und die Muslime und wen noch alles. Deshalb muss Jesus die Frau wegbringen von diesen religiösen Themen und zurück zu dem, worum es wirklich geht, nämlich zu ihrem Herzen, ihrer Heilung, ihrer Erneuerung.

21 Dazu sagte Jesus ihr: »Eins kann ich versprechen, es wird eine Zeit geben, wo es egal sein wird, ob ihr auf irgendeinem Berg zu Gott redet, ob ihr dazu nach Jerusalem geht oder ob ihr das irgendwo anders macht. 22 Ihr habt ja gar keine Vorstellung, zu wem ihr da überhaupt redet, wenn ihr betet! Wir wissen genau, zu wem wir beten. Die Rettung für diese Welt kommt aus dem jüdischen Volk! 23 Es wird aber mal so sein, also im Grunde hat das schon angefangen, dass Menschen, egal, wo sie gerade sind, mit Gott reden können. Ist nur wichtig, dass man dabei von seiner Kraft, seinem Geist geleitet wird. Gott sucht nach solchen Leuten, die so mit ihm reden! 24 Gott ist nämlich wie eine unsichtbare Kraft, wie ein Geist. Und wer mit Gott reden will, muss von diesem Geist gefüllt werden, diesem Geist der Wahrheit.«

Jetzt hat sie hoffentlich verstanden, dass es nicht um irgendwelche Zeremonien geht und um die Frage, welche die richtigen sind, sondern um sie selbst, ob sie Zugang findet zu Gottes Geist, der die Wahrheit in ihr Leben bringen wird. Aber die Frau lässt sich nur halb darauf ein; sie gibt Jesus recht, aber sie verschiebt es in eine ferne Zukunft, sozusagen auf den Sanktnimmerleinstag:

25 Darauf meinte die Frau: »Ich hab verstanden, dass irgendwann der Auserwählte, der Messias, da sein wird, den man auch den Christus nennt. Wenn der da ist, dann wird er uns das alles erklären!«

Jetzt ist alles vorbereitet, sie hat die richtigen Fragen, sie ist soweit, dass Jesus ihr die richtige Antwort geben kann:

26 »Das bin ich, du redest gerade mit dem Auserwählten!«, antwortete ihr Jesus.

Was wird sie jetzt antworten? Aber jetzt verschwindet sie erst einmal aus der Geschichte, es gibt eine Unterbrechung:

27 Plötzlich bogen seine Freunde um die Ecke. Sie waren etwas überrascht, dass Jesus sich mit einer Frau unterhielt. Aber keiner traute sich, mal nachzufragen.

Bei Johannes gibt es das manchmal, dass eine Pause entsteht, die Hauptperson sozusagen verschwindet, und wir uns überlegen können, wie wir das eigentlich sehen. Ist bei uns auch diese Hoffnung gewachsen, dass es jemanden geben könnte, der uns Zugang schafft zur Wahrheit über uns und die Welt, einen, den wir durchlassen können durch all die Mauern der Vorsicht und der Abwehr, mit denen wir uns schützen? Denn niemand soll diese Stellen sehen, wo wir unglücklich oder empfindlich sind oder wo wir Angst haben, uns selbst verurteilen oder wo es immer so weh tut. Aber wenn da einer die Hoffnung verbreitet, dass das wieder heil werden kann, dann sieht die Sache ganz anders aus. Ist das so einer? Es gibt ja Menschen, die nutzen die schwachen Stellen anderer aus, um ihnen Heizdecken oder viel zu teure Kochtöpfe anzudrehen. Aber vielleicht ist da ja auch jemand, der uns so gut kennt, weil er uns wirklich heil machen kann.

28 Die Frau ließ alles stehen und liegen und rannte ins Dorf, um jedem zu erzählen, was sie gerade erlebt hatte. 29 »Kommt mal alle mit, da ist einer, den müsst ihr kennen lernen! Der hat mir ins Gesicht gesagt, was ich alles getan habe! Besteht vielleicht die Möglichkeit, dass er der Auserwählte, dieser Christus, ist?« 30 Total neugierig kamen die Leute von überall sofort bei Jesus angelaufen.

Auch wenn sie noch fragt, ob das denn der Richtige ist, aber sie strahlt schon so viel Überzeugung aus, dass die Leute angelaufen kommen. Und Jesus macht dann Pause und redet zwei Tage mit den Leuten aus ihrem Dorf. Jesus der Menschenflüsterer. Eine neue Art mit Menschen umzugehen. Sie nicht zu brechen, ihnen nicht mit Gewalt das Rückgrat zu brechen, ihnen ihre wilde Kraft zu nehmen, damit sie sich einfügen und funktionieren. Sondern Menschen ihre Würde und Schönheit zu lassen, und ihnen trotzdem zu helfen, aus den ganzen Sackgassen herauszukommen, in die sie sich verrannt haben. Und das Ganze geht nur, wenn man weiß, dass Menschen zu so einem Leben in Wahrheit und Würde und Kraft geschaffen sind. Auch wenn sie sich ganz anders geben und ihre Berufung mit dem, was sie tun und wie sie sich verhalten, immer wieder in Frage stellen.

Bei einem unserer Besuche im Gefängnis haben wir dort jemanden kennengelernt, der sehr offen und freundlich auf uns zuging, der uns half, die Unsicherheit und Fremdheit schnell zu überwinden. Und dann habe ich später einen Zeitungsartikel gesehen, über das Gefängnis, und da stand auch etwas über einige Gefangene, und man konnte daraus kombinieren, dass genau dieser Mann im Gefängnis saß, weil er einmal im Auftrag anderer Menschen getötet hat. Dieser freundliche, sympathische Mann, der mir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist, weil er in dieser ersten Unsicherheit so hilfreich war - ein Auftragsmörder. Hat er uns da etwas vorgespielt? Nein, es ist wirklich so, dass in Menschen beides drin ist, dunkle, böse, manchmal mörderische Möglichkeiten. Und gleichzeitig sind sie berufen, in Wahrheit und Würde zu leben als Ebenbilder Gottes. Und deshalb liegt in uns allen auch der Wunsch und die Möglichkeit, zurückzufinden zu unserer Berufung. Hinter allen Mauern, mit denen wir uns vor anderen verstecken. Und Menschen können wirklich aus den dunkelsten Lebensläufen dahin zurückfinden. Aber da muss ein Menschenflüsterer kommen. Der muss das wieder wach machen, es herauskitzeln, es zum Leben bringen.

Jesus konnte das, wenn auch nicht bei allen. Bei den Religiösen und den Mächtigen hat er es oft nicht geschafft. Aber Jesus konnte das, weil er so tief im Heilen und im Guten verwurzelt war. Deswegen durchschaut er all die kaputten Abwehrstrategien, durch die wir die anderen täuschen wollen über unsere schwachen und verwundeten Punkte. Deswegen wirkte er auf Menschen so anziehend, weil ihnen da eine geistliche Gesundheit begegnete, die Hoffnungen weckte. Hoffnung auf solche Gesundheit.

Das ist die Kernsubstanz der Jesusbewegung. Nicht die Diskussionen, in welche Kirche man gehen soll und ob das überhaupt nötig ist und so, sondern diese überzeugende Gesundheit, das heile Leben, das ist es. Jesus hat uns berufen, es auch so zu machen wie er. Da müssen wir nicht Leute erst zu Boden bringen, bevor sie neu anfangen dürfen. Es geht um den Weg zum Herzen. Eine Bewegung von Menschenflüsterern. Ich hab das kaum glauben können, dass das heute noch geht, aber dann kam einer nach einem Gottesdienst - nicht hier in Groß Ilsede - und sagte: ich weiß gar nicht, was mit mir los ist - aber ich werde das und das wiedergutmachen. Und in dem Gottesdienst war nur von guten freundlichen Dingen und der Liebe Gottes die Rede gewesen, und dann kommt einer und sagt: ich mache alles wieder gut. Wie bei Zachäus. Es geht. Heute. So muss es sein:

Eine Bewegung von Menschenflüsterern. In der Nachfolge Jesu. Ich möchte keinen anderen Weg gehen, um Menschen zu gewinnen. Lieber Jahr für Jahr üben und lernen, bis wir das wenigstens ein klein wenig so können wie Jesus. Ich hoffe, auch in Ihnen wächst diese Hoffnung.

Die Bibeltexte entstammen der Volxbibel in der für den Gebrauch in Landeskirchen pfarramtlich entschärften Form.