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In diesem Gottesdienst geht es um die Frage, weshalb wir oft gehemmt sind, Gott zum Thema unserer Gespräche zu machen. Zur Ursachenforschung gehört auch ein illustrierter Abstecher in die Kirchengeschichte. zur Predigt ... |
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| Ablauf dieses Gottesdienstes: | ||
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Musik zum Anfang (Orgel) |
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1. Szene: Im Fitnesscenter |
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Begrüßung: Die Linda hat da anscheinend mit den Leuten in ihrem Hauskreis lange drüber nachgedacht: wie kann man von Gott reden, wie kommt man mit Menschen so ins Gespräch, dass Gott ein Thema wird. Und auf einmal realisiert sie, dass sie in genau der Situation ist, auf die sie sich vorbereitet hat, und vor der sie natürlich auch Angst gehabt hat. Aber als sie dann vorsichtig und sicher auch nicht 100prozentig geschickt einen Anfang macht, da erlebt sie, dass sie auf Resonanz stößt. Für die andere ist das gar keine Zumutung, im Gegenteil, sie ist sogar ein bisschen interessiert, vor allem, als sie merkt, dass da auch für ihr Problem mit den Kindern eine Lösung oder eine Hilfe liegen könnte. Und dieser kleine Schritt nach vorn reicht aus, um Linda für den Rest des Tages fröhlich zu machen und wahrscheinlich sinkt sie am Abend erschöpft wie immer, aber mit einem guten Gefühl ins Bett. Denn es macht uns froh, wenn wir den Durchbruch schaffen und situationsangemessen Gott ins Gespräch bringen. Wir sind dann nahe an unserer Bestimmung, und das tut uns immer gut. Und es ist unsere Bestimmung, mit Gott zu leben, und dann auch von ihm zu reden, denn wir sind so, dass wir über alles reden wollen, das uns bewegt, das ist auch eine Grundbestimmung des Menschen. Eigentlich ist Gott das Selbstverständlichste von der Welt. Und dann müssten wir dieses Selbstverständliche auch aussprechenkönnen. Wenn das aber bei Gott nicht so richtig zu klappen scheint, dann muss es etwas geben, was uns ausbremst. Es muss einen besonderen Grund geben, weshalb wir über alles gern erzählen, aber das Thema Gott lähmt Menschen die Zunge. Warum? Auch darüber wollen wir nachdenken. Aber auch schon bevor wir das alles zu Ende bedacht haben, wollen wir Gott loben und ihn unter uns willkommen heißen. Bis wir das gedanklich alles sauber geklärt haben, das kann dauern. Wir werden auch vorher schon den großen Gott loben. Lied: Groß ist unser Gott (aus: Feiert Jesus 2,
41) Gebet |
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Lesung (Apostelgeschichte 10,24-44) 27 Er sprach noch weiter mit ihm und betrat dabei das Haus. Als er die vielen Leute sah, 28 sagte er zu ihnen: »Ihr wißt, daß ein Jude nicht mit einem Nichtjuden verkehren und vollends nicht sein Haus betreten darf. Aber mir hat Gott gezeigt, daß ich keinen Menschen als unrein oder unberührbar betrachten soll. 29 Deshalb bin ich eurer Einladung ohne Widerrede gefolgt. Aber jetzt möchte ich doch gern erfahren, warum ihr mich gerufen habt!« 30 Kornelius antwortete: »Es war vor drei Tagen, ungefähr zur selben Zeit wie jetzt. Ich betete hier im Haus zur Gebetszeit um drei Uhr nachmittags, als plötzlich ein Mann in leuchtendem Gewand vor mir stand 31 und sagte: 'Kornelius, Gott hat deine Gebete erhört, und er will dir das Gute vergelten, das du den Armen getan hast. 32 Schicke darum Boten nach Joppe und laß Simon mit dem Beinamen Petrus zu dir bitten! Er ist zu Gast beim Gerber Simon unten am Meer!' 33 Da habe ich sofort zu dir geschickt, und ich freue mich, daß du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott versammelt und bereit zu hören, was der Herr dir aufgetragen hat.« 34 Petrus begann zu sprechen: »Wahrhaftig, jetzt begreife ich, daß Gott keine Unterschiede macht! 35 Er liebt alle Menschen, ganz gleich, zu welchem Volk sie gehören, wenn sie ihn nur ernst nehmen und tun, was vor ihm recht ist. 36 Seinem Volk Israel hat er die Botschaft verkünden lassen, daß er Frieden gestiftet hat durch Jesus Christus - aber dieser Jesus Christus ist ja der Herr über alle! 37 Ihr habt sicherlich erfahren, was sich im jüdischen Land zugetragen hat, beginnend in Galiläa, nachdem Johannes zur Taufe aufgerufen hatte. 38 Ihr wißt von Jesus aus Nazaret, den Gott zum Retter bestimmt und mit seinem Geist und seiner Kraft erfüllt hat. Wo er hin kam, tat er Gutes und heilte alle, die der Teufel in seiner Gewalt hatte; denn Gott stand ihm bei. 39 Wir können alles bezeugen, was er im jüdischen Land und in Jerusalem getan hat. Die Juden töteten ihn, sie hängten ihn ans Kreuz, an das Fluchholz. 40 Aber Gott hat ihn am dritten Tag vom Tod auferweckt und ihn sichtbar erscheinen lassen - 41 nicht vor dem ganzen Volk, sondern vor den Zeugen, die er im voraus dazu bestimmt hatte. Wir, die Apostel, sind diese Zeugen; wir haben mit Jesus gegessen und getrunken, nachdem er von den Toten auferstanden war. 42 Und uns gab Jesus den Auftrag, dem Volk Israel zu verkünden und zu bezeugen, daß er von Gott zum Richter über die Lebenden und die Toten eingesetzt ist. 43 Alle Propheten haben von ihm gesprochen; sie bezeugen, daß durch die Macht seines Namens alle Menschen die Vergebung ihrer Schuld empfangen sollen, alle, die auf ihn vertrauen.« 44 Petrus hatte noch nicht zu Ende gesprochen, da kam der Heilige Geist auf alle herab, die bei Kornelius versammelt waren und die Botschaft hörten. |
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Lied: Man lobt dich in der Stille (Evangelisches Gesangbuch 323) |
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Ansprache mit Bildern: Ein Abstecher in die Kirchengeschichte Warum ist das für uns nicht selbstverständlich, einfach und unbefangen von Gott zureden, so wie Petrus das kann vor ganz fremden Leuten im Haus des Kornelius? Warum ist das anscheinend für uns ein Problem? Sind die Menschen einfach verstockt, wenn sie sich dagegen verschließen? Was ist da los? Damit wir das besser verstehen, möchte ich ein paar Bilder zeigen, die uns ganz schlaglichtartig zeigen sollen, woher das eigentlich kommen könnte, dass es kein einfaches Geschäft ist, von Gott zu reden. |
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Und zu der Gewalt nach innen kam die Gewalt nach außen: Mehrere Jahrhunderte lang führte die Elite des christlichen Abendlandes Krieg um Israel, Krieg um Jerusalem und die Heiligen Stätten. Die Kreuzzüge bedeuteten schreckliche Gewalt für alle, die mit diesen Vertretern des christlichen Abendlandes zu tun bekamen. |
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Bei der Eroberung Jerusalems im ersten Kreuzzug gab es ein schreckliches Gemetzel an den Einwohnern. Das Blut floss durch die Stadt wie Wasser nach einem Wolkenbruch. Über all legen Leichen. Und die Eroberer plünderten ausgiebig, bevor sie in sauberen Kleidern Gott für diesen Sieg dankten. |
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Können Sie sich vorstellen, wie sehr es dem Reden von Gott schadet,
wenn Menschen unter der Parole »Gott will es« (das war der Slogan
der Kreuzfahrer) losziehen und so etwas anrichten?
Dann wird uns das nicht mehr belasten und wir können wiederganz unbefangen von dem reden, was Jesus für uns und die Menschen der ganzen Welt getan hat. |
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Lied: Ich kann nicht schweigen (aus: Feiert Jesus
2, 214) |
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