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Echt peinlich! |
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Besonderer Gottesdienst am 18. März 2001 |
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Ein Gottesdienst, in dem es so richtig ans Eingemachte geht: im Mittelpunkt stehen all die Situationen, in denen wir am liebsten in der Erde versinken möchten, unverhinderbar rot werden und uns fühlen wie Adam, als er zum ersten Mal merkte, daß er nackt war ... |
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Orgelvorspiel 1.Szene: Echt peinlich!
Begrüßung: Echt peinlich, wenn man gar nicht merkt, in welche Fettnäpfchen man tritt! Echt peinlich, wenn jemand bloßgestellt wird, und die anderen merken noch nicht mal, was sie da tun! Als die ersten Menschen aus der Verbundenheit mit Gott herausfielen, was war die erste Folge davon? Sie begannen, sich zu schämen. Deshalb auch heute wieder ganz bewusst am Anfang der Gruß: Gottes Friede sei mit euch allen! Wenn wir mit Gott im Reinen sind, dann brauchen wir keine Angst haben, dass wir uns ganz schrecklich blamieren, und wir müssen uns nicht fürchten vor dem Gefühl der Peinlichkeit, des Sich-Schämens. All die vielen Peinlichkeiten spiegeln ja wieder, dass im entscheidenden Verhältnis zu Gott etwas nicht stimmt. Und das ist das eigentlich Verbindende zwischen all den Situationen, in denen wir rote Ohren bekommen, wo wir am liebsten 5 Meter tief in der Erde versinken würden, wo wir uns unsterblich blamieren und wo wir uns vorkommen, als ob alle nur zu uns gucken und als ob wir mitten in einem Wald von geschüttelten Köpfen stehen. Die Bibel bringt das alles mit Nacktheit zusammen: ungeschützt den Blicken ausgesetzt zu sein, sich nicht verbergen können, das ist außerhalb des Paradieses eine schreckliche Vorstellung. Wir haben alle etwas zu verbergen. Und deshalb spricht man manche Themen eben nicht an, weil wir da besonders verletzlich sind: die körperlichen Mängel, Probleme und Hilfsmittel, die wir haben, das Geld, das wir haben oder das uns fehlt, die schwarzen Schafe in der Familie, Gelingen und Versagen in der Sexualität, ein unerfüllter Kinderwunsch oder auch ein Kind, das gerade nicht erwünscht war, berufliches Versagen oder andere Blamagen – wenn man etwas davon anspricht, dann wird es schnell peinlich, und wer da von einem Fettnäpfchen ins andere platscht, der macht sich nicht gerade beliebt. In der Bibel steht aber auch etwas davon, dass Gott die Sünde zudeckt, und dass auch wir barmherzig den Mantel der Liebe über Peinlichkeiten decken können. Das heißt nicht, dass wir die Abgründe im menschlichen Leben leugnen sollten. Aber es heißt, dass Gott uns das gnädige Geschenk der Privatsphäre macht. In der Paradieserzählung hören wir, dass Gott für Adam und Eva die erste Fellkleidung herstellt. Er hilft ihnen, mit dem Makel weiterzuleben. Und er begleitet auch weiterhin die Menschen, die sehr gut wissen, dass sie sich eigentlich schämen müssten. Im Neuen Testament ändert sich da etwas: der Makel wird überwunden. Das wird z.B. deutlich an der Person des Petrus, der von Jesus zum Jünger berufen wurde, der im entscheidenden Moment versagt, und dem Jesus trotzdem einen Neuanfang ermöglicht. Seine Chance bestand gerade darin, dass er sich geschämt hat – so merkte er zum Glück, was falsch war, und so wurde ein Neuanfang möglich. 2. Szene: Peinlich, Petrus (Teil 1) Lied: Herr, das Licht deiner Liebe
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Lesung (Johannes 21,7-17) |
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Glaubensbekenntnis 3. Szene: Peinlich, Petrus (Teil 2) Lied EG 19,1-4: Wir danken dir, Herr Jesu Christ 4. Szene: Peinlich, Petrus! (Teil 3) Lied: Ich lieb dich, Herr Predigt (den Text der Predigt finden Sie hier ...) Lied: Nähme ich Flügel der Morgenröte Abkündigungen Lied EG 365,1-8: Von Gott will ich nicht lassen Fürbittengebet Lied: Siehe, ich habe dir geboten |