Zu meiner Person

Lothar Gehnen

Mein Name ist Lothar Gehnen. Seit dem 1. Januar 2002 bin ich Gehörlosenseelsorger in der Hannoverschen Landeskirche.

Mein Aufgabenbereich

Die Gehörlosenseelsorge wird in unserer Landeskirche auf unterschiedliche Weise wahrgenommen. Es gibt zwei Hauptamtliche: Meine Kollegin, Pastorin Neukirch, ist für den östlichen Teil, ich selbst bin für den westlichen Teil der Landeskirche zuständig.

Die große Zahl der Gehörlosengemeinden und die Größe unserer Landeskirche setzt jedoch voraus, dass eine Reihe von Kollegen und Kolleginnen im Nebenamt mit uns in der Gehörlosen-Seelsorge tätig ist. Ohne sie wäre die Arbeit nicht möglich.

Das ev.-luth. Gehörlosenpfarramt im Westen Niedersachsens hat seinen Dienstsitz in Osnabrück. Es umfasst sechs Gehörlosengemeinden in Osnabrück, Rinteln, Stolzenau, Syke und Verden mit insgesamt etwa 400 Gemeindegliedern.

Meine Motivation

Viele hörende Menschen fragen mich: Wie sind Sie dazu gekommen, Gehörlosenpastor zu werden? Meine Antwort: Ich selbst hatte im Familienkreis und unter meinen Bekannten und Freunde keine gehörlosen oder schwerhörigen Menschen.

war ganz einfach: Als ich auf der Suche war nach einer neuen Aufgabe mit einer neuen Herausforderung, wurde ich von der Landessuperintendentin für den Sprengel Osnabrück, Frau Janssen-Reschke, gefragt: "Könnten Sie sich vorstellen, in der Gehörlosenseelsorge zu arbeiten?" Und in dem Moment, als sie die Frage stellte, hatte ich das Gefühl: "Das passt! Das klingt interessant! Das ist vielleicht sogar das, was ich gesucht habe!"

Dieses Gefühl ist bis heute geblieben: Das passt! Wie gut, dass ich am Anfang nicht gewusst habe, wie lang der Weg ist, um bei den gehörlosen Menschen anzukommen. Wie lange es brauche würde, ihre Sprache zu sprechen, und was noch viel schwieriger ist, zu verstehen!

Diese besondere Art der Seelsorge braucht eine besondere Aufmerksamkeit, ein besonderes Hinsehen und Hineinfühlen in die psychischen, sozialen und kulturellen Lebensbedingungen.