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Hier können Sie besondere
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Predigt im Gottesdienst zum Heiligabend 2008

zu Lukas 2, 1-14 (Pastor Hüncken)

 

Liebe Festgemeinde,

Im Bericht der Hubschraubermannschaft, die über dem weiten Katastro­phengebiet gekreist und pausenlos Versorgungsgüter abgeworfen hatte, hieß es: »Eine Landung durften wir einfach nicht wagen. Die fast verhun­gerten  und von Elend gezeichneten Menschen hätten unsere Vögel ge­stürmt und uns samt unserer Maschinen zerrissen.«

Ein sehr vernünftiger Entschluss. Nur so konnten die Hilfssendungen rationell verteilt und die größte Not beseitigt werden.

Hätte die Hubschraubermannschaft anders gehandelt – wäre sie gelandet -  wer weiß, vielleicht hätte sogar jemand die Idee gehabt, die Besatzungsmitglieder als Geiseln zu gebrauchen und mit ihrer Hilfe die entsendenden Staaten zu erpressen.

Nein, es war schon die vernünftigste Lösung, oben zu bleiben und hier und da die Hilfspakete einfach abzuwerfen.

 

Was wir heute feiern, ist die erkennbare Unvernunft Gottes.

Nichts anderes erzählt doch die Geschichte von der Geburt Jesu im Stall von  Bethlehem. Gott kam zu den Menschen. Er tat  genau das, was jedem rationellen Katastropheneinsatz ins Gesicht schlägt.

Und es geschah genau das, was die Rettungsmannschaft für sich befürchtet hatte:  

Die Menschen zerrissen Gott, weil sie von ihm mehr Freiheit von der  römischen Steuerpolitik wollten; weil die Frommen durch ihn mehr  reli­giöse Befriedigung wollten, weil die Masse der Menschen mehr Wunder für ihre Sensationsgierig haben wollte.

Wie konnte Gott nur so unvernünftig sein, mitten unter den  hungernden und von Elend gezeichneten Menschen zu »landen«.

Der Mensch gewordene Gott wurde zerrissen.

Dafür steht die andere Erzählung, in der Menschen in der Hauptstadt Jerusalem Jesus zujubelten: Hosianna, und später kreischen: Kreuziget ihn.

Sie sind enttäuscht, er hat nicht das gebracht, was sie wünschten und erhofften.

Dann lieber gar keinen als diesen Gott, dann lieber den fernen als den nahen.

Das Problem von damals zieht  sich durch die Geschichte des Mensch gewordenen Gottes  bis heute hin.

Seit seiner Landung wird er von Millionen und Milliarden von Menschen angegangen: Du hast uns deinen Sohn gegeben, wir können dir nicht gleichgültig sein!

Nimm dich unserer Katastrophen an: Nun gib uns, was wir brauchen.

Für die Enttäuschung und oftmals auch Verzweiflung steht das „Warum“

Warum hast du das geschehen lassen und bist nicht da gewesen – als Schutzengel, als geglaubter naher Gott.

Warum: Es ist so schwer auszuhalten, dass er, der Gekreuzigte, der den Tod ein für alle Mal besiegte und  der auferstand aus dem Reich des Todes – dass er dem Tod mit Leid und Vergänglichkeitserfahrung, mit Altern und Krankheit soviel Spielraum lässt.

Warum das Dunkel im Leben, wo es doch sonst hell sein könnte

Das Göttliche in Menschlichen bleibt anstößig, es schafft Widersprüche. Mehr,  als gäbe es Gott nicht. 

Gott – aus seiner Allmacht wurde eine Krippe, aus seiner ewigen Herrlichkeit ein Kreuz.

ein Krippen-Gott und zugleich ein gekreuzigter Gott. Er wird zerrissen, weil er den Menschen so nahe kommt.

 

Da mag es uns selbst  merkwürdig und irre erscheinen, wie groß dieses Fest seiner Menschwerdung gefeiert wird.

Nein, so wenig Gottes Nähe eine Lösung  der Krisen und Katastrophen des Lebens ist – so wenig kann dieses Fest als eine Antwort auf das Landen Gottes in unsere Welt verstanden werden.

Das Weihnachtsfest ist keine Antwort – es ist eben  kein Hosianna-Singen der jubelnden Christen-Massen.

Das Feiern seiner Geburt ist Teil der Begegnung mit dem gelandeten Gott und seinem unvernünftigen Handeln. .

Deshalb richtet auch Lukas den Blick stärker auf die Hirten als auf die Engel.

Dadurch bereitet er den Weg zur Begegnung mit Gott.

Hirte wurde man da­mals, wenn es zu einem »ordentlichen« Beruf nicht reichte oder gewisse Umstände nahelegten, für einige Zeit aus der Gesellschaft zu verschwin­den. Für die Hirten gehört die Nacht nicht nur zur Arbeitszeit, sondern zur Situation. Sie sind Menschen im Dunkeln, auch wenn die Sonne scheint.

Die »Klarheit des Herrn« leuchtete über sie.

Der Mensch gewordene Gott sucht die Begegnung offenbar weniger mit den Menschen, die im Rampenlicht stehen. Weil die vielleicht zu abgeklärt und zu sicher sind, um sich fürchten zu können. Und darum vielleicht auch zu ausgebrannt, um sich zu freuen. Menschen, die das Dunkle erfahren, sind sensibel für das Helle.

 

Die Lukas-Erzählung legt es nahe, zu glauben, dass es  zum Willen des nahen Gottes gehört, dass das Dunkel da ist und Menschen im Dunkeln wissen, dass Gott auf die Begegnung mit ihnen aus ist.

Gott erreicht damit, dass wir immer wieder wie die Hirten, in Bewegung gebracht werden.

Dass wir zwischen Furcht und Freude, zwischen Vertrauen und Angst suchen, der Oberflächlichkeit zu entkommen und nach dem zu suchen, was zählt.

Gerade durch das Dunkel im Leben werden wir dazu gebracht, dass wir uns auf den Weg machen, um »die Geschichte zu sehen, die da geschehen ist«.

 

Das ist ein Bewegung, die inmitten der Dunkelheiten, der Krisen und Katastrophen Hoffnung enthält, die Rettung bringt,  die Frieden schafft und eine Freude, die etwas von Ewigkeit in sich trägt – unabhängig von gegenwärtigen Umständen.

Wir gewinnen Unvergängliches, was uns leben lässt. 

Allerdings: Das Zeichen, das die Engel den Hirten an die Hand geben, ist kein eindeutiges Zeichen: Krippe und Windeln – das gibt es  allüberall. 

Damals wie heute gilt es, sich zu entscheiden, in wel­cher Gestalt einem Gott begegnet.

Beweise gibt es nicht. Irrtum ist eingeschlossen.

Der gelandete Gott ist Mensch geworden.

Irren ist Menschlich.

Das kann es auch im Glauben sein.

Hier stehen wir Christen mit unserem Weihnachtsfest  plötzlich im Dialog mit den Weltreligionen. 

Sie alle  suchen ihren Zugang zu dem einen Gott

Und sie bieten  ihre Religion an als ihren eigenen Weg.

Den anderen muss es merkwürdig vorkommen, dass unser Weg zu Gott  über Kreuz und Krippe geht.

Wo sich doch  der eine Gott gerade durch seine Göttlichkeit vom  Menschsein abhebt.

Und wir müssen den anderen eingestehen: In unserer Religion gibt es noch weniger Beweise als in anderen für diesen nahen Gott. In aller Bescheidenheit müssen wir bekennen: 

Unser Glaube ist nicht die eine Wahrheit, wie es manchmal scheint.

das Risiko des Irr­tums bleibt stets eingeschlossen.

Glaube ohne Risiko gibt es nicht -  Jedenfalls nicht unseren christlichen Glauben

So wenig wie Liebe ohne Vertrauen.

Wenn Weihnachten unter uns Christen so groß gefeiert wird – dann eben nicht als Demonstration der Wahrheit – sondern als großes Lichterzeichen: Wir wissen uns darauf angewiesen, dass Gott uns begegnet. Dass er aus uns „Menschen seines Wohlgefallens“ macht.

Liebe Festgemeinde,

Weil das Weihnachtsfest in diesem Kontext zu stehen kommt – deshalb gilt es umso mehr, dass wir uns bewegen lassen und dass wir unseren Glauben zu leben wagen.   

Das mag in der vor uns liegenden Zeit mit der Aussicht auf eine neue Dimension von Krisenerfahrung von umso größerer Bedeutung sein.

Die Dunkelheiten nehmen zu – es gilt umso mehr, nicht auf die Dunkelheit zu schimpfen, nicht mitzuschwimmen im großen Meer des Egoismus – aber auch nicht zu verzagen.

 

Im Glauben an den nahen Gott Vertrauen wagen,

indem wir zu erkennen geben:

Das unvernünftige Unternehmen Gottes geht weiter.

Die Bewegung, die seine Landung auslöste,   hält bis heute an.

Wir nehmen sie in uns auf  und geben sie weiter,

indem wir leben : Hoffnung und Vertrauen sind stärker als Ängste und Resignation,

Wir nehmen die Bewegung auf, die seine Landung auslöste, 

Indem wir danach handeln: Solidarität ist wirksamer als die einzelne  Spende. 

Wir nehmen die Bewegung auf, die Gottes Landung auslöste,

indem wir gemeinsam und deutlich zeigen:  Frieden und Gerechtigkeit sind uns wichtiger als Öl und Geld.

 

Deshalb feiern wir Weihnachten, weil wir in dieser Bewegung  ein großes Lichterzeichen für unsere Zukunft erfahren und es für andere setzen wollen: Gott ist gelandet.  Wir sind auf dem Weg, zu sehen die Geschichte, die uns der Herr kundgetan hat. Amen

 

 

Heino Hüncken

Pastor in Hambergen

Mail: heino.huencken@evlka.de

 

 

 

 

Predigt vom 13. Mai 2007

Pastor Heino Hüncken

 

Liebe Gottesdienst-Gemeinde,

CrearTour –

Das ist ein zusammengesetztes Wort:
Aus Creativ – für das Künstlerische, das an diesem Wochenende  in unserer Samtgemeinde ausgestellt wird und zu betrachten ist.

Dazu der zweite Begriff:  Tour.  Es gibt 25 Stationen, die auf der Tour besucht werden können

25 Stationen, an denen Künstlerinnen  und Künstler ihre Werke ausstellen.

Erstmals gehört auch unsere Kirche zu diesem Raum der offenen Tür im Rahmen der Creatour.

 

Und hier in der Kirche hören wir bei dem Wort  eben auch das ganz andere mit:
Kreartur – das Wort steht für Tiere und Pflanzen, es steht für Geschaffenes, für etwas, was aus der Kreativität Gottes entsprungen ist.

So, wie es in der ersten Schöpfungserzählung der Bibel                                                                                                                                    in der Reihe der 6 Schöpfungstage aufgezählt wird.

Vom Licht am ersten Tag bis zum  letzten Tag – bis zum Menschen.

 

Kreartur – dazu gehört die Mariendistel.

Diese Pflanze hat Frau Kolberg mit ihren Bildern ins rechte Licht gerückt.

Eine Distel – ein lästiges Unkraut für jeden Gartenbesitzer.

Eine Jahrtausend alte Heilpflanze – die in ihren Garten geweht wurde.

Eine Kreatur, die so vieles widerspiegelt  von  der Kreativität des Schöpfers, mitsamt seiner Zuwendung zu uns Menschen.

Das eine wie das andere ist in besonderer Weise wiederzuentdecken in der Samenkapsel der Mariendistel. Sie sieht aus wie eine Dornenkrone.

Als Christen hören wir sofort:
Die Schöpfung Gottes leidet an vielen Stellen, wie Christus als der Sohn des Schöpfers  unter der Dornenkrone vor seinem Tod am Kreuz litt.

Die Schöpfung braucht unser Mitgefühl!

Zugleich hören und sehen wir in dieser Kreatur: Mit diesem Leiden Jesu hat Gott uns von Sünden erlöst. Im Vertrauen zum Leiden und sterben Jesu finden wir zurück zu unserer ursprünglichen Ebenbildlichkeit Gottes: Wir sind erlöst, befreit.

Wir finden in unserer Erlösung die Kraft, auch die Schöpfung von den Fesseln des Leidens zu befreien.

 

Auf diesem zweiten Bild sehen wir:
Die Pflanze wiegt sich im Wind -

Sie hat etwas von der Form eines Regenbogens angenommen –

Beschützend, wie das Wort aus der anderen Urgeschichte von der Sintflut sagt: Uneingeschränkt steht der Wille Gottes über seiner Schöpfung, sie zu behüten und zu bewahren.

In dem so geschaffenen lichtvollen Hoffnungsraum,  den die Mariendistel  unter diesem Bogen schafft,  sind Frauen zu sehen.

Leicht angedeutet, aber doch als solche zu erkennen.

Frauen.

Sie kommen in der von Männern geprägten Gesellschaft, in der die Texte der  Bibel entstanden, schlecht weg.

Sie tauchen äußerst selten mit ihren Taten oder ihren Namen auf.

Sowohl in der Bibel, als auch später in der Geschichte der Kirche.

Wir wissen das alle und hören diese Kritik von Frau Kolberg mit:

Auch wenn von der katholischen Kirche  Maria als Mutter Jesu erhöht und glorifiziert wird, bleibt die Gleichberechtigung auf der Strecke.  Und wir sehen es gegenwärtig auch an dem Friedensprozess in Nordirland:
Die beiden ehemaligen Feinden, der protestantische Vertreter und der katholische Vertreter  reichen sich die Hände, um das Land nun in Frieden zu regieren.

Das ist wunderbar!

Aber es waren zwei Frauen – Mairied Corrigan und Betty Williams aus dem katholischen und protestantischen Lager, die  über Jahre hinweg ökumenische Friedensmärsche  organisierten.

Die den Friedenprozess in Gang gesetzt und ermöglicht haben.

Frauen gehen unter.

 

Hier unter der Mariendistel treten die Frauen sichtbar hervor.

So wie der Wert alles Geschaffenen in der Distel spürbar wird, so  auch alles Geschaffene in dem Bild der Frau.

Ins rechte Licht gerückt, damit der Mensch – Frau wie Mann zurückfindet zu dem, was er nach Gottes Willen vor allem anderen als seine Kreatur ist: Sein Ebenbild.

Erlöste, befreite Kreatur.

Der Mensch – die Frau : Kreatur – Ebenbild des Schöpfergottes.

Der Mensch – der Mann – Kreatur – Ebenbild des Schöpfergottes.

Nur eben: Die Ebenbildlichkeit existiert nur gemeinsam, in der von Gott gewollten Vielfalt und Unterschiedlichkeit

Das macht Gottes Schöpfung aus.
Was so unterschiedlich ist, das gehört zusammen.

Frau und Mann,

Mensch und Tier,  Mensch, Tier Pflanze, Kinder und Erwachsene.

Alles zusammen ist erst Kreatur: Von Gott Geschaffenes.

Darin erfährt der Mensch den beglückenden Reichtum der Schöpfung Gottes.

Unser Leben ist eingebettet in diese wunderbaren Zusammenhänge der Schöpfung.

Unter dem Regenbogen, unter der Verheißung, dass alles bewahrt werden soll, durch die und den, die mit der Ebenbildlichkeit Gottes ausgestattet worden sind.

Im Umgang mit der Schöpfung sind wir gefordert wie Mütter und Väter im Miteinander mit ihren kleinen Kindern.

Was zu allererst zählt ist die Liebe.

Und aus ihr heraus gilt zu tun, was dem Kind zu einer gesunden Entwicklung verhilft.

Auch in diesem Miteinander ist der Mensch in seiner göttlichen Ebenbildlichkeit gefordert.

Erwachsene, wie Mütter und Väter und Paten, aber auch wir als Wegbegleiter der Kinder, nehmen die kleine, die liebesbedürftigen hinein in den Zusammenhang der Schöpfung.

Sie bekommen  das Gefühl vermittelt, Kreaturen zu sein – Geschaffenes, göttliches Geschenk -  schon mit Gottes Ebenbildlichkeit ausgestattet, aber  noch in ihrer  Empfindsamkeit, in ihrer  Verletzlichkeit, so, wie Frau Kolberg die Verletzlichkeit dargestellt  mit der Nacktheit der Frauen und ihrer Körper.

Die Kinder fordern uns in besonderer Weise zu diesem sensiblen Umgang heraus:

Die Schöpfung zu behüten und zu  bewahren.

 

Alles gehört in dieser Kreatürlichkeit zusammen.

Das ist der Schatz, der uns als Kreaturen so reich macht.

Und schließlich  auch das gehört dazu
Der letzte Schöpfungstag, der Tag mit der Ruhe des Schöpfergottes.

Gerade dieser Abschluss der Schöpfungserzählung zeigt an, dass die ganze Schöpfung etwas Göttliches in sich trägt.

Etwas Heiliges, dem Menschen nicht Verfügbares, etwas Geheimnisvolles.

Gott ruhte am Ende.

Es ist die Ruhe, in der er seine Schöpfung loslässt – eben wie ein liebender Vater, wie eine liebende Mutter, die  ihre Kinder loslassen, dass sie eigene Wege gehen.

Zu dieser Ruhe gehört die Bestätigung: Siehe es war ALLES gut.

Gott ruhte am letzten Tag.

 

 

 

Pastor Ulrich Marahrens

Diamantene Konfirmation 5.11.2006 in Hambergen

Text: Jer. 29,1+4-7+10-14

 

1 Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte

4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu den Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen:

5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte;

6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet.

7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's auch euch wohl.

10 Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe.

11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.

12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten und ich will euch erhören.

13 Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,

14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen.

Königsberg, Swinemünde, Marienwerder, Danzig, man muss nicht in Erdkunde bewandert sein, um diese Ortsnamen zu kennen. In unserem Kirchenbuch des Konfirmationsjahrgangs 1946 fand ich sie unter den Geburtsorten der Mädchen und Jungen. Viele von ihnen waren wohl mit den Flüchtlingstransporten im Februar, März und am Ostersonntag des Jahres zuvor hierher nach Hambergen gekommen. An einem Tag wie heute werden Erinnerungen wieder neu lebendig. Da gab es auch die Vikarin Fräulein Vogel aus Tilsit, die damals den Konfirmandenunterricht der Flüchtlingskinder übernahm.

Wie mögen Ihre Erfahrungen damals gewesen sein, als Sie den Ort Ihrer Kindheit hinter sich ließen und auf teilweise abenteuerlichen Wegen hierher gelangten? War es wohl gleich vorstellbar, hier neu Wurzeln schlagen zu können oder es überhaupt zu wollen? Nicht überall werden Sie sich willkommen gefühlt haben. Reibungslos kann es wohl kaum laufen, wenn so viele auf einmal Lebensraum beanspruchen; wenn der Platz in der Schule nicht mehr ausreicht und eine Klasse im Konfirmandensaal der Kirchengemeinde untergebracht werden muss; wenn Lehrer entlassen werden aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit und durch neue Lehrkräfte ersetzt werden.

 

In unserem heutigen Predigttext finde ich manch eine Parallele zu der Geschichte nicht nur unseres Ortes in der damaligen Zeit. Es ist ein Teil eines Briefes, geschrieben vom Propheten Jeremia an die Menschen, die aus ihrer Heimat Jerusalem nach Babylon vertrieben worden waren. Kein Wunder, dass sie fragen: Wo ist nun unser Gott? Lassen Sie sich erinnern, wenn ich einige Sätze daraus nochmals lese:

Lesung: V.4-7

 

Damals der Aufruf: Richtet euch ein in einer zunächst fremden Umgebung. Klammert euch nicht an die Hoffnung einer baldigen Rückkehr. Lasst es euch und den Menschen um euch zum Besten werden und sucht die Gemeinschaft. Und für die Ortsansässigen bedeutet das: Gebt den Hinzukommenden Raum unter euch. Es gibt Dörfer, wo heute noch manchmal zu hören ist: Es hat uns auch ganz gut getan, dass wir nicht so unter uns geblieben sind; dass „frisches Blut“ hineingekommen ist.

 

Welche Bedeutung mag es damals vor 60 Jahren für Sie gehabt haben, in einer für Sie noch fremden Gemeinde konfirmiert zu werden; verantwortliches Mitglied dieser christlichen Gemeinschaft zu werden; den Segen Gottes für den weiteren Weg zugesprochen zu bekommen? Viele sind hier geblieben, andere sind weitergezogen, schon bald oder später als Erwachsene. Hier und anderswo, bis hin nach Nürnberg, haben Sie Lebensorte für sich und Ihre Familien gefunden.

 

Der Prophet möchte damals Mut machen, seinen Platz in der Gemeinschaft zu suchen. Und heute feiern Sie wieder Gottesdienst in unserer schönen Kirche, die sich seit damals deutlich verändert hat. Nicht nur dieses Gebäude, sondern auch das Umfeld und die Arbeit in der Gemeinde. Jahrzehnte nach Ihrer Konfirmation (1989) wird das neue Gemeindehaus hier neben der Kirche eingeweiht. Als Leitwort finden wir darin eben diesen Satz: „Bemüht euch um das Wohl des Landes.“, anknüpfend an den Abschnitt aus dem Buch Jesaja.

 

Ja, auf diesem Weg sind wir nicht nur in unserer St. Cosmae- und Damiani – Gemeinde. Wir suchen immer wieder neu unseren Platz in sich verändernden Zeiten und wirken immer nicht zu unserer eigenen Sicherung, sondern zum Wohl der Allgemeinheit. „Bürger in Uniform“, diese Kennzeichnung für Soldaten der Bundeswehr lässt sich für uns abwandeln als „Bürger und Bürgerinnen in der Nachfolge Jesu“. Was uns verbindet, ist das feste Vertrauen und der Glaube, dass Gott Frieden und nicht Leid für uns als seine Kinder möchte.

 

Lied: 395,1-3 Vertraut den neuen Wegen

 

 

 

Neujahr - 1.Januar 2005 – Joh. 14, 1-6:

 

Liebe Gemeinde,

nun mussten wir ein altes Jahr bereits zum zweiten Mal mit einer ungeheuren Naturkatastrophe abschließen. Letztes Jahre am 2. Weihnachtstag das furchtbare Erdbeben in Bam im Iran .Jetzt dieses Seebeben in Südostasien.

Vom Ausmaß her  das Schrecklichste, das ich persönlich neben dem Gau im Tschernobylreaktor 1986 erlebt habe.

Die Höhe der Spenden lässt vermuten, dass viele Menschen genauso wie wir als Kirchengemeinde sofort  versucht haben zu helfen.

Die Katastrophe lässt  uns  ein Stück nachdenklicher in das Neue Jahr gehen. Mit dieser Nachdenklichkeit brechen wir heute auf in das neue Jahr wie zu einer Reise in ein unbekanntes, fernes Land.

Die Naturkatastrophe  wie auch verschiedene Lebenserfahrungen verbinden die Nachdenklichkeit  vielleicht mit einem Anflug von Furcht beim Reiseantritt heute.

Und manch ein Schatten der Gegenwart – wie Krankheit, Leiden lieber Freunde, Arbeitslosigkeit in der Familie  verstärkt die bange Frage: Was wird wohl werden?
Mit dieser Zukunftsfrage  sind wir bei dem heutigen Predigttext gut aufgehoben.

 

Jesus sagt: Euer Herz erschrecke nicht.......

Jesus geht den Seinen  voran. Sie  dürfen ihm folgen.

Das ist für den Weg in ein unbekanntes Land eine gute  Voraussetzung.

In Verbindung mit Jesus dürfen wir uns darauf verlassen: Was auch kommt: In unserem Vertrauen zu ihm wird uns das gute Gefühl  von Sicherheit und Geborgenheit begleiten.

Darin steckt soviel Trost, dass dieser Text auch zu den Texten für Beerdigungen gehört.

Ob dieser Trost den Opfern der Katastrophe hilft?

Wir sehen die verzweifelten Menschen, die nach ihren Kindern, Müttern oder Vätern suchen. Sie werden sie nicht finden.

Welche Verletzung bleibt in der Seele.

Ich denke mir: In der gegenwärtigen Verzweiflung ist Hilfe viel wichtiger als Trost.

Aber vielleicht später, bei all den Fragen, die kommen, die bleiben, die von nun an das Leben der Hinterbliebenen insgesamt nachdenklicher machen.

Ja, da mag es schon ein Trost sein zu wissen: Die Vorausgegangenen sind zuhause.

Hinterbliebene finde Halt in diesem Wort Jesu.

 

Diesem Wunsch nach etwas zum Festhalten entspricht  die Reaktion des Jüngers Thomas.

Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst – und woher sollen wir den Weg kennen?

Mit seiner Antwort weist Jesus zurück auf seine Person.

Ich bin der Weg, die Wahrheit, das Leben.

Was er als Hoffnung und Ermutigung anbietet  ist eben nicht ein fixe Idee oder eine Perspektive aus dem Bereich der Spekulation.

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

 

Jesu Antwort bringt die Zukunft in einen engen Zusammenhang mit ihm:
Wer seine Fragen, seine Ängste, seine Zukunftswünsche und Hoffnungen mit Jesu Worten verbindet, der darf auf besondere Reise-erfahrungen hoffen: Jesus selbst ist der Reisebegleiter.

Er bittet, ihm in das unbekannte Land zu folgen und ihm dabei zu vertrauen.

 

Jesus sagt: Er selbst – der Weg:
In der Nähe Jesu wird sich unser Leben im neuen Jahr verändern.

Manches von diesen Veränderungen haben wir selbst in der Hand.

Und es gibt vermutlich für  uns alle verschiedene Möglichkeiten, diese Entwicklung selber zu steuern.

Das neue Jahr - Eine   Wegstrecke  mit neuen Chancen.

Wir dürfen uns darauf freuen.

Mir selbst scheint eine Aufgabe besonders wichtig.

Wir haben sie im Abendmahlsgottesdienst am Gründonnerstag  entfaltet und reflektiert:

Wir wollen lernen, abschiedlich zu leben.

Wir wollen lernen, zu  bejahen, dass Abschiede zum Lebensweg dazu gehören.

mit Abschieden leben lernen.

Die kleinen wie die großen Abschiede  gestalten - so dass es uns selbst  und anderen gut tut, Abschied zu nehmen: Zum Beispiel dann, wenn ein Mensch uns durch den Tod genommen wird, wenn wir den Verlust unserer Gesundheit  beklagen müssen, wenn wir Aufgaben aufgeben, weil wir die Kräfte nicht mehr haben.

Zum abschiedlichen  Leben in Jesu Spur gehört auch das bewusste Mitgefühl mit den Opfern der Katastrophe.

Jesus  als unser Reisebegleiter führt uns immer auch zu den Menschen, die Opfer sind.

Stellvertretend für die Opfer jeder Katastrophe hat er das Gleichnis vom barmherzigen Samariter erzählt.

Jesus macht uns zu den Nächsten von Opfern, die am Wegesrand liegen.

Durch uns wird es für sie menschlicher, durch uns wird ihnen geholfen - auch wenn die globale Hilfe  über Spenden und  unter anderem über den Einsatz des Diakonischen Werkes  geht.

Jesus der Weg.

Jesus selbst die Wahrheit:

Die Wahrheit auf dem Weg durch das neue Jahr?

Wir müssen wohl  verstehen lernen, dass ein Jahr immer eine überschaubare Wegstrecke unseres Weges  zum Älterwerden ist.

Altsein kann für uns selbst und für andere anstrengend, ja zermürbend sein, wenn wir es nicht lernen, die Wahrheit anzunehmen:

Vor allem die Wahrheit, uns selbst mit  unserem bisherigen Lebensweg  zu akzeptieren – auch mit dem, was spürbar weniger geworden ist.

In Bremen  werden die Bremer des Jahres gesucht und in der Zeitung vorgestellt.

Wie viele  Ältere tauchen da auf, die sich ehrenamtliche engagieren.

Ich denke, das steht uns Christen gut an und schafft die Möglichkeit zum sinnvollen Leben, wenn wir dieses ehrenamtliche Engagement mit einbeziehen.

Ich bin die Wahrheit – sagt Jesus – er schafft den Freiraum, wahrhaftig sein zu dürfen, zu mögen.

Ein Jahr ist die Wegstrecke, auf der wir uns diese Wahrhaftigkeit aneignen, zueigen machen können.

 

Und schließlich:

Jesus selbst das Leben :

Das Vertrauen zu Jesus schafft Leben – Lebendigkeit, Gesundheit als Grundlage des  Lebens.

Für das neue Jahr wünsche ich mir für uns Christen, dass wir etwas gegen die um sich greifende Volkskrankheit tun. Gegen die Volkskrankheit Geiz.

Wir mögen uns besinnen, was wir an nicht-materiellen Reichtümern besitzen.

Die Nachfolger Jesu mögen sich dadurch von anderen unterscheiden, dass sie großherzig bleiben in ihren Gedanken an Not leidende, hilfsbedürftige Menschen,.

Nachfolger Jesu mögen gesund sein durch ihre Bereitschaft, die Nächstenliebe ganz oben auf uns Reisegepäck zu legen.

 

Wir begeben uns auf die Reise. Wir starten.

Die Nachdenklichkeit ist mit dabei. Das ist gut so.

Aber vor allem, der verlässliche gute Reiseleiter ist dabei.

Wir dürfen ihm vertrauen.

Dem Weg, der Wahrheit und dem Leben.

So wird die Wegstrecke  sein Jahr  sein: ein Jahr des Herrn.

Anno Domini.

Pastor Heino Hüncken

 

 

7.November 2004:

Das Diamantene Konfirmationsjubiläum ist in Hambergen inzwischen ein Festtag mit Tradition, neben dem Goldenen und dem Silbernen Jubiläum, jeweils am ersten Sonntag im November. In diesem Jahr stand dabei der Gottesdienst zugleich im Zeichen der FriedensDekade unter dem Motto „Recht ströme wie Wasser“.

 

Pastor Ulrich Marahrens hielt die Predigt über den Text zu diesem Sonntag aus der Reihe der Friedensgebete: Gen. 9,12-13

 

„Welche Bilder mögen Sie, liebe Konfirmationsjubilare, besonders vor Augen haben an einem Tag wie heute? Welche Erinnerungen werden lebendig an Ihre Konfirmandenzeit vor 60 Jahren? Durch die Aufzeichnungen in der Gemeindechronik zieht sich 1944 eine blutige Spur, die der Krieg in unserer Umgebung gelegt hat. Mehrmals wurden Personenzüge auf der Strecke zwischen Osterholz-Scharmbeck und Lübberstedt von Flugzeugen aus bombardiert. Oder Vieh wurde auf den Weiden durch Beschuss aus der Luft getötet. Häuser wurden in Schutt und Asche gelegt.

 

Die Bedrohung mag auch hier auf dem Lande tagtäglich greifbar gewesen sein, wenn die Bevölkerung mit einemmal mitten im Alltag durch die Sirenen in die Bunker gerufen wurde.

 

1944 – das war auch das Jahr des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli vier Monate nach Ihrer Konfirmation. Ob Sie sich wohl als Jugendliche für solche Nachrichten interessiert haben mögen? Jedenfalls waren diese Ereignisse wie auch die spätere Hinrichtung der Männer, die das Attentat geplant hatten – einige von ihnen Männer der Kirche – nicht dazu angetan, die Aussichten auf ein baldiges Ende des Krieges zu stärken.

 

Ob Sie als Kinder damals wohl mit besonderer Freude zum Himmel gesehen haben, wenn sich dort an einem Tag mit dem besonderen Mix von Regen und Sonnenschein am Horizont ein Regenbogen zeigte. Ob Sie sich wohl auf den Weg dorthin gemacht haben, wo dieser bunte Himmelsbogen unten auf die Erde traf. Ein Schatz soll dort ja zu finden sein. Ja, zu allen Zeiten hat sich die besondere Faszination dieses Lichtphänomens erhalten, zu allen Zeiten ist es ein zauberhaftes Bild von besonderem Reiz geblieben, wenn sich ein Regenbogen über die Landschaft spannt.

 

Es mag sein, dass Ihnen damals auch die biblische Geschichte von Noah und seiner Arche begegnet ist, die mit diesem Zeichen des Regenbogens ihr versöhnliches Ende findet. Nach aller Zerstörung, nach der verheerenden Katastrophe, in der Gott den Menschen als der strafende Richter begegnet, nun dieses Zeichen der Versöhnung, ein Mahnmal sozusagen für den letztlich doch guten, bewahrenden Willen Gottes zugunsten seiner Schöpfung.

 

Die Andachten zur FriedensDekade möchten uns heute dieses Bild vor Augen stellen: „Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen. Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.“ (1. Mose 9,12-13)

 

Ein Friedenszeichen, ich stelle mir vor, nach 5 Jahren Krieg werden sich bei Ihrer Konfirmation am Sonntag vor Ostern 1944 viele danach gesehnt haben. Heute möchte dieses Naturereignis für uns als ein solches Friedenszeichen hinter oder über all unseren Erinnerungen stehen. Es ist schon denkwürdig und erschreckend, wenn nach mehreren Jahrzehnten im Blick auf unsere Welt auch in unseren Breiten sich wieder neu die Angst vor dem Gespenst des Krieges breit machen möchte.

 

Doch Vernichtung und Tod soll nach Gottes Willen nicht das letzte Wort über seine Schöpfung haben. Sein letztes Wort ist die Zusage: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Wie gut ist es doch, sich unter solche Verheißung gestellt zu wissen, gegen alle Angst. Gott hat einen Bund mit uns Menschen geschlossen, mit dem er verspricht, dass nach seinem Willen niemand aus solcher Verheißung herausfallen wird.

 

Daran möchten wir uns in dieser FriedensDekade gemeinsam mit vielen Gemeinden und christlichen Gruppierungen erinnern lassen. Und damals vor 60 Jahren haben Sie sich mitten in einer bedrohten Zeit in diesen Bund hineinstellen lassen. Ein Bund, der Geltung gehabt hat für alle bisherigen und für alle kommenden Generationen. In Jesus aus Nazareth hat dieser Bund greifbar Gestalt angenommen.

 

„Stimmt es, Gott, dass du den Regenbogen als Zeichen des Friedens zwischen die Menschen gesetzt hast?“, schreibt Dom Helder Camarra zu der Geschichte von Noah und der Sintflut. Und er fährt fort: „Dann schaffe doch am Himmel ein mächtiges Zeichen, das die Gewissen der Völker erschüttert, dass sie sehen, Kriege sind ein Irrtum.“

 

Doch, es stimmt, wer den Regenbogen nicht übersieht, wer den Friedenszeichen nachgeht, den Zeichen der Versöhnung und Gerechtigkeit, wird einen Schatz entdecken können, der Hoffnung macht und ermutigt, selber zu Boten des Friedens zu werden.“

 

Ulrich Marahrens, Bahnhofstr. 2, 27729 Hambergen

eMail: Ulrich.Marahrens@evlka.de   

 

 

 

 

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