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Das Riesengebirge
- ein Reisebericht -
Begegnung mit Bischof Johannesdotter
in Krakau /Krakow
Es war uns
nicht bekannt – geschweige denn geplant: Auf unserer diesjährigen Reise
trafen wir in der Königsstadt Krakau auf das Weltfriedensgebet. Vertreter
aller Weltreligionen waren dabei. Als Vertreter der deutschen Lutheraner trafen
wir beim Frühstück in unserem Hotel Bischof
Jürgen Johannesdotter, unseren
ehemaligen Landessuper-intendenten. Wir haben das gemeinsame Friedensgebet als
Gottesdienst in der Marienkirche mitgefeiert.
Als wir die
Reise antraten, sagte eine Teilnehmerin: „Ich freue mich riesig auf das
Riesengebirge“. Mit der Reisegruppe insgesamt konnte sie bei der Rückfahrt
sagen: “Wir haben viel mehr gesehen, als wir gedacht hatten!“
Und so
klang die Rückmeldung in einzelnen Äußerungen: „Krakau war eine wunderschöne Stadt mit
den vielen Sehenswürdigkeiten und den fröhlichen jungen Menschen. Gern haben
wir uns die polnischen Spezialitäten schmecken lassen.
Rübezahl
hat uns mit seinem Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir konnten
den Lift zur Schneekoppe nicht benutzen. Wir sind aber reichlich
entschädigt worden. Zum Beispiel mit dem Konzert „Vier Jahreszeiten“ in der
Gnadenkirche Hirschberg / Jelenia Gora.
Von
konkreter Friedensarbeit konnten wir uns in Kreisau überzeugen: Der Gutshof
von Graf von Moltke ist zu einer Begegnungsstätte für polnische und
deutsche Jugendliche eingerichtet
worden. Wir haben ihnen über die Schultern geschaut. –
Ein Besuch
in der Hohen Tatra hat uns schwer beeindruckt. Die Kutschfahrt durch Zakopane
hat uns begeistert.
Der Reiseführer
Jan begleitete uns bei der Tagesfahrt durchs Glazer Bergland.
Der Kurpark
in Kudowa war wunderschön. Albendorf sollte Jerusalem gleichen. Der Ausblick
von der Festung Glatz war grandios, die Harmonie in der Gruppe war wie
immer famos.
Heino Hüncken, Leiter der Reise
Pressemitteilung:
SIEBZIG JAHRE NACH DEM AUSBRUCH DES ZWEITEN WELTKRIEGS. RELIGIONEN UND
KULTUREN IM DIALOG. - Der Geist von Assisi in Krakau
vom 6. - 8. September 2009
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6. - 8. September
2009
Oberhäupter der Weltreligionen, Staatsoberhäupter und Vertreter der Kultur
werden auf Einladung der Gemeinschaft Sant'Egidio und von Kardinal
Stanislaw Dziwisz vom 6. - 8. September in Krakau zusammen kommen.
Der "Geist von Assisi" kehrt nach Polen zurück in die Stadt, in
der Johannes Paul II. seine kulturelle, menschliche und spirituelle Prägung
erfuhr.
Die Oberhäupter der großen Religionen begegnen sich an einem Kreuzungspunkt
der europäischen Geschichte. Sie werden zu einer Pilgerreise zum
Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau aufbrechen, die im Hinblick auf die
Zahl und die Bedeutung der Teilnehmer einzigartig sein wird. Damit soll ein
Zeichen der Versöhnung und des Friedens gesetzt und die radikale
Ablehnung von Gewalt und Krieg als Mittel zur Lösung internationaler
Konflikte zum Ausdruck gebracht werden.
Das Treffen bietet eine besondere Gelegenheit, in der Stadt, in der
Johannes Paul II. die dramatischen Kriegsjahre verbrachte und durch die
Bekanntschaft mit einem jüdischen Freund die Erfahrung des Dialogs erlebte,
auf über zwanzig Jahre eines von ihm initiierten Dialogs zurückzublicken.
Wahrscheinlich waren gerade seine Jahre in Krakau grundlegend für die
Intuition und den Traum, der im historischen Weltgebetstag für den Frieden
am 27. Oktober 1986 in Assisi Wirklichkeit wurde. Alle Religionen der Erde
waren eingeladen, Gott anzurufen und ihn um Frieden für eine Welt zu
bitten, die durch tiefe Wunden der Spaltungen und Kriege gezeichnet war.
Das Gedenken an
den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren und an den Fall der
Berliner Mauer und der kommunistischen Regime in Osteuropa vor 20 Jahren
sind der Grund für die Einladung von Kardinal Stanislaw Dziwisz, des
Erzbischofs von Krakau, und der Gemeinschaft Sant'Egidio, den Geist von
Assisi in Krakau zu leben und in die Welt hinauszutragen.
In den schwierigen
Zeiten der Wirtschaftskrisen und regionaler Konflikte, die die Menschen
unserer Zeit verunsichern, verängstigen und entwurzeln, werden die
Religionen im Dialog die spirituellen Energien für eine Welt finden, die
ohne Visionen und somit auch ohne Zukunft ist.
Neben Kardinal
Dziwisz werden über zehn Kardinäle an dem Treffen teilnehmen, u.a. die
Kardinäle Rylko, Sandri, Sepe, Sistach, Poupard, Glemp, Macharski,
Shirayanagi, Mc.Carrick und der griechisch-melkitische Patriarch von
Antiochien, Gregorios III. Laham. Die orthodoxen und altorientalischen
Kirchen sind zahlreich vertreten: Unter ihnen werden zwei Zeugen für das
Leid im Nahen Osten und in Afrika erwartet, Seine Heiligkeit Karekine II.,
Oberster Patriarch und Katholikos aller Armenier, und Seine Heiligkeit
Abuna Paulos, der Patriarch der Orthodoxen Kirche Äthiopiens, der sieben
Jahre im Gefängnis verbrachte. Es wird auch der Gastgeber des letzten
interreligiösen Treffens anwesend sein, Seine Seligkeit Chrysostomos II.,
der Erzbischof von Neo Justiniana und ganz Zypern.
Zahlreich ist
auch die Beteiligung der christlichen Gemeinschaften aus vielen Teilen der
Welt sowie der internationalen christlichen Organisationen und der
Vertreter der Weltreligionen. Neben Dr. Ishmael Noko, dem Generalsekretär
des Lutherischen Weltbundes, nehmen auch der Oberrabbiner von Israel, Yona
Metzger, und Shear-Yashuv Cohen, der Oberrabbiner von Haifa teil, sowie
wichtige islamische Vertreter aus Indonesien, Indien, Ägypten, Marokko, der
Türkei, dem Libanon, der Elfenbeinküste und aus Katar wie auch zahlreiche
bedeutende Vertreter des Buddhismus und des Hinduismus.
Zudem werden zahlreiche internationale Vertreter und Staatsoberhäupter von
Zypern bis Costa Rica, von Albanien bis Osttimor, von Polen bis Uganda
anwesend sein. Dies ist ein weiteres wichtiges Zeichen in einer
multipolaren Welt.
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