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Synode der Landeskirche

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27.11.: Synodenwort zur Kernenergienutzung und Endlagerstandortsuche 

Quelle: www.evlka.de

Christa Dierks aus Göhrde

Die Landessynode hat bei ihrer Tagung am Freitag, 27. November 2009 mehrheitlich ein Wort zur weiteren Kernenergienutzung und Endlagerstandortsuche verabschiedet. In dem Bericht, eingebracht von Christa Dierks (Göhrde) aus dem Umwelt- und Bauausschuss, bedauern die Synodalen, dass die neue Bundesregierung die Laufzeiten von Kernkraftwerken verlängern und den Salzstock in Gorleben alternativlos weiter erkunden will.

Die Landessynode hält die Atomtechnologie für zu risikoreich und akzeptiert sie auch nicht als Brückentechnologie, zumal es für den bereits jetzt angefallenen radioaktiven Abfall keine sichere Entsorgung gibt.

Eine weitere Erkundung des Salzstockes Gorleben hält die Synode für nicht verantwortbar, weil es keine transparenten Sicherheitskriterien gibt, alternative Standorte nicht in den Blick genommen werden und Bürger nicht auf breiter Basis beteiligt wurden.

Diese - international vielfach bei Fachleuten anerkannten - Kriterien unterstrich in der Debatte der geistliche Vizepräsident im Landeskirchenamt, Arend de Vries.

Die Landessynode schließt sich dem Beschluss des Kirchenkreistages Lüchow-Dannenberg vom 3. November 2009 an. Sie empfände eine Enteignung von Land aus Kirchen- und Kapellengemeindebesitz mit den dazu gehörenden Salzrechten als „außerordentlich belastend“.

Vor der Abstimmung hatte einige Synodale Bedenken angemeldet, ob konkret die Bundesregierung und der Koaltionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP im Beschluss benannt werden sollten.
Veränderungen im Text wurden letztlich verworfen.

Hier der Text im Wortlaut zum Download.


27.11.: Synode - Konfirmandenarbeit steht vor Perspektivwechsel 

OLKRn Dr. Kerstin Gäfgen-Track

Die Konfirmandenarbeit steht nach einem Zwischenbericht des Landeskirchenamtes vor einem notwendigen Perspektivwechsel: es gehe um die konsequente Orientierung an Situation, Themen und Fragen der Jugendlichen. Zudem sollte die Lebens- und Alltagsrelevanz des christlichen Glaubens im Vordergrund stehen.

Der Bericht, den am Freitag, 27. November 2009, die zuständige Dezernentin, Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen Track vortrug, benennt vier Herausforderungen:
 Konfirmandenarbeit als Bildungsarbeit,
 Bedeutung der Ehrenamtlichen,
 Vernetzung mit der Jugendarbeit,
 Konfirmanden ansprechende Gottesdienste.
Künftig sei die Konfirmandenarbeit nicht von einem zu wissenden Lernstoff her, sondern vielmehr auf die Jugendlichen hin zu konzipieren.

Ziel des kirchlichen Unterrichts als Bildungsarbeit sei die eigenständige Bejahung des christlichen Glaubens. Bildung sei dabei nicht nur kognitiv zu verstehen, es gehe um „Kopf, Herz und Hand“. Dazu gehöre der Erwerb von Wissen, Jugendliche sollten aber auch darin bestärkt werden, ihr Christsein konkret werden zu lassen.

Hohe Bedeutung wird der Gestaltung der Konfirmandenarbeit durch ein Team von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen beigemessen, für geeignete Qualifizierungsmaßnahmen sei zu sorgen. Eine mit der Jugendarbeit verknüpfte Konfirmandenarbeit sei methodisch und organisatorisch abwechslungsreich gestaltet, beteilige ehrenamtliche Jugendgruppenleiter und nehme Kinder und Jugendliche als Subjekt ernst.

Als neuralgischen Punkt bezeichnet der Bericht den Gottesdienst. Die Hälfte der Jugendlichen nähmen ihn zu Beginn als langweilig wahr, im Lauf der Konfirmandenzeit verstärke sich der Trend sogar noch. Neben dem Kennenlernen des Gottesdienstablaufs und seiner einzelnen Elemente sollten Konfirmanden daran mitwirken und auch selbst Gottesdienste erarbeiten können.

Unter der Überschrift „Inklusive Konfirmandenarbeit“ legt der Bericht Wert auf die Integration von Jugendlichen „mit offensichtlichen und mit weniger offensichtlichen Beeinträchtigungen“. Ziel sei eine gemeinsame Konfirmationsfeier, bei der die Zusage des göttlichen Segens im Vordergrund steht – und nicht „der kognitiv-sprachliche Akt des Glaubens-Bekenntnisses“.

Die gültige Ordnung und das Gesetz über die Konfirmandenarbeit seien angesichts dieses grundlegenden Perspektivwechsels zu überarbeiten. Dabei gehe es um die Dimensionen
 Wissen,
 Gemeinschaftliches Leben und Handeln sowie
 Identitätsbildung.

Die Rahmenrichtlinien sollten die Inhalte stärker an Kompetenzen orientieren. Eine Kompetenz könnte beispielsweise lauten: „Konfirmanden und Konfirmandinnen können selbständig eine Andacht leiten.“ Auch die Elternarbeit sei neu als wesentlich zu begreifen.

Demnächst soll eine Handreichung für Kirchenvorstände und Mitarbeitende erstellt werden, Best-Practice-Beispiele würden auf der Internetseite www.kirche-schule.de unter Konfirmandenarbeit zu finden sein, speziell für Teamer sei ein „Teamerhandbuch“ geplant.


In der anschließenden Diskussionen regte der Synodale Bernd Rossi (Elze) an, die Konfirmandenarbeit enger mit der Jugendarbeit zu verknüpfen. Auch sei die Bandbreite der Unterrichtsmodelle sehr vielfältig, wobei nicht immer deutlich sei, wie diese eingesetzt werden könnten.

Herausfordernd sei weiterhin, dass viele Elternhäuser nicht daran interessiert seien, was im Konfirmandenunterricht geschieht – anders als beispielsweise beim Fußballtraining. Das präge nachhaltig auch das Image der Konfirmandenzeit, so Gunda-Marie Mayer (Adelebsen): „Auch die Psyche der Heranwachsenden sei davon betroffen.“

Neue Herausforderungen angesichts der Entwicklung schulischer Ganztagsmodelle sieht Superintendent Gerd Bohlen (Rhauderfehn). Auch da müssen neue Ideen für die Konfirmandenzeit entwickelt werden.

In einem Schlusswort lobte Dr. Kerstin Gäfgen-Track, dass es in der hannoverschen Landeskirche bewährt weit überwiegend guten Konfirmandenunterricht gibt. Dennoch müsse man alle genannten Punkte bedenken.

Das Aktenstück wurde zur weiteren Beratung abschließend in Ausschüsse verwiesen.

 

 Aktuelles

Verabschiedung Susan Heydecke
Foto:
 Jürgen Krämer / Neue Osnabrücker Zeitung


Verabschiedung von
Diakonin Susan Heydecke


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