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Liebe Gemeinde,
vor einem Jahr saß ich hier und überlegte, wie ich mich Ihnen vorstellen könnte. Damals war ich vollkommen unerfahren in der ev. Jugendarbeit und habe mich gefragt, ob es wohl die richtige Entscheidung war, nach Buer zu gehen. Werde ich den Herausforderungen gewachsen sein? Kann ich mich auf die Jugendlichen und die Jugendlichen sich auf mich einlassen? Werden wir zu einem Team zusammen wachsen? Die große Offenheit der Jugendlichen mir gegenüber und ihre erwartungsvolle Haltung haben meine anfänglichen Zweifel schnell schwinden lassen. Da war eine Lisa, die mit leuchtenden Augen von den Jugendandachten während ihrer Konfizeit schwärmte, sich das Angebot für die heutigen Konfis wünschte und ihre Mitarbeit anbot. Da war eine Sina, die Lust hatte, die frisch Konfirmierten fit zu machen für die Mitwirkung in der Jugendarbeit und die JUMAK mit ins Leben rief. Da war ein Thomas, der seine Idee von einem Musical in Buer laut aussprach und mit in die Tat umsetzte. Da waren aber nicht nur die Jugendlichen, die Neues anregten, sondern auch Annika, Anne, Cathrin, Christian, Carolin, Henny, Jessica, Lars, Malte, Mirco, Rebecca, Sonja, Sophie, Tobias, … die mit einer unheimlichen Energie und Ausdauer die alltäglichen Aufgaben in der Jugendarbeit angingen, die Vor-bereitung und Durchführung der GJK, die Leitung der CEFI-Gruppen, Konfiangebote und -freizeiten, Wachnacht, Tannenbaumaktion, Krippenspiel, Buer-Markt, Nikolausmarkt, … um nur ein paar Aktivitäten aufzuzählen. Immer und immer wieder habe ich gestaunt, was diese jungen Menschen in der Buerer Gemeinde alles leisten - neben Schule, Abi, Ausbildung, Job, Freunden und Familie. Wie sie sich stark machten für frisch Konfirmierte und ihnen ihren Platz in der Gemeinde einräumten, sie forderten und förderten, damit sie ihre eigenen Gaben entdecken und entfalten könnten. Und das trotz mancher Widrigkeiten. Dankbar schaue ich auf meine Zeit in Buer zurück. Ich durfte daran teilhaben, wie junge Menschen wuchsen und reiften, sich selbst und ihre Möglichkeiten entdeckten. Ich durfte sie begleiten und wurde selbst dadurch bereichert. Ich durfte säen und ernten. Als ich kurz vor der Tannenbaumaktion 2011 fragte, wer alles mitmache, sagte Annika. „Da kommen ganz viele, mach dir keine Sorgen. Vertraue mir.“ Mir war das unheimlich, ich konnte mir nicht vorstellen, dass am Samstag plötzlich 40 junge Menschen da sein würden. Mein Gefühl drängte mich, selber etwas zu tun, zu machen. Mir war es schwer, nichts in der Hand zu haben - solche Situationen gab es öfter - sondern einfach abwarten zu müssen was geschieht. Und es geschah: Samstag waren tatsächlich 40 Leute da!!! Ich staunte. Ja, liebe Jugendliche, das habe ich bei Euch gelernt - zu vertrauen. Das nehme ich mit, wenn ich jetzt in eine noch etwas ungewisse Zukunft gehe. Ihnen, liebe Gemeinde wünsche ich, das sie den ‚Schatz’ der Jungendlichen in Ihrer Gemeinde erkennen, weiter fördern und pflegen.
Ihre Susan Heydecke
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