Aktuell

Kreisjugenddienst sorgt für vielfältige Begegnung

28.01.2012

Michael Vogt stellt Jahresprogramm vor / Von Landesjugendcamp über Korsika-Freizeit bis zu deutsch-russischer Mitarbeiter-schulung

kkl Leer. Der Kreisjugenddienst (KJD) des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Leer kann in diesem Jahr jungen Menschen wieder ein umfangreiches Programm bieten. Darauf machte jetzt Kreisjugendwart Michael Vogt aufmerksam. „Die Angebote sind vielfältig, immer aber mit Begegnung verbunden“, sagte er.

Ein Highlight ist das Landesjugendcamp vom 22. bis 24. Juni auf dem Gelände des Evangelischen Jugendhofs Sachsenhain in Verden. Etwa 2500 Jugendliche kommen dort zusammen. Nachdem das Teilnahme-Alter heruntergesetzt worden sei, könnten nun zum zweiten Mal auch Konfirmanden mitfahren, erklärte Michael Vogt.

Der KJD Leer beteiligt sich auch am Ostfriesischen Kirchentag vom 13. bis 15. Juli in Aurich. „Wir werden im Zentrum Jugend und auf der Kirchenmeile vertreten sein“, sagte der Kreisjugendwart.

Korsika ist das Ziel von zwei Jugendfreizeiten. Restplätze gibt es nur noch für die Reise vom 3. bis 17. August für Teilnehmer ab 15 Jahren.

Eine Mitarbeiterschulung steht in den Herbstferien vom 22. bis 27. Oktober auf dem Programm. Sie findet auf Wangerooge statt. Jugendliche ab 15 Jahren können dabei sein. Der Kurs ist ein Teil der Voraussetzungen, um die Jugendleitercard (JuLeiCa) zu erwerben oder zu verlängern. Kurz danach – vom 5. bis 15. November – wird eine deutsch-russische Mitarbeiterschulung (ab 18 Jahre) angeboten. Deren zweiter Teil läuft im Frühjahr 2013 in Sibirien. Möglich sei das aufgrund der seit 2005 bestehenden Kontakte des KJD mit der Partnerkirche in Omsk, erklärte Michael Vogt. Von dort kämen auch Teilnehmer zum Landesjugendcamp.

„Advent auf der Insel“ lautet das Motto für ein Treffen junger und älterer Mitarbeiter aus der Jugendarbeit vom 30. November bis 2. Dezember auf Spiekeroog. Das habe eine 25-jährige Tradition, sagte Vogt. Für die jungen Leute bedeute es einen Einstieg in die Seminararbeit, für die anderen sei es eher ein Wiedersehenstreffen.

Eine zweite Auflage soll das Krippenspiel unter freiem Himmel erhalten, das vor zwei Jahren Diakone des Kirchenkreises und die Jugendgruppe der Kirchengemeinde Holtland aufführten und dafür viel Beifall erhielten. Es ist für den dritten Advent vorgesehen.

Michael Vogt hat im Kirchenkreis zusätzlich die Funktion des Event-Managers. Damit ist der Diakon auch für die Vorbereitung des Standes auf der Ostfrieslandschau in Leer zuständig. Dort stelle sich vom 29. September bis 7. Oktober der Kirchenkreis insgesamt dar, es sei aber auch an Angebote für Jugendliche gedacht, sagte Vogt.

Wer an den Veranstaltungen des KJD interessiert ist, kann sich dort unter E-Mail: info@ev-jugend-leer.de melden.

Kirchenkreisjugendwart Michael Vogt weist auf ein umfangrei-ches Programm des Kreisjugenddienstes Leer hin, zu dem auch das Landesjugendcamp in Verden gehört. Foto: Dübbel.

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Pastor Ulrich Menzel aus der Kirchengemeinde verabschiedet

28.01.2012

Bis zur Neubesetzung der Stelle in Jherings-/Boekzetelerfehn ist das Pastorenehepaar Liebermann-Garbers Ansprechpartner

kkl Jherings-/Boekzetelerfehn. Zum letzten Mal stand am Sonntag Pastor Ulrich Menzel auf der Kanzel der Johanneskirche in Jherings-/Boekzetelerfehn. Er hielt seine Abschiedspredigt. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und ihr Kirchenvorstand müssten sich nun auf die Herausforderungen der Vakanz einstellen, sagte Superintendent Burghard Klemenz. Das Pastorenehepaar Dorle Liebermann-Garbers und Hans-Peter Garbers aus Stiekelkamperfehn werde bis zur Neubesetzung der Stelle die Vertretung übernehmen.

Vor sechseinhalb Jahren hatte Pastor Menzel gemeinsam mit seiner Frau, Pastorin Anita Schürmann-Menzel, aus Wiegboldsbur kommend den Dienst in Jherings-/ Boekzetelerfehn übernommen. Die Kinderkirche sei aufgeblüht, die langgehegten Pläne für den Umbau des Gemeindehauses umgesetzt worden und auch im musikalischen Bereich habe sich viel getan, führte Superintendent Klemenz als Beispiele für gelungenes Engagement an. Aber alles, was anderen Menschen geschehe, könne auch Pastoren passieren. Ende 2010 habe sich Anita Schürmann-Menzel von ihrem Mann getrennt und die Gemeinde verlassen. In den vergangenen Monaten habe Ulrich Menzel als alleinerziehender Vater festgestellt, den Ansprüchen der Gemeinde nicht gerecht werden zu können.

Im Namen des Kirchenvorstandes dankten Anolde Boelsen und Hans-Jörg Martens dem scheidenden Pastor für seinen Einsatz. Dazu habe eine intensive Konfirmandenarbeit gezählt. „Wir haben ihn auch gern im Kirchenchor gehört und ihn als lieben Menschen kennen gelernt“, sagte Boelsen. Martens überreichte Menzel ein Kreuz mit einer Friedenstaube. Für musikalische Überraschungsgeschenke sorgten der Kirchenchor unter der Leitung von Gerhard Schoone, Dr. Cathrin a Campo aus Emden als Solo-Sängerin sowie Kirchenkreiskantor Matthias Eich (Flügel) und seine Frau Jane (Violine).

Pastor Menzel war in seiner Predigt auch auf seine persönliche Situation eingegangen. „Ich stehe als jemand hier, der Schwä-chen und Fehler einräumen muss“, sagte er. Er sei dankbar für alle Unterstützung, die er in der Gemeinde erfahren habe. Beim Empfang im Gemeindehaus wies er darauf hin, dass er im Februar vorläufig eine halbe Stelle in der Jugendarbeit im Kirchenkreis Emden übernehme. Danach müsse sich seine berufliche Zukunft noch klären.

Die Reihe der Grußworte eröffnete Anton Lücht als Bürgermeister der Gemeinde Moormerland. Er dankte Menzel auch für des-sen kulturelles Engagement. Gute Wünsche gaben auch Vertreter aus benachbarten Gemeinden, aus Vereinen, Chören und aus der Mitarbeiterschaft dem Geistlichen mit auf den Weg.

Die Kirchenvorstands-Mitglieder Hans-Jörg Martens und Anolde Boelsen (verdeckt) überreichten Pastor Ulrich Menzel zum Ab-schied aus der Kirchengemeinde Jherings-/ Boekzetelerfehn ein Kreuz mit einer Friedenstaube. Superintendent Burghard Klemenz (links sitzend) hatte Menzel von den Aufgaben in der Gemeinde entpflichtet. Foto: Dübbel.

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Frauen bereiten gemeinsam den Weltgebetstag vor

28.01.2012

Ökumenische Gottesdienste am 2. März / Anregungen für die Gestaltung gab es beim Treffen im Reformierten

kkl Leer. Kreative Stunden verbrachten 64 Mitarbeiterinnen der kirchlichen Frauenarbeit aus dem Kreis Leer miteinander, die im Gemeindehaus der Großen Kirche in Leer zu einer Werkstatt zum Weltgebetstag zusammenkamen. Hanna Wolterink von der Reformierten Gemeinde Leer hatte sie zu dieser ökumenischen Vorbereitungsrunde begrüßt. Dazu lädt in jedem Jahr eine der beteiligten Gemeinden ein.

“Steht auf für Gerechtigkeit“ lautet das diesjährige Thema des Weltgebetstages, der am 2. März gefeiert wird. Christinnen aus Malaysia haben diesmal die Gebetsordnung zusammengestellt. Der ökumenische Vorbereitungskreis in Leer bot den Teilnehmerinnen Anregungen für die Gestaltung der Gottesdienste in ihren Gemeinden. So informierten Mitarbeiterinnen über das Land Malaysia, seine Geschichte, seine Menschen und ihren Glauben. Unter der schwungvollen Leitung von Christa Pollmann-Busch übten die Frauen mit viel Freude neue Lieder ein.

Hanna Wolterink wies auch auf Ungerechtigkeiten in Malaysia hin. Viele Frauen und Mädchen in Malaysia, vor allem Migrantinnen, arbeiteten als Hausangestellte unter menschenunwürdigen Bedingungen. Das Deutsche Weltgebetstagskomitee und die malaysische Frauenrechtsorganisation Tenaganita hätten deswegen eine Unterschriftenkampagne gestartet: Sie fordern die Malaysische Regierung auf, die Situation von Hausangestellten in Malaysia zu verbessern.

„Frauen aller Konfessionen laden ein“, heißt es im Untertitel des Weltgebetstages. Sie freuen sich, wenn zu den Gottesdiensten auch Männer kommen.

Zu einer Werkstatt für den ökumenischen Weltgebetstag kamen im Gemeindehaus der Großen Kirche in Leer 64 Mitarbeiterinnen der kirchlichen Frauenarbeit im Kreis Leer zusammen. Beim Einzug symbolisierten fünf Frauen unterschiedliche Religionen in Malaysia, dem Land, aus dem die Gebetsordnung in diesem Jahr stammt. Foto: Dübbel.

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Petrusbücherei: renoviert und mit EDV

28.01.2012

kkl Leer. Nach 18 Jahren ihres Bestehens hat in die Evange-lisch-lutherische Petrusbücherei Leer-Loga die elektronische Datenverarbeitung (EDV) Einzug gehalten.

Die Ausleihen werden nun im Computer verzeichnet, am persönlichen Umgang des ehrenamtlichen Teams mit den Lesern soll sich aber nichts ändern. Leiterin Regina van Lengen freut sich außerdem über die gelungene Renovierung der kleinen Bibliothek an der Ecke Verbindungsweg/Weidenweg.

Zum Bestand der Petrusbücherei gehören 2500 Medien – darunter Romane, Bilderbücher, Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher, Kinder-Kassetten, Hörspiel-CDs und DVDs. Interessierte sind unabhängig von der Konfession willkommen. „Gucken kostet nichts – das Ausleihen auch nicht“, sagt Regina van Lengen. Jeweils sonntags von 11 bis 12 Uhr und mittwochs von 16 bis 18 Uhr ist geöffnet.

„Wir haben ein tolles Team, das mit anpackt“, erzählt die Büche-rei-Leiterin. Das habe sich auch bei der Renovierung gezeigt, als es galt, alles auszuräumen, zu tapezieren und Bücher und übriges Inventar wieder einzusortieren. Die Anerkennung ist gegenseitig: „Wir wüssten gar nicht, was wir ohne Regina machen sollten“, sagen einige der neun Mitarbeiterinnen. Die Leiterin sei der „Motor“ des Teams. Und wenn zusätzliche Kräfte vonnöten seien, ließen sich auch Männer gern mit einbinden.

Das Team der Evangelisch-lutherischen Petrusbücherei Loga mit seiner Leiterin Regina van Lengen (links) und den jungen Besucherinnen Tabea (links) und Rachel. Foto: Dübbel.

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Aufruf an Wähler und Kompliment für Kandidaten

06.01.2012

Die Superintendenten Dr. Friedhelm Voges (Emden) und Burghard Klemenz (Leer) informieren über die Kirchenvorstandwahlen am 18. März / Ab 8. Januar liegen Wählerverzeichnisse aus / Bis zum 30. Januar sind Wahlvorschläge möglich

kkl Leer/Emden. Am 18. März werden in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers neue Kirchenvorstände gewählt. Aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, sind dann auch 29.908 Mitglieder im Kirchenkreis Leer und 17.358 Wahlberechtigte im Kirchenkreis Emden. Im Hinblick darauf, dass es ab Ja-nuar 2013 den neuen Kirchenkreis Emden- Leer geben wird, machten die Superintendenten Dr. Friedhelm Voges (Emden) und Burghard Klemenz (Leer) gemeinsam auf die Bedeutung der Wahlen aufmerksam.

Zwei markante Daten auf dem Weg bis zum Wahltermin nannten die Superintendenten: Ab dem 8. Januar liegen in den Gemeinden die Wählerverzeichnisse aus. Und der 30. Januar ist Endtermin für Wahlvorschläge. „Allen, die zu einer Kandidatur für den KV (Kirchenvorstand) bereit sind, gilt unser Dank“, sagte Burghard Klemenz. Kirchenvorsteher hätten die Möglichkeit zu gestalten und das Motto der Wahl „Gemeinde stark machen“ umzusetzen. Für manche Bewerber bedeute die Amtszeit von sechs Jahren eine besondere Herausforderung.

„Wir müssen allen Kandidaten ein besonderes Kompliment machen, weil sie sich nur mit ihrem eigenen Namen zur Wahl stellen“, betonte Friedhelm Voges: Im Gegensatz zur Politik gebe es keine Partei hinter ihnen. Für den Emder Superintendenten ist die KV-Wahl „ein Tag, der gleich nach Weihnachten kommt“. Damit spielte er auf die Wahl-Beteiligung an, die in Landgemeinden bis zu 30 Prozent betrage.

„Wer möchte, dass in der Kirche etwas bewegt wird, muss sich an der Wahl beteiligen“, appellierte Superintendent Klemenz. Das gelte sowohl für die Teilnahme als Kandidat wie auch als Wähler.

Beide Kirchenkreis-Chefs hoffen, dass die Bewerber alle Altersgruppen abbilden. Schön wäre es, wenn sich auch Frauen und Männer bereit fänden, die junge Familien repräsentierten, sagten sie.

Unter den Wählern sollten gerade die neu in eine Gemeinde Gezogenen darauf achten, ob sie auch in der Wählerliste verzeichnet sind, erklärte Klemenz. Wichtig waren ihm und Dr. Voges der Hinweis, dass es auch bei der Kirche die Möglichkeit der Briefwahl gibt.

Wählen und gewählt werden

Das Wahlrecht haben alle Kirchenmitglieder, die bis zum Wahltag 16 Jahre alt sind, am Wahltag der Kirchengemeinde angehören und in die Wählerliste eingetragen sind. Etwa drei Wochen vor der Wahl erhalten die Wähler eine Wahlbenachrichtigung.

In den Kirchenvorstand kann gewählt werden, wer am Wahltag 18 Jahre alt ist und der Kirchengemeinde länger als drei Monate angehört. Formulare für Wahlvorschläge gibt es in der Kirchengemeinde. Jeder Vorschlag muss von mindestens zehn Wahlberechtigten des Wahlbezirks unterschrieben sein. Der Wahlvorschlag kann einen oder mehrere Namen enthalten. Der Kandidat sollte auf dem Formular sein Einverständnis zur Aufstellung erklären. Ein vorgedrucktes Formular ist nicht vorgeschrieben, aber eine Hilfe zum richtigen Vorgehen. Bis zum 30. Januar muss der Wahlvorschlag beim Kirchenvorstand eingegangen sein.

Werben für die Teilnahme an den Kirchenvorstandswahlen: Superintendent Dr. Friedhelm Voges aus Emden (links) und Superintendent Burghard Klemenz aus Leer. Foto: Dübbel.

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