Kasualien

Es gibt im Leben der meisten Menschen vier Ereignisse, bei denen sie mit Kirche in Berührung kommen können: Taufe, Konfirmation, Trauung und Bestattung. Zum einen werden diese Anlässe als so genannte Kasualien bzw. Kasualhandlungen bezeichnet (lat.: Kasus = Fall). Im Hintergrund steht ein Ereignis, die spezifische Lebenssituation. Zum anderen wird aber auch von "Amtshandlungen" gesprochen. Darin kommt die Perspektive des Pastors/der Pastorin zum Ausdruck, wenn von ihm/ihr eine pfarramtliche, kirchliche Dienstleistung erbeten wird.

Viele weiteren Informationen finden Sie auch hier auf der Seite der Evangelischen Kirche Deutschlands!

Taufe

Die Taufe ist der Ritus der Aufnahme in die christliche Gemeinde. Er wird durch Begießen des Kopfes mit Wasser oder Untertauchen vollzogen. Rituelle Handlungen mit Wasser sind auch aus anderen Religionen bekannt, wo sie der Reinigung dienen bzw. den Charakter des Neuanfangs haben. Dem Aufnahmeritus der Taufe entspricht im Judentum die Beschneidung.

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Konfirmation

Die Kirche, in der Säuglinge und Kinder getauft werden, übernimmt zugleich die Verantwortung dafür, dass die heranwachsenden Getauften in die Lage versetzt werden, über ihren Glauben Rechenschaft abzulegen. Damit sich Jugendliche zum christlichen Glauben bekennen können, muss er ihnen zuvor nahe gebracht worden sein. Die Verpflichtung zur Unterweisung leitet die Kirche aus dem Taufbefehl Jesu ab (Matthäus 28,18-20). Die Konfirmation (lat: confirmatio = Bekräftigung, Stärkung) versetzt Menschen in die Lage, mit eigenen Worten ihren Glauben zu formulieren.

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Trauung

Von der Trauung ist in der Bibel nicht unmittelbar die Rede, sieht man einmal vom Buch Tobias (7f.) ab, das zu den so genannten Apokryphen (Bücher, die nicht in den Kernbestand biblischer Schriften aufgenommen wurden) gehört. Ehe und Sexualität sind hingegen schon ein biblisches Thema, z.B. in den biblischen Schöpfungserzählungen (1. Mose l,1-2,4 und 2,4-25). Dort wird der Ursprung des Menschen, seine Bestimmung und sein Bezogensein sowohl auf Gott als auch auf den Mitmenschen beschrieben: "Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde ... und schuf sie als Mann und Frau." (1. Mose 1,27) Und: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gefährtin machen ..." (1. Mose 2,18)

Beide Geschlechter sind voneinander verschieden und ergänzen sich in ihrem Gegenüber. Das findet seinen stärksten Ausdruck in dem leidenschaftlichen Drang der Geschlechter zueinander: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, denn sie werden sein ein Fleisch..." ( 1. Mose 2,24) Indem sie Kinder zeugen und erziehen, haben sie Teil an dem Auftrag, die Schöpfung zu erhalten und zu gestalten: "... seid fruchtbar und mehret euch... und machet euch die Erde Untertan." (1. Mose 1,28) Dem hat Gott seinen Beistand und Erfüllung zugesagt: "... und er segnete sie." Die biblischen Schöpfungserzählungen begründen also nicht die Ehe als Institution, sondern dass Mann und Frau aneinander gewiesen sind.

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Bestattung

Dieses Wort wird in zweifacher Bedeutung genutzt. Zum einen bezeichnet es die Trauerfeier für einen Verstorbenen, zum anderen die Bestattung eines Sarges auf dem Friedhof.

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Sonstiges

Bei allen Fragen zu diesen und noch vielen weiteren Themen wenden Sie sich gerne an die Pastorin oder den Pastor Ihres Vertrauens.

Sollen Sie im Kirchenkreis noch niemanden kennen, zu dem Sie Vertrauen haben, wenden Sie sich gerne an die Superintendentur, Tel. (04 91) 28 64. Wir helfen Ihnen gerne weiter. nach oben