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Es war an einem trüben Herbsttag im Jahre des Herrn 1593.

Da gerieten die Edelleute Otto von Campe und sein Schwager Johann von Grone im Wirtshaus zu Kirchbrak in Streit.

Nach einem Handgemenge zückte Otto von Campe eine Pistole und erschoß seinen Widersacher.

Sogleich flüchtete der Täter, um seiner Strafe zu entgehen. Doch die Gerechtigkeit nahm ihren Lauf.

Zwei Jahre später fiel Otto von Campe im Kampf gegen die Türken vor Wien.

Der Ermordete jedoch hatte ein unstetes Leben geführt.

Und weil er so plötzlich ohne den Segen der Kirche verstarb, kann er keine Ruhe im Grabe finden.

So geht er seit jener meuchelmörderischen Tat stets  um Mitternacht kettenrasselnd  zwischen Kirche und Wirtshaus um und wartet auf seine Erlösung.

Doch nur eine wahrliche Jungfrau kann durch einen Kuß den Verfluchten erlösen.
 
 
 

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