EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHENGEMEINDEN HANNOVER
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DieStimme 2005 Nr 04/05

Dirk Stelter

Man kann darüber jammern, dass man älter wird. Und man kann darüber jammern, dass man noch nicht alt genug ist. Man kann darüber jammern, dass es einem schlecht geht. Und man kann darüber jammern, dass es anderen besser. Man kann darüber jammern, dass man zu wenig Geld hat. Und man kann darüber jammern, dass man das viele Geld, das man hat, nicht gewinnbringend genug anlegt. Man kann jammern, jammern und jammern.

Das heißt nicht, dass es keinen Grund gäbe zu jammern. Gründe zu jammern gibt es immer. Manchmal sind es nichtige Gründe, dann ist Jammern verschenkte Zeit. Manchmal sind es gute Gründe, dann hilft es, zu klagen und zu benennen, was einen bedrückt.

Gründe zu jammern gibt es immer

In jedem Fall aber hat Jammern ein Problem: Es breitet sich aus – so wie ein Tropfen Tinte, der in ein Taschentuch fällt, in alle Richtungen verläuft und übergreift, so wie ein fallender Kegel auch andere Kegel zu Fall bringt. Jammern ist eine Abwärtsspirale, die sich immer weiter dreht – nach unten.

Jammern allein hilft nicht weiter.

In der Bibel stehen einige Briefe von einem Menschen, der vom Jammern nicht viel hielt. Das heißt nicht, dass bei ihm immer alles prima lief. Auch er hatte gute Gründe zum Jammern.

Aber mit diesen Gründen ging er nicht so um, dass er im Jammern stehen blieb. In seinem 2. Brief an die Gemeinde in Korinth schreibt der Apostel Paulus (4. Kapitel):

Schwierigkeiten bedrängen uns von allen Seiten. Aber wir lassen uns von ihnen nicht überwältigen. Wir wissen oft nicht weiter. Aber wir verlieren nie den Mut.

Vorweg: Paulus simuliert nicht. Was er schreibt, hat er wirklich erlebt. Warum jammert er nicht? Ist Paulus ein ganz Harter? Einer, der nach dem Motto lebt "Was nicht tötet, härtet ab."? Einer mit dickem Panzer und dicker Rüstung um sich?

Gerade nicht! Er vergleicht sich selbst mit einem Gefäß aus Ton. Und Ton ist zerbrechlich. Man stößt mit einem Tongefäß gegen eine Wand – und es hat einen Sprung. Man lässt es versehentlich auf den Boden fallen – und es zerbricht.

Der Schatz im Tongefäß

Aber dieses zerbrechliche Gefäß, sagt Paulus, ist nicht alles. In ihm befindet sich ein Schatz. Paulus schreibt:

Gott hat einst gesagt: "Aus der Finsternis soll Licht aufleuchten." So hat er jetzt in uns sein Licht aufleuchten lassen, damit die Menschen Gottes Herrlichkeit erkennen, die in Jesus Christus sichtbar wird. Diesen kostbaren Schatz tragen wir allerdings in zerbrechlichen Gefäßen, damit jeder erkennt, dass die außerordentliche Kraft, die in uns wirkt, von Gott kommt und nicht von uns selbst.

Dieser Schatz mit seinem hellen Schein – das ist der Grund, warum Paulus nicht jammert. Er weiß, wie zerbrechlich menschliches Leben ist. So wie ein Tongefäß. Daran lässt sich im Grundsatz nicht viel ändern. Darüber zu jammern bringt gar nichts.

Hinnehmen und verändern

Aber in diesem zerbrechlichen Gefäß ist ein Schatz. Ein Schatz, der leuchtet, der ausstrahlt. Diesen Schatz hat nicht Paulus selbst hervorgebracht. Dann könnte er ihn ja auch wieder verlieren. Dieses Licht hat nicht Paulus selbst angezündet. Dann könnte es ja auch wieder verlöschen. Dieses Licht kommt von Gott. Und deswegen kann es nicht verlöschen.

Dieses Licht ist nicht von mir, aber es ist in mir. Es ist das Licht von Ostern. Jesus ist auferstanden von den Toten, und er nimmt uns mit. Ostern – das heißt: akzeptieren, dass unser Leben zerbrechlich ist, und auf Gottes Licht in uns setzen, das unser zerbrechliches Leben kostbar macht. Dann bleiben wir nicht beim Jammern stehen und lassen uns runterziehen. Dann gehen wir über das Jammern hinaus: können hinnehmen, was nicht zu ändern ist, und können verändern, was nicht hinnehmbar ist.

Ihr

Dirk Stelter.

Dirk Stelter

Wir Gratulieren herzlich zur Konfirmation

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Konfirmanden 2005

Konfirmanden 2005

Konfirmanden 2005 Konfirmanden 2005

Konfirmanden 2005 Konfirmanden 2005




Es wäre ja zu schön gewesen: Zu Ostern eine neue Elektroanlage in der Kirche, der Turm saniert und ohne Gerüst, zu Pfingsten ein neues Glockenensemble und im Herbst die 50-jährige St. Thomaskirche rundherum in frischem Glanz. Doch leider klappt nicht alles wie geplant und erhofft. Immerhin haben die Elektriker ihre Arbeiten pünktlich beendet, so dass die Kirche "kirchentagstauglich" ist. Und auch hinsichtlich der übrigen Innenrenovierung sieht es dank der vielen Spenden gut aus. Doch auf die vier neuen Glocken müssen wir wohl noch etwas warten. Grund: Der Landeskirche geht das Geld aus, und die Gemeinde muss die Sache selbst finanzieren. Für zwei der vier vorgesehenen Glocken reicht es vielleicht noch. Aber die für beiden Anderen müssen wir hoffen, dass die Gemeindeglieder bei einer neuen Spendenaktion gegen Ende des Jahres noch einmal so großzügig sind wie im letzten Jahr. Oder dass sich ein wohlhabender Sponsor findet, der für ca. 3 500 Euro seinen Namen in einer Glocken "verewigt" sehen möchte.

Und noch eine Schreckensnachricht: Nun hat sich auch noch herausgestellt, dass das Dach der Kirche marode ist und dringend komplett neu gedeckt werden muss. Aber das ist wieder eine andere Geschichte ...

(Fortsetzung folgt)
J. Haunert


Es geht voran ... Nach einer langen Zeit der Vorarbeiten und Vorbesprechungen ist nun deutlich zu sehen, dass die Sanierungsarbeiten der Kindertagesstätte begonnen haben. Die Kita ist gänzlich entkernt und wird nun von außen und innen von Grund auf saniert. Es gibt immer wieder Unvorhergesehenes, das mitbedacht werden muss. Aber bis jetzt konnte der aufgestellte Zeitplan eingehalten werden. Wir freuen uns schon auf das neue Gesicht unserer Kita und hoffen, dass wir planungsgemäß zum neuen Kindergartenjahr dort einziehen können. Dank sei an dieser Stelle schon einmal allen gesagt, die sich mit viel Sachkenntnis und Elan für die Sanierung der Kita einsetzen.


Glockenturm aus Glas

werden die 240 Glasscheiben des Expo Wegekreuzes vor dem Ökumenischen Kirchencentrum Mühlenberg. Zur Erinnerung: Im Herbst 2003 zerbarsten aus unerklärlichen Gründen zwei Scheiben in 27 m Höhe unterhalb der Kreuzarme und fielen in tausenden Kleinstsplittern auf den Mühlenberger Markt. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzungen! Das Kreuz wurde von einer Expertengruppe untersucht, das Ergebnis war ernüchternd: Einige Scheiben hatten sich in ihren vorgesehenen Befestigungen regelrecht "verschoben". Ob nun "Pfusch am Bau" oder nicht: Sicherheit geht vor!

So müssen nun alle Scheiben neu eingemessen und etliche ersetzt und die meisten in neuen Halterungen neu befestigt werden. Der geschätzte Kostenaufwand liegt bei Euro 130.000.

Neben den Kirchengemeinden beteiligen sich die Landeskirche, die Klosterkammer und vor allem e.on Energie an diesen enormen Sanierungskosten.


Weltliche und geistliche Chormusik (u. a. von Dietrich Buxtehude), Lieder von Franz Schubert und Kammermusik erklingen in diesem Konzert am Sonntag "Kantate". Es singen die Ricklinger Kantorei (Leitung: Roland Baumgarte), Rika Uhle (Sopran) und Bruno Erdmann (Tenor). Instrumentalisten: Roland Baumgarte (Violoncello) und Leonhard Brandstetter (Gitarre); sowie Insa Guldenbeck (Erste Flöte), Dieter Ratz (Zweite Flöte) und Burkhard Koenig (Violoncello). Der Eintritt ist frei.

So 24. 4., 18.00 Uhr
Maria-Magdalenen-Kirche
A.d.R. Plakat
Programm


Wir freuen uns, dass wir am Pfingstsonntag in einem festlichen Gottesdienst die neue Truhenorgel in der Edelhof einweihen können. Es handelt sich um eine den räumlichen Verhältnissen angepasste kleine, auch für konzertante Zwecke verwendbare Truhenorgel des holländischen Orgelbauers Henk Klop.

Edelhofkapelle (Zeichnung)

Zur Finanzierung der neuen Orgel standen Eigenmittel der Gemeinde, der Erlös des Weihnachtsmarktes 2004 sowie ein großzügiger Zuschuss der Stiftung Edelhof Ricklingen zur Verfügung; ermöglicht wurde die Anschaffung aber erst durch von der Edelhofstiftung angesprochene zum Teil sehr großherzigen Spender. Im Anschluss an den Gottesdienst bittet Herr von der Osten, der Vorsitzende der Stiftung Edelhof, zu einem Empfang in den Edelhofpark.

So 15. 5., 10.00 Uhr
Edelhofkapelle



www.evkmr.de
  Region/DieStimme2005_04_05 © 26.04.2005