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Unter dem Motto "Stiften ist menschlich" wurde vor sechs Jahren unsere Stiftung aus der Taufe gehoben. Den finanziellen Start ermöglichte das Vermächtnis eines Gemeindegliedes. Aus weiteren Nachlässen und großzügigen Zuwendungen aus der Gemeinde sowie aus Kapitalerträgen konnte das Anfangskapital von 100.000 € bis heute mehr als verdreifacht werden. Es wird in dem für die Gemeinden errichteten Kapitalfonds des Stadtkirchenverbandes sicher und besonders rentabel angelegt. Das Management des Fonds liegt mit in der Hand eines Beirats von Fachleuten; dessen Vorsitz führt Herr Dr. Werninger, der auch den Jakobi-Kirchenvorstand viele Jahre geleitet hat.
Die Zusammenarbeit der "Stiftungen in der Region Hannover" ist zu einer jährlichen Veranstaltungsreihe im Rathaus gediehen und 2005 wieder zu einem festlichen Stiftungstag in der Orangerie. Man findet die Jakobi-Stiftung im hannoverschen Stiftungs-Wegweiser und im Gesamtverzeichnis des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, der lange von unserem Gemeindeglied Prof. v. Campenhausen geleitet wurde. Er konnte auch für ein "Sonntagsgespräch" zum Thema "Stiftung" gewonnen werden.
Die Leitung und Verwaltung durch Stiftungsvorstand und -kuratorium geschieht ehrenamtlich. Dies gilt für die Geschäftsführung ebenso wie für die Erstellung der Bilanz. So können die erwirtschafteten Erträge bei entsprechend niedrigen Verwaltungskosten zunehmend den nötigsten Fördermaßnahmen zugute kommen und im Übrigen den Rücklagen für künftige Vorhaben und Vermögenserhalt. Freilich wird das Fördervolumen noch weitgehend durch viele kleine und große Spenden ermöglicht, auch Zuwendungen, die bei Festen und Feiern erbeten werden. - Gelegenheit zu einem Dankesgruß an etliche der treuen Spender gab die geförderte Weihnachts-Aufführung des Messias.
Unsere Bemühungen gelten derzeit insb. der Jugendarbeit, dem diakonischen Umfeld der Gemeinde und der für Kirchrode wichtigen Kirchenmusik. Der Kuratoriumsvorsitzende Prof. Küppers berichtete auf dem Jahresempfang. Stiftungsmittel sollen sich nicht in den landeskirchlichen Zuweisungen für den ordentlichen Gemeinde-Haushalt verlieren, auch wenn diese knapper werden. Sie sollten vielmehr besonderen Initiativen zur Erhaltung und Erneuerung unseres Gemeindelebens dienen. Ein klingendes Beispiel gibt unsere Kinderkantorei: Eine begeisterte Gemeinde im Kirchenschiff scheint sichtlich verjüngt und vergnügt, wenn tanzende Brautjungfern und singende Köche "Die Hochzeit zu Kana" feiern, wenn im Musical "Israel in Ägypten" zahllose kleine Ägypter, Israeliten und "Plagegeister" des Pharao den Familiengottesdienst bevölkern oder im Krippenspiel der Weihnachtsgeschichte Carl Orffs. Gefördert wurde ferner das Projekt "Kirchroder Bibel".
Auch die alltägliche Betreuung der Gemeindejugend, Kinderbibeltage, Konfi-Cafe, Fahrrad-Rallye bedürfen der Stiftungshilfe, ebenso wie ein erfolgreiches "Fotoprojekt für ausgeschlafene junge Leute". Für all dies erhofft man sich nach großer Personalnot jetzt mit einer tüchtigen Fachkraft - und Stiftungsmitteln - neuen Schwung.
Zum Kirchentag war Hilfe u.a. für ein Theaterprojekt nötig. Über den Förderschwerpunkt "Integrationswerkstatt Bemerode" berichten laufend Gemeindebrief und Zeitungen: Sprachunterricht und Schularbeiten, Gitarrenkurse, Kinderbrücken-Tage, Frühstücks-Hilfe im Minibistro u.v.a.m. beflügeln auch ehrenamtlichen Einsatz.
Grundanliegen der Stiftung sind nach wie vor Initiativen Kirchroder Bürger und Gemeindeglieder zur Erhaltung und Erneuerung unserer Gemeinde und damit die Verbindung von Kirchen- und Bürgergemeinde. Sie soll auch auf entsprechenden Veranstaltungen mit Bürgerverein, Schützengilde sowie der Gemeinschaft Kirchroder Kaufleute u.a. zum Ausdruck kommen; um die Nähe zu Jakobi ging es auch dem Weihnachtsmarkt an der Kirche.
Wir tragen also unsere "anvertrauten Pfunde" nicht nur auf die "Wechselbank", sondern wollen mit diesen "handeln" (Lukas 19, 12 ff.). Nicht zuletzt verbindet sich mit der Jakobi-Stiftung auch eine Hoffnung auf den Erhalt unseres Gemeindelebens für die "sieben mageren Jahre". - Für dieses alles bedarf es weiter Ihrer aller Hilfe!
H. Claessen
Jakobi-Stiftung:
Kleiner Hillen 1
30559 Hannover
Tel. (0511) 514 298
Fax (0511) 520 611
www.jakobi-stiftung.de
Bank: Ev. Kreditgenossenschaft Hannover Kto. 618 586 (BLZ 250 607 01)
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