Vielfältige Kurse, offene Angebote und Möglichkeiten laden ein:

      zum Beispiel...

Integrationswerkstatt
Familientreff Bemerode-Kirchrode
HINTER DEM HOLZE 32 - im Innenhof
30539 HANNOVER - Tel.: 9 52 52 94

Leitung: Ursula Paesler, Dipl. Soz. Arb.

Sprechstunden:
montags 09.00 - 10.00
donnerstags 10.00 - 11.00
und
nach telefonischer Vereinbarung
  • Mutter-Kind-Gruppen
  • Sprachförderug für Erwachsene
  • Frauenfrühstück
  • Flöten- und Gitarrenunterricht
  • Baby-Café
  • second-hand für Kinderbekleidung
  • Hausaufgabenhilfe
  • Raumnutzung für Familienfeiern
  • Sprechstunde

TRÄGER:

Ev. Kirchengemeinde
Jakobi in Kirchrode

mit Unterstützung der ev. und kath. Nachbargemeinden, des Amtsbezirkes Hannover-Ost und der Landeshauptstadt Hannover

  • christliche Orientierung für Kinder und Eltern
  • Familien-Bildung im Stadtteil
  • begleitende Erziehungshilfe
  Der Familien-Treff Bemerode-Kirchrode ist:
  • eine Orientierung für Neu Zugezogene
  • ein Ort der Begegnung für Nachbarn, Freunde und Familien aus Bemerode und Kirchrode
  • Nachbarschaftshilfe
  • eine Herausforderung für viele Ehrenamtliche
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • eine gute Erfahrung mit Kirche
  • einfach hilfreich und gut
... und für Sie????????????

Neues vom Familien-Treff

Zum Inhalt
  1. Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode VII
  2. Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode VI
  3. Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode V
  4. Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode IV
  5. Ökumene
  6. Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode III
  7. Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode II
  8. Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode
  9. Patenschaften
  10. Neues vom Familientreff Juni 2008
  11. Neues vom Familientreff Februar 2008
  12. Neues vom Familientreff September 2007
  13. Neues vom Familientreff Juni 2007
  14. 50 x 500
  15. Januar 2007
  16. November 2006
  17. Oktober 2006
  18. August 2006
  19. Mai 2006
  20. Hausaufgabenkinder Feb. 2006
  21. Sozialpraktikum 2006
  22. Hausaufgabenkinder Feb. 2006
  23. Rückblick 2005
  24. Advent 2005
  25. Herbst 2005
  26. Praktikumserfahrungen
  27. Einbruch...
  28. Gütesiegelverleihung
  29. 10 Jahre Familien-Treff - ein Rückblick
  30. Praktikumserfahrungen II
  31. Praktikumserfahrungen I
  32. Mach nicht halt - Lauf gegen Gewalt!
  33. Frauenfrühstück im Familien-Treff
  34. 70 x 7, das ist doch nicht schwer.
  35. März 2004
  36. Verleihung der Ehrenplakette
  37. Familientreff: Ehrenamtliche berichten!

 Neues aus der Integrationswerkstatt im Familientreff Bemerode-Kirchrode VII
Mein Wunsch mit dem "schönen Sommer" ging in Erfüllung und so hatten wir zu Beginn der Ferien bei unserem Familienausflug mit 77 Personen zum Heidepark Soltau wunderbares Wetter. Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode hatte die Buskosten übernommen, die Christian-Buhmann-Stiftung einen Zuschuss zu den Eintrittsgeldern und die Jakobi-Gemeinde aus Projektfördergeldern den noch fehlenden Betrag. So konnten die Eigenmittel für die Familien so niedrig bleiben, wie in den letzten Jahren. Vielen Dank! Einziges Problem wie jedes Jahr: dass immer mehr Familien mitfahren möchten, als Busplätze zur Verfügung stehen.

Der größte Teil unserer Hausaufgabenkinder vom Spargelacker wurde nicht zur Ganztagsschule angemeldet und wird weiterhin von unseren Ehrenamtlichen im Familientreff unterstützt.

Vielleicht richten wir auch eine kleine Gruppe für Kinder ein, die den Vorschulkindergarten besuchen, damit sie fit werden für die Einschulung im nächsten Jahr.

Zur Unterstützung unserer Kinder der Klassen 5 - 8 hat sich bisher ein Betreuer für das Fach "Mathe" gemeldet. Da brauchen wir also noch Verstärkung, bevor wir Anmeldungen entgegen nehmen können. Wollten Sie nicht auch mitmachen?

Ansonsten habe ich jetzt natürlich mit der Auflösung all meiner Aktenordner und Schränke zu tun und bei aller Wehmut ist da auch ganz viel Freude und Dankbarkeit über die Fülle schöner Angebote und Aktionen, mit denen wir in den zurückliegenden Jahren das Leben unserer kleinen und großen Schützlinge in der Integrationswerkstatt bereichern konnten.

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass uns Gebrauchsartikel für unseren Spendenbasar auch nach meinem Ausscheiden gebracht werden können, denn auch dieser Bereich unserer Arbeit wird vom Diakonischen Werk fortgesetzt.

Und nun noch eine Terminmitteilung:
Meine Verabschiedung und Staffelübergabe an das Diakonische Werk soll in einem Gottesdienst am Sonntag, dem 3. Oktober um 11.15 Uhr auf dem Bouleplatz des Spargelackers erfolgen. Pastor Teichmann und Pastor Jost werden ihn gemeinsam durchführen. Mit einem kleinen Empfang und einem fröhlichen Beisammensein mit Eltern, Kindern und Freunden bei Kaffee und Kuchen soll es dann bis zum Nachmittag weitergehen.
Ulli Paesler

 Neues aus der Integrationswerkstatt im Familientreff Bemerode-Kirchrode VI

Die Osterferien liegen hinter uns und mit meinem neuen Arbeitsvertrag starte ich quasi in die letzte Runde. Die Vorbereitungen für die Übernahme der Integrationswerkstatt durch das Diakonische Werk sind angeschoben, und ich denke, dass spätestens nach den Sommerferien klar sein wird, wie und ggf. mit welchen Veränderungen die Arbeit hier fortgesetzt wird.

Sehr erfreulich ist auf jeden Fall schon mal die Tatsache, dass von meinen 60 Ehrenamtlichen über die Hälfte bereits jetzt bereit ist, sich hier weiterhin zu engagieren. Auch Bettina Beyer wird im neuen Schuljahr wieder für die Kontinuität in der GS am Sandberge sorgen.

Für unseren diesjährigen Familienausflug mit 70 Personen sind die Kosten für den Reisebus gesichert, da unser Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode die Übernahme zugesagt hat. Die Dr.-Buhmann-Stiftung, die den interkulturellen Dialog mit Muslimen fördert, wird uns ebenfalls unterstützen. So können sich etliche unserer Familien wieder auf einen schönen Tag in den Sommerferien zum erschwinglichen Preis freuen.

Nicht nur in unserem Spendenbasar ist der Saisonwechsel eingeläutet, sondern offenbar auch in vielen Familien. Wir merken das an den Sachen, die uns gebracht werden und freuen uns, damit für unsere Kunden immer ein attraktives Angebot vorhalten zu können. Bis zu den Sommerferien können Sie uns auf jeden Fall noch Gebrauchsartikel rund um die Familie bringen und vielleicht auch etwas erwerben.

Bei dem schönen Frühlingswetter wimmelt es in der Sandkuhle vor dem Familientreff wieder von kleinen Kindern, die ich zum Teil noch nie gesehen habe. Das lässt darauf schließen, dass wieder neue Familien zugezogen sind und Gespräche mit den dazugehörigen Müttern bestätigen das. So verbringe ich meine Arbeitszeit jetzt gerne draußen.

In der nächsten Kinderbrücke werden wir nach dem Frühstück in unserem Wald Ausschau halten nach Spuren neuen Lebens, und ich bin ganz sicher, dass wir sie finden werden.

Einen schönen Frühling wünscht
Ulli Paesler

 Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode V


Am 5. Februar nahmen wir im Pfarrheim der Hl. Engel den Dankeschön-Abend für unsere Ehrenamtlichen zum Anlass, den Geburtstag unserer Einrichtung zu feiern. Für unser leibliches Wohl sorgte diesmal ganz wunderbar die Werkstatt "Süd" und wir erlebten wieder vergnügliche Stunden mit unterhaltsamen Beiträgen einiger Ehrenamtlichen.

Wie in der letzten Gemeindeversammlung zu hören war, gibt die Jakobi-Gemeinde Kirchrode die Trägerschaft für den Familientreff nach 9 Jahren auf, ist aber dank eingegangener Spenden bereit und in der Lage, meinen Arbeitsvertrag noch einmal bis Oktober 2010 zu verlängern. Danach scheide ich mit 64 Jahren aus dem Erwerbsleben aus. Das Diakonische Werk ist interessiert und bereit, die Folgeträgerschaft zu übernehmen und diese Perspektive macht mich froh und dankbar. Schon heute gilt:

- Das Diakonische Werk ist hier am Spargelacker ebenfalls seit über 10 Jahren präsent und mit wertvollen Angeboten vielen Bewohnern bekannt.
- Unsere Ehrenamtlichen, die mit ihrem Engagement sowohl dem kirchlichen Auftrag christlicher Nächstenliebe gerecht werden als auch wertvolle Stadtteilarbeit leisten, werden auch weiterhin in "guten Händen" sein.
- Eure/Ihre Spenden für den Familientreff sind nicht verloren, sondern werden auch über Oktober 2010 hinaus in den Erhalt der Einrichtung fließen. Denn schon jetzt ist klar, dass auch das Diakonische Werk ohne Fremdmittel keine Stelle schaffen und erhalten kann.

Ich habe dieses Jahr 2010 getrost und zuversichtlich begonnen und vertraue darauf, dass es zwar viele Veränderungen mit sich bringt, aber wieder ein gesegnetes Jahr wird.

Und ich freue mich auf den Frühling!!!

Ulli Paesler

 Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode IV

Nach der erlebnisreichen Kinderfreizeit von St. Johannis auf dem Hof Michael in Endeholz gibt es mal wieder einige interessante Neuigkeiten zu berichten. 31 Jungen und Mädchen im Alter von 6-11 Jahren, 7 jugendliche Betreuerinnen und Betreuer sowie großer Büffel (meine Kollegin Claudia Kanthak) und ich (Vierauge) verwandelten in den Herbstferien den Bauernhof in ein IndianerCamp. Da wurden Tipis genäht und bemalt und die gesamte Indianer-Ausrüstung gebastelt. Mit fetzigen Liedern lernten die Kinder, dass uns die Erde und alles, was darauf lebt, nicht gehört, sondern uns von Gott zum verantwortungsvollen Umgang anvertraut und geliehen wird. Wir waren so gut beschäftigt, dass uns der Regentag keine Probleme bereitete. Aber am Sonnentag machte es natürlich gleich noch einmal so viel Spaß, am Lagerfeuer zu sitzen und Stockbrot zu backen. Dank der Projektfördermittel von Jakobi konnten diesmal 6 Familien-Treff-Kinder mitfahren und so freute ich mich besonders über unbeschwerte Augenblicke und strahlende Augen auch meiner belasteten Kinder. Vielen Dank noch einmal.

Vor den Ferien trafen sich die Ehrenamtlichen der beiden Hausaufgabenhilfegruppen im Familien-Treff zum Austausch. Wenn alle Betreuerinnen und Betreuer da sind, können wir den Kindern in beiden Stützpunkten inzwischen einigermaßen gerecht werden. Verstärkung ist aber nach wie vor willkommen, da es immer wieder mal krankheits- und urlaubsbedingte Engpässe gibt. Mit dem Neuzugang von Erstklässlern rechnen wir nach dem ersten Halbjahr Ende Januar 2010. Auf jeden Fall sind alle Frauen und Männer nach wie vor begeistert von ihrer Aufgabe und auch der Wohnortnähe.

Als der Caritasverband für die Diözese Hildesheim im Frühjahr dieses Jahres unter dem Motto: "Familien den Rücken stärken" die 2. Auflage des "Elisabethpreises" ausschrieb, beteiligten sich die Hl. Engel mit der Integrationswerkstatt im Familientreff neben 40 weiteren Projekten an dem Wettbewerb. Als Detlef Brückner und Felicitas Schaefer von den Hl. Engeln mit mir am 30. September zur Preisverleihung nach Hildesheim fuhren, rechneten wir mit einer freundlichen Urkunde. Wie groß aber war dort unsere Überraschung und Freude, als wir aus den Händen unserer Sozialministerin Mechthild RossLuttmann den 1. Preis in der Gruppe Bildung entgegennehmen durften. Der Preis besteht aus einer schönen Holzfigur der Heiligen Elisabeth, die sehr an einen Engel erinnert, einer Urkunde und einem Preisgeld von 3.000,00 €, mit dem die Hl. Engel sich nun an der Finanzierung des Familientreffs beteiligen können. Ein großes Ereignis für unsere kath. Nachbargemeinde. Ich freue mich riesig über diese Wertschätzung unserer Arbeit, unserer Ehrenamtlichen aus allen 3 Gemeinden und des ökumenischen Engagements im Familientreff. So hoffe ich, dass wir noch vielen Familien den Rücken stärken können.

Nun wünsche ich Euch und Ihnen noch ein paar sonnige Herbsttage und gemütliche Stunden bei Kerzenschein, wenn die grauen Tage kommen.

Ulli Paesler

 Ökumene

Johanna, Franziska, Hans-Henry, Lennart, Cornelius und Benedikt sind Firmlinge unserer kath. Hlg.-Engel-Gemeinde und haben sich im Rahmen eines Sozialprojektes für den Familientreff entschieden. Nachdem sie einen Teil der Kinder bereits in der Hausaufgabenhilfe kennenlernen konnten, nahmen sie nach einem Vorbereitungstreffen an unserer Kinderbrücke im September teil und gestalteten sie aktiv mit.

Egal, ob evangelisch oder katholisch - orthodox, muslimisch oder auch konfessionslos: In der Kinderbrücke im Familientreff sind alle Kinder von 6 - 11 Jahren willkommen, die Hinter dem Holze wohnen und zu unserer Hausaufgabenhilfe kommen oder kamen. Die Eltern wissen, dass wir u.a. mit biblischen Geschichten arbeiten, Lieder mit religiösen Texten singen und mit den Kindern auch beten. Mehrfach haben muslimische Mütter als Mitarbeiterinnen mitgewirkt.

Zum Thema: Wenn ich mich verlaufen hab', kamen 15 Jungen und Mädchen. Nach dem gemeinsamen Frühstück halfen alle beim Abräumen mit, rückten die Tische an die Seite, stellten einen Stuhlkreis und setzten sich. Ein Seil, das wir weiterreichten und gemeinsam festhielten, verband uns zu einer Gemeinschaft. Die brennende Kerze in der Mitte steht für Gott, dessen Gegenwart wir für unser Beisammensein erbitten.

Einige Kinder erzählten von Erlebnissen, wo sie sich schon einmal verlaufen hatten (im Kaufhaus, im Wald, in einem Dorf). Diese Ebene ist ihnen vertraut. Danach wurde aus 4 Kinderbibeln von den Jugendlichen die Geschichte vom verlorenen Sohn vorgelesen, der sich im übertragenen Sinn ja auch verlaufen hatte, quasi auf die "schiefe Bahn" geraten war. Aber wie macht man das den Kindern verständlich? Wie stellt man einen Bezug zu ihrem eigenen Leben her?

Es wurden 3 Gruppen gebildet mit jeweils 5 Kindern und 2 Jugendlichen. Aus unserem Handpuppenfundus durfte sich jedes Kind eine Figur aussuchen. Die Aufgabe für jede Gruppe bestand darin, sich eine Geschichte zum Thema ausdenken und mit den Handpuppen die Darstellung einzuüben. Vor einem aufmerksamen Publikum präsentierten sie dann der Reihe nach ihre "Heimkehrergeschichte" und ernteten viel Lob und Anerkennung. Kein Zweifel, dass alle viel Spaß dabei hatten.

Die Freude- und Feierphase war ein weiterer Höhepunkt und die Kinder genossen die Schwungtuch-Spiele mit den Jugendlichen unter freiem Himmel sehr. Leider verging die Zeit viel zu schnell und wir mussten uns zum Schlusskreis versammeln.

Wenn wir auf die falsche Bahn geraten sind und umkehren möchten, dann gilt: "Mit offenen Armen kommt Gott uns entgegen". Das war die Botschaft, die wir den Kindern vermitteln wollten und das stand auf dem Erinnerungsband, dass am Ende allen um ihr Handgelenk gebunden wurde.

Vielleicht haben sie nicht alles verstanden - aber ich bin sicher, dass die Kinder mit einem guten Gefühl und einer guten Erfahrung nach Hause gingen. Und 6 jugendliche Firmlinge haben dazu beigetragen. Es wäre toll, euch öfter dabei zu haben.
Vielen Dank noch einmal!

Ulli Paesler

 Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode III

Nachdem das erste Quartal in diesem Jahr viel trübes Wetter mit sich brachte, habe ich den explosionsartigen Frühling während der Osterferien und meinen Urlaub ganz besonders genossen. Aber der letzte Ferientag und mein erster Arbeitstag fielen zusammen, so dass ich in aller Ruhe wieder im Familientreff ankommen und meine zahlreichen Mails sichten konnte. Die Ehrenamtlichen nutzten das schöne Wetter, um den Spendenbasar gründlich aufzuräumen und Transporte nach Rumänien und Russland und den Saisonwechsel vorzubereiten. Dann können wir unsere Kunden in neuem Glanz willkommen heißen und wieder Sommerbekleidung für Kinder und Erwachsene annehmen.

An dieser Stelle möchte ich gerne eine Mitteilung machen, weil ich immer wieder auf Zeitungsartikel angesprochen werde, in denen der Kindertreff Butze 22 am Spargelacker für 2 Tage in der Woche Ehrenamtliche u. a. für Hausaufgabenhilfe sucht. - Bei der Butze 22 handelt es sich um ein "Lückekinderprojekt" in Trägerschaft der Baptisten, das vom Gesetz her eigentlich für Kinder von 10 - 14 gedacht ist (Kinder, die keinen Hortplatz mehr bekommen, aber zu jung sind fürs Jugendzentrum).

Gern würde ich unsere Kinder an diese "Anschlussbetreuung nach der vierten Klasse" verweisen. Da in der Butze das Zielgruppenalter jedoch eigenständig auf 8 Jahre und zum Teil noch weit darunter angesetzt wurde, geraten einige unserer Erstklässler in Gewissenskonflikte. Sie stehen vor der Wahl zwischen der Butze, wo sie auch Hausaufgaben machen können, wenn sie denn wollen und dem Familientreff, in dem es Regeln gibt und das klare Ziel, die Migrantenkinder außerschulisch zu fördern, damit sie in der Schule mithalten können und ihre Integration besser gelingt.

Gern denke ich an das Benefiz-Konzert in der Neustätter Hof- und Stadtkirche zurück, mit dessen Erlös die Johanniter Hilfsgemeinschaft die Fortsetzung unserer Arbeit unterstützen will und auch der Frühlingsbasar in der Alice-Salomon-Schule wurde von den Damen des IWAH zum Teil zugunsten der Integrationswerkstatt durchgeführt. Eine erfreuliche Art der Wertschätzung und Ermutigung und ich möchte mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich dafür bedanken.

Herzliche Frühlingsgrüße aus der Integrationswerkstatt von Ulli Paesler

 Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode II

Das Tolle an der Integrationswerkstatt ist, dass es wirklich immer wieder etwas Neues zu berichten gibt. So kann ich entgegen der Information in meinem Februarartikel heute mitteilen, dass mein Arbeitsvertrag bis März 2010 verlängert wird. Ein neues Projekt "Elternarbeit mit Migranten" in Zusammenarbeit mit dem Ethnomedizinischen Zentrum e.V. ist an den Start gegangen. Dabei geht es um Themen wie Kindergesundheit und Unfallprävention, Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, Umgang mit Medikamenten, seelische Gesundheit, Erste Hilfe beim Kind, Risiken des Tabak- und Alkoholkonsums und andere. Am ersten Abend kamen 7 Mütter und 2 Väter in den Familientreff. Bis zu den Osterferien vereinbarten wir zunächst 3 weitere Elternabende und ich hoffe auf noch mehr Beteiligung. Danach sehen wir weiter. Für Kinder von 3 - 6 Jahren wird jeweils am dritten Donnerstag im Monat im Familientreff das 5-Uhr-Theater mit Nele Westerholz angeboten. Auch das ist neu, und ich bin sehr gespannt, wie es sich entwickelt.

Am 14.02. feierten wir im Rahmen der Kinderbrücke mit 20 Hausaufgabenkindern fröhlich Fasching. Als einzige Kritik bekam ich am Ende von den Kindern die Frage zu hören, warum sie denn nicht noch länger da bleiben und mit uns feiern dürften.

Und schließlich fand am 16.02. im Kirchenzentrum auf dem Kronsberg der Dankeschönabend für unsere Ehrenamtlichen statt. 47 Frauen und Männer folgten der Einladung, 17 weitere waren aufgrund von Krankheit, Urlaub oder anderer Termine verhindert. Marga Schmuderer sorgte wieder wunderbar für unser leibliches Wohl und Susanne Dautel von St. Johannis sowie Andrea Wauer-Höflich von Jakobi ehrten unsere Ehrenamtlichen mit Grußworten und ihrer Anwesenheit.

Ein Rechenspiel mit den Einsatzstunden unserer 52 Ehrenamtlichen machte deutlich, dass insgesamt 2½ volle Stellen zusammen kommen. Klar, dass ihre Arbeit damit einfach unbezahlbar ist. Darum freute ich mich sehr über unsere Ehrengäste Edelgard Bulmahn (Mitglied des Deutschen Bundestages) und Birgit Voß-Boner als Vertreterinnen des Bezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode, die es sich nicht nehmen ließen, allen unseren Ehrenamtlichen für ihr Engagement in unserem Stadtteil persönlich zu danken und ihnen eine Rose zu überreichen. Diese Wertschätzung fand großen Anklang und es ist schön, dass unser Einsatz im Stadtteil so positiv wahrgenommen wird.

Außerdem bin ich sehr dankbar, dass meine Bitte Gehör findet und sich immer noch neue Ehrenamtliche finden lassen, um unsere so wichtige Arbeit zu unterstützen.

Ansonsten hoffe ich, dass er Winter sich bald verabschiedet und dem Frühling eine Chance gibt. Das Laufen kommt in dieser Zeit nämlich einfach zu kurz und fehlt mir sehr.
Mit herzlichen Grüßen aus der Integrationswerkstatt

U.Paesler


 Neues aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff Bemerode-Kirchrode

Dankbar blicke ich zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2008 und da ich die Zusage habe, meine Arbeit bis Ende September 2009 fortsetzen zu dürfen, gehe ich auch zuversichtlich in dieses neue Jahr. Die Jahreslosung bestärkt mich darin.

Unseren Beitrag zum "lebendigen Adventskalender am 11.12." hat Herr Hans-Helmut Kruse (ehrenamtlicher Hausaufgabenbetreuer) wie folgt in Erinnerung:
Die Wege zum Treff waren illuminiert - man konnte sich in der Dunkelheit nicht verirren. Die vielen (Familientreff-)Kinder bekamen eine Kerze. Einige besinnliche Worte und gemeinsames Singen stimmten auf Weihnachten ein: Die Sehnsucht der Menschen nach Frieden und Liebe untereinander. Und tatsächlich entstand das Symbol der Liebe - ein Herz - mitten im Innenhof des Treffs, dem (zweiten) Zuhause, einer Herberge, die Geborgenheit bietet. Überwiegend waren Angehörige der Treff-Kinder erschienen. Der Punsch und die selbst gebackenen Kekse waren schnell alle. Ein Nachhall des kurzen Augenblicks der Besinnung begleitete auf dem Nachhauseweg.

Nachdem Frau Dautel, Frau Schaefer und ich am 17.12. auf der sehr beeindruckenden Weihnachtsfeier der LBS am Kronsberg 50 Geschenke für unsere Kinder in Empfang nehmen durften, fand am 18.12. im Gemeindehaus St. Johannis unsere eigene Weihnachtsfeier mit 36 Erwachsenen und 78 Kindern (fast alle mit Migrationshintergrund) statt. Die Firma Bahlsen ermöglichte mit ihrer großzügigen Keksspende ein wunderbares Kaffeetrinken und etwa 10 ehrenamtliche Frauen und Männer halfen mir vom Anfang bis zum Ende bei allem, was nötig war. Obwohl die Proben von Liedern, Krippenspiel und dem Theaterstück vom "starken Teig" nie mit derselben Besetzung möglich waren, klappten die Aufführungen hervorragend. Auch die Kreativangebote für Kinder und Eltern wurden gern angenommen. Aber Höhepunkt war natürlich die Bescherung aller Kinder durch den Weihnachtsmann, nach dem ab 17.00 Uhr sehnsüchtig Ausschau gehalten wurde. Als er schließlich draußen zu sehen war, stieg der Geräuschpegel enorm an, verebbte aber recht schnell, als der Weihnachtsmann den großen Saal betrat und sich den Kindern freundlich zuwandte. Nach einigen Gedichten wurde jedes Kind einzeln aufgerufen, um sein Geschenk in Empfang zu nehmen. Kein Kind musste leer ausgehen, weil neben den 50 Päckchen der LBS 28 Geschenke aus anderen Spendenquellen finanziert werden konnten. Zum Schluss durften wir allen Eltern noch Kekse für zuhause mitgeben und dank der vielen helfenden Hände war das Gemeindehaus ruck, zuck wieder aufgeräumt und sauber. Vielen Dank noch einmal allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Für unsere Viertklässler beginnt jetzt eine spannende Zeit, weil Schullaufbahnempfehlungen ausgesprochen werden. Darauf sind wir sehr gespannt und freuen uns sehr, dass wir die 50 Kinder in unseren beiden Hilfestützpunkten durch dieses Schuljahr hindurch begleiten können. Viel Freude bereiten im Augenblick die Lesefortschritte der Erstklässler. Nach Weihnachten haben sie meistens den Bogen raus und dann beginnt das Vorlesen auch Spaß zu machen. Ich will ja nicht lästig werden: aber wir können noch immer Teamverstärkung gebrauchen!

Am 5. Februar wird der Familien-Treff 14 Jahre alt und unser Dankeschönabend für alle Ehrenamtlichen findet diesmal am 16. Februar im Kirchenzentrum auf dem Kronsberg statt. Darauf freue ich mich schon sehr.

Nun wünsche ich Euch/Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Jahr 2009

U.Paesler


 Patenschaften

Auf meinen Versuch hin, Patenschaften für allein erziehende Mütter mit ihren Kindern zu organisieren, erhielt ich inzwischen 2 Anfragen von betroffenen Müttern. Jedoch ließ sich ein Kontakt mit meinen 3 Leihgroßmüttern aus verschiedenen Gründen nicht herstellen. Deutlich wurde allerdings, dass auch "ganz normale Mütter", die z.B. ihren beruflichen Wiedereinstieg wagen wollen, manchmal dringend - besonders im Krankheitsfall - spontan so eine Leihoma für ihre Kinder brauchen könnten. Nun, da muss ich wohl weiter suchen.

Nach starken Regenfällen in den Sommerferien stand Wasser in unseren Heizungsschächten und sorgte wochenlang für eine unangenehme Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Vor den Herbstferien wurde dieses Wasser nun endlich abgepumpt - es waren 350 Liter. Aber trocken ist das Mauerwerk damit noch lange nicht, und ich hoffe sehr, dass diese Beeinträchtigung bald ein Ende hat.

Die Kinderfreizeit in der Süntelbuche war wieder rundum gelungen. Der Himmel hatte ein Einsehen und schenkte uns genau das Wetter, das wir brauchten, um mit Robin Hood den Wald unsicher machen zu können. Auch die 5 "Familien-Treff-Kinder" waren voll integriert und hatten viel Spaß. Aber 4 Rundum-die-Uhr-Tage kosten auch viel Kraft, und ich brauche anschließend doch einige Zeit, um mich wieder richtig fit zu fühlen. Da ist es gut, dass noch eine Ferienwoche folgt, in der alles ein bisschen ruhiger laufen kann.

Nach den Herbstferien werden mir 78 Kinder ihre Weihnachtswunschzettel zurückgeben und ich bin schon sehr gespannt darauf. Mitarbeitende der LBS geben in diesem Jahr wieder 50 Kindern die Möglichkeit, sich etwas im Wert von jeweils 25,00 € zu wünschen, und sie besorgen dann auch die Geschenke. Der Rotary-Club-Luisenhof finanziert weitere 25 Wünsche und unsere Ehrenamtlichen kümmern sich um den Einkauf. So wird unsere Familien-Weihnachtsfeier am 18. Dezember ein ganz besonderes Fest sein, weil zum ersten Mal auch viele Kinder des Hausaufgabenhilfestützpunktes Sandbergschule mit ihren Eltern und Geschwistern daran teilnehmen werden. Doch bis es soweit ist, gibt es noch viel zu tun!

Es wäre schön, wenn sich für die Hausaufgabenhilfe in der Sandbergschule bald Verstärkung finden ließe, weil urlaubs- oder krankheitsbedingt doch immer mal einige Betreuer ausfallen! Aber vielleicht gehören Sie ja bald zu unserem Team. Wir freuen uns auf Sie!

Kommen Sie gut durch die dunkle Jahreszeit!

U.Paesler


 Ein Fehltritt mit Folgen

vereitelte im Frühjahr meine Urlaubspläne. Der Flug nach Bratislava war für den 27.03. gebucht. Beim morgendlichen Lauf durch die Eilenriede knickte ich jedoch mit dem linken Fuß um und brach mir das Sprunggelenk. Statt Urlaub also eine 6-wöchige Zwangspause. Meine Ehrenamtlichen stellten einen Transportdienst, und als ich einen Gehgips hatte, verbrachte ich täglich einige Stunden im Familien-Treff. Vielen Dank noch einmal allen, die mich so toll begleiteten und unterstützten. Als Single ist man sonst doch ziemlich aufgeschmissen.

Im Stützpunkt in der Sandbergschule erlebten wir die erste Urlaubswelle und Engpässe bei der Hausaufgabenbetreuung. Das hat deutlich gemacht, dass die Zahl der freiwilligen Helferinnen und Helfer gerne noch wachsen darf, damit die Daheimgebliebenen nicht überfordert werden. Bitte schenken Sie den Kindern 1 x in der Woche 2 Stunden Zeit!

Das Bastelprojekt für unsere Hausaufgabenkinder mit Julia und Nadine war ein voller Erfolg. Die ev. FaBi hat die beiden hierfür freigestellt und die Materialkosten wurden aus Spendenmitteln finanziert. Schade, dass die schöne Zeit wieder vorbei ist. Vielen Dank noch einmal auch an dieser Stelle.

Der warme Mittagstisch ist angelaufen und wir sammeln erste Erfahrungen. Bis zu den Sommerferien bringen uns die Johanniter jeden Dienstag für 16 Kinder warmes Essen mit einer Eigenbeteiligung von 1,00 €. Die Differenz zu 2,60 € finanziert die Jakobi-Gemeinde aus Spenden.

Der Delegationsbesuch aus Kotobe (Äthiopien) am 29. Mai war ein Erlebnis besonderer Art. Mit Hilfe eines Bodenbildes erfuhren die Gäste etwas über unsere Arbeit in der Integrationswerkstatt und bedachten uns bei der Gestaltung eines eigenen Bildes mit guten Wünschen für unsere Einrichtung. Und etliche Gebrauchsartikel aus unserem Spendenbasar werden jetzt in Äthiopien Freude bereiten. In diesem Jahr wird der Spargelacker 15 Jahre alt. Aus diesem Anlass wird es am Samstag, dem 12. Juli 2008, in der Zeit von 11.00 - 17.00 Uhr ein Sommerfest geben, an dem sich sowohl Bewohner als auch die verschiedenen sozialen Einrichtungen des AK Spargelnetz beteiligen werden. Dazu sind auch Sie herzlich eingeladen! Für Unterhaltung und das leibliche Wohl wird gesorgt. Wir freuen uns auf Sie!

Der traditionelle Familienausflug des AK Familie geht mit 70 Personen am 18. Juli 2008 zum Serengeti-Park nach Hodenhagen. Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode übernimmt die Buskosten in Höhe von 650,00 €. Andere Beihilfen werden es ermöglichen, die Teilnahme für unsere Familien bezahlbar zu machen. Auch hierfür vielen Dank!

Gelegentlich werde ich angefragt, ob ich eine Leih-Oma oder sonstige Unterstützung für alleinerziehende Mütter vermitteln könnte. "Bisher noch nicht", kann ich dann nur sagen. Aber vielleicht gelingt etwas Neues? Wenn Sie also gelegentlich eine alleinerziehende Mutter finanziell oder durch einen Babysitterdienst unterstützen möchten, melden Sie sich bitte bei mir. Melden Sie sich bitte auch, wenn Sie eine Mutter sind, die eine derartige Hilfe gerne gelegentlich in Anspruch nehmen würde. Meine Tel.-Nr. lautet: 9 52 52 94.

Nun wünsche ich Euch und Ihnen allen einen schönen Sommer.

U.Paesler


 Gute Nachrichten aus der Integrationswerkstatt im Familien-Treff:

Das neue Jahr ist gut angelaufen und so langsam gewöhnen wir uns an unseren neuen Namen.
Integrationswerkstatt soll sagen, dass Menschen hier ganzheitlich in den Blick genommen werden. Durch unterstützende Angebote für Mütter und Kinder von 0 Jahren bis zum Ende der Grundschulzeit sollen die Sprachkompetenz verbessert und positive Weichen gestellt werden mit dem Ziel einer gelungenen Integration der in unserem Stadtteil lebenden Migrantenfamilien und sonstigen Familien mit besonderen Belastungen.

So kann ich mich freuen, dass wir in unserem neuen Hausaufgabenhilfestützpunkt in der Sandbergschule inzwischen auch den Montag bedienen können und 30 Kinder nun an 4 Tagen in der Woche Hilfe erfahren. Ob wir nach den Osterferien jedoch auch die Kinder der ersten Klasse dazunehmen können (was sehr sinnvoll wäre), hängt wieder einmal davon ab, ob sich weitere Ehrenamtliche zur Teamverstärkung finden. Auch im Familien-Treff selbst gibt es bestimmte Tage, an denen eine weitere Verstärkung sinnvoll wäre. Machen Sie doch einfach mal ein Praktikum bei uns. Sie benötigen als Voraussetzung eigentlich nur die Liebe zu Kindern und die Bereitschaft, auf einen Mittagsschlaf in der Woche zu verzichten.

Ein weiterer Grund zur Freude liegt darin, dass die Zahl derer, die unseren Fortbestand wollen und uns auch finanziell unterstützen, stetig wächst. So sind der Rotary-Club Luisenhof und der Inner-Wheel-Club Langenhagen-Wedemark wieder mit größeren Beträgen dabei. Das Fastenopfer unserer Nachbargemeinde Auferstehung Döhren erbrachte 725,00 € für den Familien-Treff und die Kollekte am Ende der ökumenischen Bibelwoche belief sich auf etwa 400,00 €. Auch verschiedene Privatspenden signalisieren mir immer wieder Solidarität und die tut einfach gut. Vielen Dank dafür!
Meiner Einladung zum Abend der Begegnung für unsere Ehrenamtlichen am Rosenmontag im Gemeindehaus St. Johannis folgten 50 Frauen und Männer. Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler beim Aufbau und bei der Programmgestaltung wurde es ein vergnüglicher Abend mit allseits gelobtem Essen. Vielen Dank noch einmal. Und Sie glauben gar nicht, über welch wunderbare Talente diese Menschen sonst noch verfügen. Ich bin begeistert und träume schon davon, wie ein bisschen davon an unsere Kinder weitergegeben werden könnte.

Wie in unserer neuen Konzeption angekündigt, versuchen wir gerade die schrittweise Einführung eines warmen Mittagstisches für unsere Hausaufgabenkinder. Von 20 Kindern haben 16 ein Interesse daran. Ob eine Umsetzung in unseren Räumen jedoch realisierbar ist und uns nicht zu viel Zeit für unser Hauptanliegen (die Chancengleichheit unserer Kinder in unserem Bildungssystem) verloren geht, muss sich erst zeigen.
Schau'n wir mal.
Bei aller Arbeit aber freue ich mich auf den Frühling und die Osterferien, in denen ich auch Urlaub haben werde.
So wünsche ich Euch / Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest.

U.Paesler


 Neues vom Familientreff - Januar 08

Rückblick :
Neben meiner größten Freude darüber, dass ich ein weiteres Jahr im Familientreff arbeiten darf, gab es im vergangenen Jahr auch andere Höhepunkte, an die wir uns dankbar erinnern: Ein gut genutzter Alphabetisierungskurs für ausländische Frauen; der Beginn der Mini-Kinderbrücke innerhalb der Bastelgruppe und die monatliche Kinderbrücke für die Schulkinder (wie die Kinderkirche jeweils samstags).

Da war der Aufbau des neuen Hausaufgabenhilfe-Stützpunktes in der Sandbergschule mit 34 Kindern der Klassen 2 - 4 und 14 neuen Ehrenamtlichen. Sobald sich weitere 5 - 6 Frauen und Männer finden lassen, können wir dort auch den Montag bedienen. Insgesamt ist die Zahl unserer Ehrenamtlichen damit auf 48 angewachsen.

Ich denke an den Familienausflug nach Sottrum im größten Reisebus, der aufzutreiben war, an unsere Freude über die guten Schullaufbahnempfehlungen unserer Viertklässler vom Spargelacker, die Teilnahme von 4 unserer Kinder an der Kinderfreizeit und von 7 am Kinderkirchentag.

Eine erste Großelternpatenschaft zwischen einem kinderlosen Ehepaar und einer allein erziehenden Mutter mit ihren 3 Kindern kam auf den Weg und unser Spendenbasar hat sich auch für viele Menschen aus unseren Gemeinden als außerordentlich nützlich erwiesen.

Unsere traditionelle Feierabendandacht im Advent wurde von zahlreichen Müttern und ihren Kindern begleitet, die mit mir singend über den Spargelacker zogen und mit glänzenden Augen behutsam ihr Licht in die Welt trugen.

Höhepunkt zum Jahresabschluss war der Besuch von 34 Kindern der Sandbergschule in Begleitung von Frau Daniela Lintker und Herrn Hunger, die mir den stolzen Betrag von ca. 1.200,00 € überreichten als Ergebnis ihres Sponsorenlaufs für den Familientreff am 13.12.2007. Dieses Geld stellt sicher, dass die Kinder im Mini-Bistro beider Standorte auch in diesem Jahr vor den Hausaufgaben etwas zu essen und zu trinken erhalten können. Sie kommen ja immer unmittelbar nach dem Unterricht und da knurrt so mancher Magen. Ansonsten sollen mit dem Geld Veranstaltungen für Familien und Kinder unterstützt werden, die Integration erleichtern, gegenseitige Vorurteile abbauen und Freundschaften fördern sollen. Eine wunderbare Idee, Gutes zu tun und dabei eine Menge Spaß zu haben. Auch von hier aus ein herzliches Danke!

Natürlich gibt es auch für 2008 schon einige Ziele, die ich gerne erreichen möchte. An erster Stelle hierbei steht die Teamerweiterung für unseren Hausaufgabenstützpunkt in der Sandbergschule. 2 Namen stehen schon in meiner Liste, aber es werden mindestens noch 4 weitere benötigt. Vielleicht gehören Sie ja bald dazu?

Einstweilen wünsche ich Ihnen/Euch allen ein gesegnetes Neues Jahr!

U.Paesler


 Neues vom Familientreff - September 07

Der Herbst hat Einzug gehalten, und ich freue mich über jeden sonnigen Tag, der der Laubfärbung einen strahlenden Glanz verleiht.

Auch das neue Schuljahr ist gut angelaufen und bringt manche Veränderung mit sich. 20 Kinder der Wasserkampschule nutzen unsere Hausaufgabenhilfe und auch 5 Erstklässler freuen sich darüber, jetzt endlich zu den Großen zu gehören.

Unsere Mutter-Kind-Angebote genießen zunehmende Wertschätzung, was einerseits sehr schön ist, uns andererseits aber auch manchmal an unsere Grenzen bringt, da der Raum seine Größe nicht verändern kann.

An 3 Vormittagen ist es im Augenblick recht ruhig, da die Alphabetisierungskurse und Sprachförderangebote für ausländische Mütter aus personellen Gründen nicht fortgesetzt werden können. Da jedoch im Rahmen einer Kooperation mit den Johannitern und der Maximilian-Kolbe-Schule in Kleefeld ein neuer Eltern-Treff in unseren Räumen angedacht ist, wird sich das vermutlich bald ändern.

Der neue Hausaufgabenstützpunkt in der Sandbergschule wird z. Zt. von 32 Kindern in Anspruch genommen. Auch sie kommen fast alle aus Familien mit Migrationshintergrund und sind zum Teil sehr betreuungsintensiv. Leider reicht die Zahl unserer neuen Ehrenamtlichen für diese große Aufgabe noch nicht aus, so dass wir bis auf weiteres den Montag streichen und die vorhandenen Betreuer auf die anderen 3 Tage verteilen. Schauen wir mal, ob wir unser Angebot irgendwann auch wieder ausweiten können.

In den Herbstferien findet von St. Johannis Bemerode wieder die alljährliche Kinderfreizeit statt, an der auch ich teilnehme. Dank der finanziellen Unterstützung von St. Johannis und Jakobi können wir 4 Familien-Treff-Kinder mitnehmen, die sich die Teilnahme sonst nicht leisten könnten. Vielen Dank dafür!

Ab Oktober findet an jedem zweiten Samstag im Monat für unsere Hausaufgabenkinder eine "Kinderbrücke" statt, auf die ich mich schon sehr freue. Ich hoffe, dass diese Regelmäßigkeit den Kindern gut tut und sie rechtzeitig aufstehen.

Einstweilen wünsche ich Ihnen/Euch einen sonnigen Herbst.

U.Paesler


 Neues vom Familientreff - Juni 07

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich in meinem Büro Extremtemperaturen von über 30 Grad, so dass ich es nur mit offener Tür aushalte. Ähnlich ist es im großen Gruppenraum. JuKiMob hat da das einzig Richtige getan und heute ein großes Plantschbecken aufgestellt. Es klingt fast wie im Schwimmbad und ich freue mich, dass die Kinder vom Spargelacker es so gut haben. Am 04.06.2007 konnten wir mit unserem neuen Hausaufgabenstützpunkt in der Grundschule am Sandberge an den Start gehen, wo z.Zt. 21 Kinder der Klassen 2 - 4 zu betreuen sind. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber unserer Einrichtung liegt darin, dass uns in der Schule mehrere Räume zur Verfügung stehen. Für den Aufbau neuer Teams haben sich bereits 4 Personen gemeldet. Ich hoffe jedoch auf Verstärkung und darauf, dass die ausgeliehenen Betreuer bald in den Familien-Treff zurückkehren können. Es ist soooo lohnend, wie ein Beispiel zeigt: Anfang des Schuljahres kamen 2 Schwestern zu uns. Eine wurde gerade eingeschult, die andere kam in die dritte Klasse. Mit unserer regelmäßigen Unterstützung kamen beide in der Schule gut zurecht. Kurz vor Weihnachten zogen die Eltern in einen anderen Stadtteil, wo diese Hilfe fehlte. Beide Kinder verschlechterten sich so sehr, dass die Familie inzwischen wieder zum Spargelacker zurückgekehrt ist. Die Große musste zurückgestuft werden und die Kleine ist längst noch nicht so weit, wie unsere anderen Erstklässler. Bitte rufen Sie mich an, wenn Sie mithelfen möchten, Kindern zu helfen. Viele Gemeindeglieder haben sich daran beteiligt, für uns Marmeladengläser zu sammeln. Vielen Dank dafür. Jetzt hoffe ich auf eine gute Ernte, damit wir Früchte sammeln können. Sollten Sie in Ihrem Garten einen Obstüberschuss haben, sind wir dankbare Abnehmer! Der Familienausflug am 20.07. ist vorbereitet. Es geht mit 70 Personen zum Familienpark Sottrum, und Dank einer Spende von Finanz-IT und unserem Bezirksrat können wir uns nach 5 Jahren mal wieder einen Bus leisten, der unsere Fahrt immer besonders attraktiv macht. Bleibt also nur noch, auf schönes Wetter zu hoffen.

U.Paesler


 50 x 500

Mit diesem griffigen Motto - entlehnt von einem erfolgreichen niedersächsischen Unternehmen - gestaltet der Kirchenvorstand die Zukunft des Familientreffs Bemerode-Kirchrode. In fast jeder Ausgabe des Gemeindebriefes lesen Sie über die engagierte Arbeit des Familientreffs unter der Leitung von Frau Paesler. Unser christlich-diakonischer Auftrag hatte die Jakobikirchengemeinde vor fünf Jahren dazu bewegt, die Trägerschaft für diese segensreiche Arbeit im sozialen Brennpunkt Spargelacker zu übernehmen. Mit ökumenischer Unterstützung der Nachbargemeinden, einem kleinen Beitrag der Stadt Hannover und dank vieler Einzel-Spender finden vor allem Menschen mit Migrationshintergrund im Familientreff einen Ort, an dem sie Integration erleben und Unterstützung finden, in ihrem hiesigen Lebensumfeld Wurzeln zu schlagen. Besonders deutlich wird das an der Hausaufgabenhilfe. Sie erlebt eine große Nachfrage, die die vorhandenen Kapazitäten im Familientreff oft übersteigt: Grundschulkinder verbessern, unterstützt von über 30 Ehrenamtlichen, ihre deutschen Sprachfertigkeiten und bewältigen unter liebevoller Anleitung der Betreuer ihre Hausaufgaben. Diese ehrenamtlich geleistete Arbeit hat dennoch ihren Preis. Eine professionelle Leitung, saubere Räume und Möglichkeiten zur gemeinsamen Freizeitgestaltung bereitzustellen, übersteigen die finanzielle Leistungsfähigkeit der Jakobikirchengemeinde. Seit dem vergangenen Jahr sucht der Kirchenvorstand eine Lösung, die das Fortbestehen des Familientreffs für weitere drei Jahre sichert: die Übergabe in eine andere Trägerschaft ist aussichtslos, die Kommune vermag ihren Beitrag nicht zu erhöhen und die großen Stiftungen fördern in aller Regel nur Neu-Projekte und einmalige Sachkosten. Die zündende Idee: viele Einzelförderer sichern das Ganze. Übernehmen Sie - gemeinsam mit 50 anderen Spendern - einen Förderbetrag von € 500 für ein Jahr. Klar, über die Anerkennung als gemeinnützige Spende leistet auch der Staat seinen Beitrag und gibt Ihnen mehr Spielraum. Setzen Sie sich mit Ihrer zweckgebundenen "50 x 500"-Spende auf die Liste der Förderer unseres Familientreffs. (Ansprechpartner P. Sewening T. 51 75 51). Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft der Kinder im Familientreff gestalten, so dass es einmal Wirklichkeit wird:

In Hannover Zuhause.


 Januar 2007
Neues vom Familien-Treff

2007 beginnt für mich so gut, wie 2006 aufgehört hat. Mein Arbeitsvertrag wird für ein weiteres Jahr verlängert und Jakobi Kirchrode bleibt Anstellungsträger!

Ja, wenn das keine gute Nachricht ist: ich freue mich sehr und weiß, dass ganz viele Menschen aus unseren Gemeinden sich mitfreuen. Ein aktiver Arbeitskreis ist bemüht, neue Wege der Finanzierung zu finden und es besteht wohl berechtigte Hoffnung, dass der Familientreff für die Familien vom Spargelacker noch eine Weile erhalten bleibt. Die Jakobi-Stiftung ist wieder maßgeblich an der Sicherung beteiligt, aber auch von Privatpersonen der Jakobigemeinde sind verschiedene Spenden eingegangen. Mit 500,00 € unterstützt auch ein Kollegium von FinanzIT unsere Arbeit. Alles gute Gründe also, dankbar und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Schön auch, dass ich mit dieser Zukunftsperspektive unbelastet meinen bisher längsten Urlaub vom 29.01. - 02.03.2007 und meine Neuseelandreise antreten und mich aufs Zurückkommen freuen kann. Herr von der Wense hat meinen maroden Computer wieder einmal repariert, so dass die von mir befürchtete Neuanschaffung nun wohl doch nicht nötig ist. Wie gut, dass es auf diesem Gebiet Experten gibt. Ich selber habe diesbezüglich keine Ahnung und muss gestehen: "Auch ein Käp'ten braucht mal Hilfe".

Während meiner Abwesenheit laufen alle regelmäßigen Angebote weiter, und ich bin sicher, dass das verlässliche Team aller Ehrenamtlichen mich würdig vertreten wird. Nach meiner Rückkehr werden wir dann den 12. Geburtstag unseres Familientreffs feiern und gemeinsam überlegen, wie wir ihn durch "die kritischen Jahre der Pubertät" führen können. Auf jeden Fall steht dann wieder mal eine gründliche Renovierung unserer Räume an.

Auf einen Termin möchte ich besonders hinweisen!

Unter dem Oberthema "Wunde Punkte" findet am Mittwoch, dem 07.03. um 18.30 Uhr im Familientreff eine Andacht mit Pastor Teichmann statt. Eine gute Gelegenheit für alle, unsere Einrichtung persönlich kennenzulernen oder anderen vom eigenen Engagement bei uns zu erzählen.

Und noch eine Bitte habe ich, und zwar, kleine Marmeladengläser mit unversehrtem Schraubverschluss nicht wegzuwerfen, sondern für uns zu sammeln. Wir waren im letzten Jahr mit unserem Quittengelee für den Jakobibasar recht erfolgreich und sind gerne bereit, auch in diesem Jahr wieder unseren Beitrag zu leisten. Vielen Dank!

Nun wünsche ich Euch/Ihnen allen noch ein gesegnetes Jahr 2007 und freue mich auf die Fortsetzung meiner Arbeit im März.

Ulli Paesler


 November 2006
Neues vom Familien-Treff

Diesen Artikel schreibe ich umgeben von gepackten Kisten für die Kinderfreizeit in der Süntelbuche. Leider nimmt in diesem Jahr nur ein Kind vom Spargelacker daran teil. Den anderen waren wohl selbst die 50,00 € noch zu teuer, obwohl damit die eigentlichen Kosten bereits halbiert wurden. Dafür sind aber schon 16 Anmeldungen für die Kinderbrücke in der zweiten Herbstferienwoche eingegangen, und ich freue mich, dass die Kinder inzwischen gelernt haben, ihre 50 Cent Eigenbeteiligung gleich mit der Anmeldung abzugeben.

Persönlich darf ich dankbar auf einen wunderschönen runden Geburtstag zurückblicken. Am Tag selbst war da die Freude mit unseren Hausaufgabenkindern, die mir lange vorher immer wieder ihre Geheimnisse ins Ohr geflüstert hatten. Am 14.10. dann bereiteten mir viele Freundinnen, liebevolle Kolleginnen und Ehrenamtliche wie auch meine Kinder durch leckeres Essen, einen fantasievollen Kuchen, Tatkraft und fröhliche Beiträge ein wunderschönes Fest, das mir unvergessen bleiben wird. Als Geschenk hatte ich mir einen kleinen Zuschuss zu einem Flugticket nach Neuseeland gewünscht, wo ich gerne meine Tochter besuchen möchte. Und - unvorstellbar - das Geld reicht nicht nur für den Hin- sondern auch für den Rückflug. So wird also nach meinem Marathon im Laufen im Februar ein Marathon im Fliegen folgen, was für mich fast noch aufregender ist. Allen auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich DANKE für soooo viel Freude!

Da ich in diesem Jahr in der Woche vor Weihnachten Urlaub habe, wird es für unsere Kinder, ihre Familien und unsere Hausaufgabenbetreuer am 06.12. eine große Nikolausfeier im Gemeindehaus der Hlg. Engel geben. Dank der Spende des Rotary-Clubs Luisenhof kann der Nikolaus sich auch Geschenke leisten, und ich bin schon sehr gespannt, ob wir diesmal auch eine kleine Theatergruppe organisieren können.

Eine Fackelandacht im Advent werden wir in diesem Jahr wegen der kurzen Adventszeit nur gruppenintern durchführen.

Wer gerne Quittengelee mag, kann sich auf den diesjährigen Jakobi-Basar am ersten Advent freuen. Wir konnten bereits einen stattlichen Vorrat anlegen und danken herzlich für eingegangene Quitten.

Nun wünsche ich Euch/Ihnen allen für die graue und kalte Jahreszeit wärmende Erfahrungen mit freundlichen Menschen, und dass hier und da ein Licht aufgeht.

Eure/Ihre

Ulli Paesler


 Oktober 2006
Neues vom Familien-Treff

Das neue Schuljahr ist gut angelaufen, und wir merken jetzt schon, dass es wieder viel zu tun geben wird. 4 Viertklässler, 10 Kinder der Klasse 3, 4 der zweiten Klasse und 3 Neulinge der Klasse 1 kommen jetzt zu uns. In einer gemeinsamen Teamsitzung werden wir überlegen, wie wir auf die veränderten Stundenpläne reagieren und ob wir Möglichkeiten sehen, unseren Kindern noch effektiver zu helfen. Frau Eggert von der Wasserkampschule wird uns dabei beraten.

Im Spendenbasar erlebten wir am ersten Öffnungstag nach den Ferien einen riesigen Ansturm. Viele Frauen und Kinder freuten sich, dass wir endlich wieder da waren, und nutzten gerne die Gelegenheit, mit uns eine Tasse Kaffee zu trinken und in unserem Lädchen zu stöbern. Manche wissen noch immer nicht, dass wir Familien-Treff heißen - aber wo Ulli sitzt, ist ihnen bekannt. Was an unserer Arbeit hier gelingt, läuft nur über die Beziehungsschiene.

Integration ist für diese Menschen noch lange nicht abgeschlossen und ich frage mich oft, ob das überhaupt jemals der Fall sein wird. Unglaublich viel Angst und Unsicherheit bestimmt hier das Leben von Müttern und Kindern - da ist eine verlässliche Anlaufstelle hilfreich, in der sie Wertschätzung und Stärkung erfahren. Aber wer übernimmt diese Aufgabe, wenn es den Familien-Treff nicht mehr gibt?

Mein Vertrag läuft am 31.03.2007 aus, und fest steht, dass Jakobi meine Stelle ohne Lohnkostenzuschüsse aus anderen Quellen nicht länger erhalten kann. Diese Zuschüsse aber sind weit und breit nicht in Sicht, und so sind wir definitiv auf der Suche nach einem Folgeträger für den Familien-Treff. Erste Gespräche mit dem Diakonischen Werk und dem Jugendverband ev. Freikirchen haben stattgefunden und sind auf Wohlwollen gestoßen, aber das sind keine Zusagen. Auch der Bezirksrat will sich unseres Anliegens annehmen, doch wir wissen ja alle, dass die kommunalen Kassen leer sind und auch von dort keine Lohnkostenzuschüsse zu erwarten sind. Seit 12 Jahren hangeln wir uns von Jahr zu Jahr weiter, und es ist ein Wunder, dass wir uns so lange halten konnten, wo ursprünglich nur eine Laufzeit von 2 Jahren angedacht war. Es kann gar nicht anders sein, als dass da noch "eine andere Macht" dran gedreht hat, der die Menschen vom Spargelacker, aber auch ich persönlich am Herzen liegen und ihr will ich auch in Zukunft vertrauen - egal, wie es kommt. Vielleicht teilt ja die eine oder der andere dieses Vertrauen mit mir. Das würde mich freuen.

Wir machen weiter wie bisher und suchen Verstärkung für die Sprachförderung ausländischer Frauen und die Hausaufgabenhilfe unserer Grundschulkinder.

In unserem Spendenbasar freuen wir uns jetzt über Kinderschuhe, Winterbekleidung für Kinder und Erwachsene und sonstige Gebrauchsgegenstände. Auch Sportartikel sind sehr willkommen.

Nun wünsche ich Euch / Ihnen allen einen sonnigen Herbst und hoffe, noch viel Gutes berichten zu können.

Ulli Paesler


 August 2006
Neues vom Familien-Treff

Hinter uns liegen "bewegte" Sommerferien. Das Motto in diesem Jahr war: "Familien in Bewegung bringen".

Zunächst war da am Anfang der Familienausflug mit 65 Personen nach Wennigsen zu den Wasserrädern und den Finnhütten. "Feste Schuhe" sollten alle anziehen, denn Wandern war angesagt - soweit man bei den kurzen Entfernungen überhaupt vom Wandern sprechen konnte. Aber unglaublich, was manche Menschen unter "festen Schuhen" verstehen. Badelatschen sind dagegen der pure Luxus. Klar, dass ich mit diesen Experten für alle Wege die doppelte Zeit brauchte, während die Ersten schon am Ziel waren. Aber insgesamt hatten wir viel Spaß und gute Laune bei den Kutschfahrten, dem Grillen, Spielen und Basteln. 60 Liter Mineralwasser und noch etliche Liter Saft brauchten wir bei der Hitze. Danke noch einmal dem Rotary-Club Luisenhof für die großzügige Spende, die den Beteiligten für wenig Geld diesen wunderschönen Tag ermöglichte.

Meinen privaten Urlaub verkürzte ich auf 2 Wochen für unser Spargelacker-Sommerfest am 11. August. Wenn der geplante Kinderflohmarkt in der Mittagszeit an diesem Tag auch buchstäblich ins Wasser fiel, wurde es gegen 15.00 Uhr doch wieder richtig schön und das Fest konnte beginnen. Der Familien-Treff beteiligte sich mit dem geöffneten Spendenbasar, einer Spiele-Straße mit 8 Stationen und 10 Litern Waffelteig. Danke noch einmal allen Ehrenamtlichen, die wieder einmal zum guten Gelingen des Sommerfestes beigetragen haben. Andere Einrichtungen boten Schminken und Basteln oder einen Getränke- und Kuchenverkauf an, bevor gegen 19.00 Uhr das Straßentheater und bei Anbruch der Dunkelheit das Straßenkino in Aktion traten. Ich persönlich bin der Meinung, dass Straßenkino eigentlich "out" ist und für das Geld lieber eine Kletterwand für Jugendliche aufgestellt werden sollte. Aber das entscheide ich ja nicht allein.

Für sportliche Aktionen in den Ferien hatte ich den Sportplatz am Sandberge angemietet und 16 Ehrenamtliche der Hausaufgabenbetreuung waren bereit, Kinder und Eltern an 10 Vormittagen zu beschäftigen. Dieses Angebot wurde leider kaum genutzt und erst, als ich in der dritten Ferienwoche von Tür zu Tür zog und die Kinder einsammelte, kam eine stattliche Gruppe von über 20 Kindern und Erwachsenen zustande. Nach diesem erfolgreichen Tag schlossen sich auch 9 Kinder beim Waldlauf an. Aber grundsätzlich haben unsere Familien hier offenbar keine Beziehung zu der Art, wie wir mit Terminen umgehen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Freilichtbühne Barsinghausen mit dem Theaterstück "Ronja Räubertochter". Mit 27 Kindern und 7 Erwachsenen nahmen wir daran teil, und auch diese Ferienaktion wurde finanziert durch eine Spende des Rotary-Clubs Luisenhof. Vielen Dank auch dafür. Es war wunderbar, und selbst der Regen gönnte sich während der ganzen Aktion eine Pause.

Nun suche ich für den Herbst wieder Teamverstärkung für die Hausaufgabenhilfe und unsere Deutschkurse für Frauen. Ich erinnere an unseren Spendenbasar und bitte, uns auch Kinderbekleidung zu bringen. Und wenn Sie uns Quitten spenden können, ist unser Spendenbasarteam bereit, für den Jakobibasar am ersten Advent Quittengelee zu kochen.

So wünsche ich uns allen einen guten Start in den Schulalltag und einen sonnigen Herbst.

Ulli Paesler


 Mai 2006
Neues vom Familien-Treff

Während wir hier im Familien-Treff mit der Umsetzung unserer vielfältigen Ideen beschäftigt sind, machen Kirchenvorsteher unserer Gemeinde sich Gedanken über seinen Fortbestand über März 2007 hinaus.
Einige von Ihnen unterstützen mich inzwischen durch ihre praktische Mitarbeit, andere weiß ich als Fan-Club im Hintergrund und wieder andere fördern unsere Arbeit durch großzügige private Spenden. Dafür bin ich sehr dankbar. Es gibt aber immer noch sehr viele Menschen, die bei ihrem ersten Besuch ganz erstaunt sind und zugeben: "Wir wussten gar nicht, dass es Sie hier gibt und was Sie hier alles machen!" Hauptsächlich für diese Gruppe ist nachfolgender Bericht gedacht und ich bitte um Verständnis, wenn Sie nun gerade zu denen gehören, die das schon alles wissen.
Der Familien-Treff Bemerode-Kirchrode ist eine ökumenisch
orientierte, diakonische Einrichtung im Wohngebiet Spargelacker in Bemerode, Hinter dem Holze 32 (im Innenhof).
Ziel ist es,
- neu zugezogenen Familien aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern die Integration in den alten Stadtteil zu erleichtern
- durch Bildungs- und Begegnungsangebote Kontakte untereinander zu ermöglichen, insbesondere durch Deutschkurse für Frauen
- Nachbarschafts- und Selbsthilfe zu fördern und gegenseitige Vorurteile abzubauen
- insbesondere Mütter mit ihren Kindern hilfreiche Wege aufzuzeigen, die ihre Lebensqualität verbessern
- Grundschulkindern bei den Hausaufgaben zu helfen
- Menschen im Sinne Jesu erfahren zu lassen, dass sie gewollt sind und gebraucht werden, damit ihr Wohngebiet ein lebens- und liebenswerter Stadtteil bleibt.
Die Gründungsinitiative ging von der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis in Bemerode aus. Nach 7jähriger Trägerschaft liegt diese seit dem 01.04.2002 bei der Ev.-luth. Kirchengemeinde Jakobi in Kirchrode.
Nachdem das Arbeitsamt Hannover meine Personalstelle 8 Jahre lang gefördert hat, fallen diese Mittel seit dem 01.04.2005 weg. Wenn sich an der Gesamtfinanzierung des Projektes im Augenblick auch noch die ev. und kath. Nachbargemeinden St. Johannis und "Zu den heiligen Engeln", der Ev.-luth. Amtsbereich Hannover-Ost und die Landeshauptstadt Hannover beteiligen, so liegt doch der weitaus größte Teil bei Jakobi Kirchrode. Ohne die Fördermittel der Jakobi-Stiftung wäre das nicht zu leisten.
Die Nutzung unserer Räume erfolgt durch die ev. und kath. Familienbildungsstätten und 4 ehrenamtliche Initiativen. Gelegentlich stellen wir sie auch für die Austragung privater Feste von Familien aus dem Wohngebiet zur Verfügung, wobei wir "kirchlichen Festen" den Vorrang geben.
Als Leiterin organisiere und koordiniere ich alle Veranstaltungen, arbeite aber auch persönlich in allen Bereichen mit, die mir besonders wichtig sind. Ich stelle Anträge, kaufe ein und sorge für die Öffentlichkeitsarbeit. Ich suche immer wieder das Gespräch mit den Menschen im Wohngebiet, um ihre jeweilige Lebenssituation zu erfassen und ihnen den Zugang zu unseren Angeboten zu erleichtern. Für die Umsetzung neuer Ideen suche ich mir Verbündete und freue mich, dass unsere Ehrenamtlichen gerne bei uns mitarbeiten.
In regelmäßigen Sprechstunden erhalten Hilfesuchende Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags.
In Kooperation mit anderen sozialen Einrichtungen und Vereinen werden Sommerferienprogramme erarbeitet, Mieterfeste mitgestaltet und Familienaktionen durchgeführt.
In gewissen Abständen arbeite ich auf Kinderfreizeiten oder Kinderbibeltagen von St. Johannis mit und versuche dann auch immer, einige unserer Kinder daran zu beteiligen.
Über die Vielfalt unserer Angebote informiert ein Wochenplan.
Neben den Honorarkräften der Familienbildungsstätten stehen für 4 Säulen von Ehrenamtlichkeit wie Sprachförderung für Erwachsene - Hausaufgabenhilfe für Grundschulkinder - Spendenbasar und unsere überkonfessionelle Kinderbrücke 38 Frauen und Männer zur Verfügung. Zum Teil handelt es sich hierbei um Menschen, die mit Kirche im traditionellen Sinn nichts mehr anzufangen wissen oder selber dem muslimischen Glauben angehören.
Im AK Familien-Treff werden alle Kirchengemeinden, die an der Finanzierung beteiligt sind, über die Arbeit informiert und an Entscheidungen beteiligt.
Die Ausgestaltung der Arbeit im Familien-Treff wie z.B. Kinderfrühstück, Mini-Bistro für die Hausaufgabenkinder, Bastelaktionen oder Ferienprogramme wird ausschließlich aus Spendenmitteln finanziert. Ebenso Zuschüsse zu Kinderfreizeiten oder Familienausflüge.
So ist der Familien-Treff zu einer Begegnungsstätte für Kinder und Erwachsene aus verschiedenen Herkunftsländern und Religionen geworden, und zwar nicht nur für den Spargelacker, sondern auch für Bemerode und Kirchrode. Nach meinem Verständnis repräsentiert er aber auch aufsuchende Kirche. Unsere christlichen Gemeinden haben sich auf den Weg gemacht zu den benachteiligten Menschen am Rande und teilen Leben und Hoffnung mit ihnen. Wer bei uns gute Erfahrungen macht, macht auch eine gute Erfahrung mit unserer Kirche.
In diesem Sinn wünsche ich Euch / Ihnen allen einen schönen Sommer und erholsame Ferien. Ich habe vom 24.07.-11.08. Urlaub, plane diesmal aber keine große Reise.

Ulli Paesler


 Mai 2006
Zunächst 2 Hinweise!

  • Die im letzten Brief angekündigten Gitarrenkurse beginnen erst am 08.05.06.
  • Wer uns Sachen für den Spendenbasar bringen möchte, denke bitte daran, dass wir "Hinter dem Holze 32 - im Innenhof" zu finden sind. Im Hauseingang der Nr. 32 gibt es kein Hinweisschild auf den Familien-Treff - das wollte die GBH nicht. Aber wer uns einmal gefunden hat, findet uns in der Regel immer wieder. Wir freuen uns auf Sie und Euch.
  • Unser neuer Spendenbasar ist gut angelaufen und hat bereits zahlreiche Kinder inspiriert, sich bei uns zu tummeln.
  • Für die Kinderbrücke am 01.04. hatten wir uns für "nur Grundschulkinder und eine Teilnehmerbegrenzung" entschieden, weil ich zum ersten Mal mein neues Legematerial einsetzen wollte. Die Entscheidung war richtig, und unser Mut wurde reichlich belohnt. Alle 16 Kinder ließen sich begeistern, und selbst unsere "großen Jungen" saßen dann ganz traumverloren auf dem Boden und beteiligten sich mit einem eigenen Legebild an der Gestaltung des großen Paradiesgartens. Wir 7 Erwachsenen waren tief beeindruckt, und ich fühle mich einmal mehr bestätigt in meiner Überzeugung, dass diese Kinder unser Vertrauen verdienen und es wert sind, mit kostbarem Material arbeiten zu dürfen. Gleichzeitig war das ein wunderbarer Start in meinen Urlaub.
  • Da ich noch alten Urlaub habe, werde ich von Himmelfahrt bis Pfingsten noch einmal frei machen. In dieser Zeit werde ich auch an der Kinder-Kirchen-Gesamttagung in Hannover teilnehmen. Na ja - und danach geht es dann mit Volldampf in die Schuljahresendphase und die Planung von Sommerferienaktionen. Doch darüber dann später.

Ich wünsche Euch/Ihnen allen einen sonnigen Mai.
Ulli Paesler


 Sozialpraktikum 2006
Hallo!

Wir, Tanja Singenstreu (22) und Julia Eckhoff (21), haben im Rahmen unseres Studiums (Sozialwesen und Religionspädagogik) einen Teil unseres Gemeindepraktikums im Familientreff absolviert. Jede von uns durfte drei Wochen die dort stattfindenden Angebote miterleben und -gestalten. Neben den regelmäßi-gen Veranstaltungen wie der Hausaufgabenhilfe, dem Baby-Café und Bastelnachmittag sowie den Deutschkursen fanden in diesen Wochen zwei besondere Aktionen statt: Das Kostümfest am 28. Februar und die Kinderbrücke am 01. April.

Zum Kostümfest trafen sich die Kinder der Hausaufgabenhilfe an Fastnacht, um zwei Stunden ausgelas-sen zu feiern und zu spielen. Bei Schokokuss, Stopptanz und der Reise nach Jerusalem hatte die bunt verkleidete Schar von 15 Kindern viel Spaß.

Bei der Kinderbrücke wollen wir uns im Erleben der Geschichte "Der selbstsüchtige Riese" nach Oscar Wilde dem Frühling nähern.

Auch haben wir den Ausverkauf des Second-Hand-Ladens miterlebt, welcher ein voller Erfolg war. Wir wünschen dem Familientreff, dass der am 19. April startende Spendenbasar gut angenommen wird.

Aus diesen drei Wochen nehmen wir viele neue Erfahrungen und Eindrücke mit. Ein großes Dankeschön an dich, Ulli!

Mit der Kinderbrücke am 01. April verabschieden wir uns, da unser Praktikum nun zu ende geht.

Tschüss, Ihre & Eure Tanja & Julia


 Hausaufgabenkinder Feb. 2006

Unsere Hausaufgabenkinder bekamen ihre Halbjahreszeugnisse und zeigten sie uns mit berechtigtem Stolz. Eine schöne Bestätigung auch für alle unsere Ehrenamtlichen, die sich in diesem Bereich engagieren. Von 2 Kindern der vierten Klasse hörten wir allerdings, dass ihre schulischen Leistungen sehr abgefallen sind, seit sie nicht mehr zu uns kommen. Offenbar hat bei ihnen der Wechsel in die andere Betreuungsgruppe nicht geklappt, was wir natürlich sehr bedauern. Also werden wir unsere Kinder ab dem nächsten Schuljahr doch wieder bis zur vierten Klasse begleiten. Dabei könnte die Montagsgruppe nach wie vor eine Betreuungsverstärkung gebrauchen, weil unsere vierte Kraft an diesem Tag nur sporadisch kommen kann.

Am 01.02.2006 genossen 32 unserer Ehrenamtlichen beim Abend der Begegnung ein paar vergnügliche Stunden bei Pellkartoffeln und Heringsstipp und hatten viel Spaß miteinander. Ich bin immer wieder begeistert von den vielfältigen Talenten, die mich da unterstützen und kann mich nur dankbar freuen.

Am 08., 15. und 22.03.2006 findet der Winter-Schluss-Verkauf in unserem second-hand-laden statt und am 29.03.2006 ist Abholung der restlichen Sachen. Gleichzeitig wird das auch das Ende unseres second-hand-verkaufs von Kinderbekleidung sein. Bei der ständig wachsenden Zahl von selbstorganisierten Basaren und den zunehmenden Billigangeboten der Supermarktketten sind wir nicht mehr konkurrenzfähig. Der Umsatz ist in den letzten 3 Jahren immer mehr zurückgegangen und der große Arbeitsaufwand steht dazu in keinem Verhältnis mehr. Schließlich wollen sich unsere Ehrenamtlichen sinnvoll engagieren und nicht nur miteinander frühstücken. Darum geben wir unseren second-hand-laden mit Ende dieser Saison auf. Aber nicht ersatzlos!!!

Ab dem 19.04.2006 werden wir einen Spendenbasar bei uns einrichten. Sie können uns dann gut erhaltene und heile Gebrauchsartikel für die ganze Familie spenden, die Sie nicht mehr haben wollen und wir geben sie gegen eine Spende weiter an Menschen, die sie brauchen. Ein Mini-Nachbarschafts-Café in unseren Räumen nebenan soll als Ort der Begegnung zu Kontakten untereinander einladen, denn wir wollen Menschen auch weiterhin das Gefühl vermitteln, bei uns willkommen zu sein.

Diese Idee ist geboren, als wir in unserer Gemeinde gelegentlich bei Haushaltsauflösungen behilflich waren und vielleicht gelingt uns durch dieses Angebot ja auch noch einmal mehr der Brückenschlag von unseren Kirchengemeinden zum Familien-Treff. Wir sind hier jedenfalls schon sehr gespannt auf neue Erfahrungen, vertrauen darauf, dass wir nicht "zugemüllt" werden und freuen uns auf den Spendenbasar. Die Öffnungszeiten werden weiterhin mittwochs von 9.30 - 12.00 Uhr und von 15.00 - 17.30 Uhr sein (außer in den Ferien).

Mit Tanja Singenstreu und Julia Eckhof werden im März wieder 2 Praktikantinnen der Ev. FH den Familien-Treff kennenlernen. Mit unserer ersten Kinderbrücke in diesem Jahr am 01.04. werden wir sie dann wieder verabschieden. Auch darauf freue ich mich schon.

Nun wünsche ich unserer Gemeinde für den 26. März eine gute Kirchenvorstandswahl und hoffe auch mit dem neuen KV wieder auf eine gute Lobby für den Familien-Treff.

Ulli Paesler


 Rückblick 2005

Dankbar blicke ich auf ein ereignisreiches Jahr 2005 zurück mit vielen schönen Erfahrungen. Da feierten wir gemeinsam unser 10jähriges Bestehen, und Jakobi erhielt für unsere Arbeit das Gütesiegel "Diakonische Gemeinde". Die Zahl der Ehrenamtlichen, die mich unterstützen, ist auf 41 Männer und Frauen angewachsen, und ich freue mich immer wieder über ihre unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten, mit denen sie unseren Alltag und die Menschen vom Spargelacker bereichern.

Unzählige Frauen und Männer aus der Jakobigemeinde verhalfen dem Adventsbasar wieder zu einem großartigen Erfolg und tragen mit einem erstaunlichen Gesamterlös zur Finanzierung meiner Stelle bei. Vielen Dank Ihnen allen!

Auch unsere Weihnachtsfeier für Familien unserer Gruppenangebote wurde Dank des Einsatzes vieler Ehrenamtlicher, einer Keksspende der Firma Bahlsen und einer finanziellen Unterstützung des Rotary-Clubs Luisenhof ein großer Erfolg. 75 Kinder und Erwachsene verbrachten im Gemeindehaus der Hl. Engel ein paar vergnügliche und auch besinnliche Stunden und freuten sich darüber, dass diesmal am Ende alle eine kleine Überraschung erhalten konnten. Spendenmittel machten es mir auch möglich, einzelnen Familien eine Weihnachtsbeihilfe zu gewähren und damit manche Sorge zu lindern. Für all dieses sage ich auch an dieser Stelle noch einmal von Herzen DANKE!

Und dann fand ich Silvester im Postkasten auch noch den Bewilligungsbescheid unseres Bezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode über 1.000,00 € für die Anschaffung von Legematerialien, die ich für die Umsetzung meiner Fortbildung nach RPP brauche. Ich freue mich sehr, zumal ich nur um 500,00 € gebeten hatte, und kann nur immer wieder Danke sagen.

Nun liegt ein neues Jahr vor uns, und es ist bei den zeitigen Planungen, die immer nötig sind, längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Wie gut, dass wir dabei auf die Zusage Gottes vertrauen können: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht - eine Jahreslosung, von der ich mich gerne begleiten lasse. Wie gut aber auch, dass wir vom Familien-Treff mit der Fortsetzung meines Arbeitsvertrages bis März 2007 ein weiteres Jahr mithelfen können, dass diese Zusage Gottes auch für die Menschen vom Spargelacker erfahrbar wird.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gesegnetes Jahr 2006.

Ulli Paesler


 Advent 2005

Kaum vorstellbar, dass es jetzt schon wieder mit Riesenschritten auf Weihnachten zugeht, wo die vielfältigen Eindrücke der Herbstzeit noch gar nicht ganz verklungen sind.

Die Ferienwoche am Wörthersee zusammen mit meiner Tochter war sehr schön und erholsam. Das war gut so, denn für die Kinderfreizeit auf der Burg Lohra im Südharz brauchte ich viel Kraft.

Unser Quartier war ziemlich marode und gerade eine Baustelle mit 1-€-Job-Arbeitskräften. An der Einrichtung muss das ganze Dort beteiligt gewesen sein - aus jedem Haushalt etwas, was dort entbehrlich war. Aber die Kinder schien das nicht zu stören; wir hatten eine gute Zeit miteinander. Auch für meine 5 Spargelacker-Kinder war das eine gute Erfahrung, und ich bin dankbar für den großzügigen finanziellen Zuschuss durch St. Johannis. Eine Fotoausstellung im dortigen Gemeindehaus zeugt von dem bunten Leben auf der Burg.

Gleich daran schloss sich meine Fortbildung an, die mich wieder aufgebaut hat. Es handelt sich um eine Multiplikatoren-Ausbildung in sinnorientierter, ganzheitlicher Religionspädagogik als Weg nach "Kett" (RPP genannt). Diese Pädagogik möchte Vertrauen wecken gegen Lebensangst - deutlich machen, dass unsere Realität nicht die einzige Wirklichkeit ist und eine Ahnung davon vermitteln, wie Gott es für uns gedacht hat - es geht um Symbole des Lebens und die Sprache der Dinge; um Liebe, die uns verändert und um Heilung durch Versöhnung. Mit wunderschönen Legematerialien werden individuelle Bilder oder auch eine Gruppenmitte gestaltet, und es ist für mich immer wieder faszinierend, wie still Kinder dabei werden. Was das mit meiner Arbeit als Sozialarbeiterin zu tun hat? Ich glaube an das Gute in unseren Kindern, das darauf wartet, geweckt zu werden. Vielleicht hilft dieser Weg dabei. Und ich glaube, dass wir mehr denn je Visionen brauchen, wie das Leben sein könnte, wenn wir einander mit Achtung und Wertschätzung begegnen würden. Dann wäre nicht nur der Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden ein Hoffnungszeichen für Frieden und Versöhnung unter den Völkern.

Alle meine Praktikantinnen haben ihre Zeit im Familien-Treff beendet, und ich bin wieder allein in meinem Büro. Das ist schade, besonders im Blick auf den Deutschkurs für unsere Frauen. Mal sehen, welche Lösung ich da für das neue Jahr finde, denn der Bedarf besteht nach wie vor.

Der "Kleefelder Vormittagstreff" aus der Petrigemeinde hat uns für die Ausgestaltung der Arbeit im Familien-Treff eine Spende von 400,00 € überwiesen. So etwas gehört zu den Wunderanteilen meines Lebens - vielen Dank!

Zwei gut gefüllte Gitarrenkursgruppen bringen unsere Räume zum Klingen und die Wintersaison in unserem Second-Hand-Laden ist ebenfalls gut angelaufen. Wir planen auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsfeier für alle unsere Kinder und ihre Familien - zusammen mit den Ehrenamtlichen der verschiedenen Angebote. Darauf freue ich mich sehr.

Unsere Adventsandachten finden in diesem Jahr donnerstags statt, um die Mütter und Kinder der Bastelgruppe mit einbezie-hen zu können. Also: Fackelandachten im Advent im FamilienTreff am 01.12., 08.12. und 15.12. um 17.00 Uhr mit Geschichten, Liedern und Laternen. Dann ziehen wir wieder singend über den Spargelacker. Am 22.12.2005 werden wir das mit unserer Weihnachtsfeier verbinden.

Über die Entscheidung des Kirchenvorstandes, den gesamten Erlös des Jakobi-Adventsbasares 2005 für die Finanzierung meiner Stelle einzusetzen, habe ich mich sehr gefreut und danke allen ganz herzlich, die direkt oder indirekt daran beteiligt waren. So gehe ich getrost in das neue Jahr und freue mich über die Fortsetzung unserer so sinnvollen Arbeit.

Euch/Ihnen allen wünsche ich eine fröhliche und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein behütetes Jahr 2006.

Ulli Paesler


 Herbst 2005

Nach den Sommerferien hat der Alltag uns wieder und die im letzten Gemeindebrief angekündigten Veränderungen haben sich eingespielt.
Die erste Veränderung besteht darin, dass wir in diesem Schuljahr nur noch Kindern der Klassen 1 - 3 bei den Hausaufgaben helfen und vorrangig auch nur den Kindern, die Hinter dem Holze wohnen. 17 Jungen und Mädchen sind es z.Zt. aus den Klassen 2 u. 3. Nach den Herbstferien werden sich vermutlich einige Erstklässler dazu gesellen. Die Viertklässler erhalten an 2 Tagen in der Woche Hilfe im Lückekinderprojekt "Buzze 22" - einer Einrichtung des Jugendverbandes ev. Freikirchen hier im Spargelacker.
Fast täglich werde ich gefragt, ob wir nicht mehr Kinder aufnehmen können. Ich erhielt sogar schon eine Anfrage von einem Vorschulkind, das dringend regelmäßig üben müsste, um überhaupt die Schulreife erwerben zu können. Es ist bedrückend, dass der Förderbedarf für Grundschulkinder unsere Möglichkeiten bei weitem übersteigt, aber wenn wir unsere Ehrenamtlichen nicht überfordern und die Qualität unserer Hilfe nicht verringern wollen, müssen wir unser Angebot begrenzen.
Hinzu kommt, dass der Herbst für etliche unserer Betreuer Urlaubszeit ist und wir mit kleineren Teams arbeiten müssen. Da ist die zusätzliche Unterstützung durch meine zweite Praktikantin Johanna Vogt sehr willkommen. Sie studiert an der Ev. FH Hannover Religions- und Sozialpädagogik und absolviert ihr 6-wöchiges Praktikum bei Michael Krebs und bei mir.
Die zweite Veränderung ist unser neuer Kinder-Club für Hausaufgabenkinder ab 7 Jahre am Dienstag, um die Eindeutigkeit des Bastelangebotes am Donnerstag für 3 - 6jährige mit Müttern wieder herzustellen. Der Probelauf ist erst mal bis zu den Herbstferien gedacht, da mich meine Praktikantinnen noch unterstützten können. Mal sehen, wie es danach weiter gehen kann. Bei unserem Drachenbau und anschließenden Flugversuchen hatten wir jedenfalls schon eine Menge Spaß.
Ansonsten laufen die Vorbereitungen für die Kinderfreizeit von St. Johannis in den Herbstferien auf Hochtouren. Zum Thema "Abenteuer auf der Ritterburg" werden wir uns 5 Tage lang auf der Burg Lohra im Südharz tummeln. In diesem Jahr fahren 5 Spargelacker-Kinder mit.
Ich wünsche Euch/Ihnen allen einen sonnigen Herbst.

Ulli Paesler


 Praktikumserfahrungen

Sechs Monate erschienen mir anfangs als eine lange Zeit - jetzt sind bereits fünf Monate vergangen, und mit Wehmut denke ich an das Ende.
Die Hausaufgabenhilfe kannte ich ja bereits, aber sonst war alles neu.
Ich lernte die verschiedenen Angebote des Familientreffs mit den dazugehörigen ehrenamtlichen Helfern kennen, sowie die kirchlichen Mitarbeiter von Jakobi und St. Johannis, die Dienstbesprechungen und die Amtsbereichskonferenz.
Und ich lernte den Spargelacker und seine Bewohner kennen.
Viele der hier lebenden Frauen sprechen kaum Deutsch. So kamen Ulli und ich auf die Idee, einen Anfängerkurs für Frauen zu starten, der fast nichts kostet, täglich eine Stunde stattfindet und ermutigt, weiterführende Angebote wahrzunehmen. Eine Stunde lang konnten sich auch mitgebrachte Kinder allein beschäftigen, und 5,00 € im Monat für Kopien konnten sich alle leisten. Unsere Idee fand also Anklang und mit einfachsten Mitteln und einem Alphabetisierungsprogramm können wir erste Erfolge verzeichnen. 4 dieser Frauen nahmen mit ihren Kindern in diesem Jahr zum ersten Mal am Familienausflug teil - für mich ein schöner Dank!

Bettina Beyer


 Einbruch ...

"Du bist ein Optimist, wenn du mehr Träume in dir trägst, als die Realität zerstören kann." So steht es in dieser Woche in meinem Kalender, und ich denke, dass wir diesen Optimismus nach dem aufregenden Sommer brauchen, der hinter uns liegt.

Kaum war unsere Freude über die Gütesiegelverleihung "Diakonische Gemeinde" verklungen, wurde am 06.07. im Familien-Treff eingebrochen - das erste Mal in unserer über 10jährigen Präsenz auf dem Spargelacker. Leider befanden wir uns kurz vor den Ferien in einer planerischen Ausnahmesituation, so dass die Diebe richtig viel Geld erbeuten konnten. Unsere Hausaufgabenkinder, die das natürlich alles mitbekamen, fanden das unheimlich spannend und sorgten für eine rege Weitergabe der Information. Dabei wurde die gestohlene Summe "immer größer". Ich selber fand das alles gar nicht witzig und war sehr betroffen darüber, nun nicht mehr vertrauensvoll arbeiten zu können. Und genau einen Monat später - wieder von Dienstag auf Mittwoch, wurde noch einmal eingebrochen. Diesmal konnte zwar nichts erbeutet werden, aber die Tür war noch kaputter als beim ersten Einbruch und alles war durchsucht worden. Ich bin ziemlich ratlos, wie wir uns in Zukunft zu finanziellen Fragen verhalten sollen, aber wir werden einen Weg finden. Die Einbrüche bestätigen ja umso mehr, wie wichtig unsere Arbeit im Familien-Treff ist und wie dringend unsere Kinder und Familien Orientierungsalternativen brauchen.

Doch es gab auch viel Erfreuliches:

Für die Fiananzierung meiner Stelle überwies der Tanzkreis der Hlg.-Engel-Gemeinde einen Betrag von 2.200,00 €. Vielen Dank!

Für den Familienausflug zum Vogelpark Walsrode hatte Herr Boldt uns ja bereits im letzten Jahr zu einer Spende von 500,00 € verholfen. Unser Herr Richter stockte diesen Betrag aus Anlass seines runden Geburtstages um weitere 100,00 € auf, so dass keine angemeldete Familie zuhause bleiben musste. Mit 61 Personen hatten wir am 15.07. einen rundum schönen Tag mit vielen Familien, die über unseren Sprachkurs zum ersten Mal dabei waren. Darüber habe ich mich ganz besonders gefreut. Danke noch einmal allen Spendern!

Zur Geschichte vom 4-Farben-Land beteiligten sich 30 Kinder an 2 Kinderbrückentagen und wir hatten viel Spaß mit ihnen. Zum Glück spielte das Wetter gut mit, so dass wir mit unseren Ytongsteinen und Malerarbeiten nach draußen gehen konnten. Schön, dass zur Kinderbrücke auch einige Kinder kommen, die nicht in unserem Revier wohnen. So können auch auf diese Weise Berührungsängste und Vorurteile abgebaut und neue Erfahrungen gemacht werden.

Für eine Woche hatte ich gleich 2 Praktikantinnen, und wir nutzten die Gelegenheit für kreative Ferienangebote jeweils vormittags und nachmittags. Da sie diesmal wohl die einzige Abwechslung im Wohngebiet waren, reichte die Altersspanne besonders nachmittags von 2 - 13 Jahren, und wir hörten irgendwann auf, die Kinder zu zählen. Anke und Bettina haben sich tapfer auf diese erschwerten Bedingungen eingelassen und tolle Arbeit geleistet. Vielen Dank Euch beiden auch noch einmal von hier aus.

Nach den Ferien wird es einige Veränderungen geben, über die ich dann in der nächsten Ausgabe berichte. Einstweilen wünsche ich gutes Zurechtfinden im neuen Schuljahr und einen schönen Restsommer.

Ulli Paesler

 Gütesiegelverleihung "Diakonische Gemeinde" in der Neustädter Hof- und Stadtkirche

Wie inzwischen vielleicht schon bekannt, habe ich für unsere Trägergemeinde Jakobi Kirchrode gemeinsam mit 85 anderen Projekten unserer Landeskirche an einem Wettbewerb teilgenommen. Jakobi gehört mit dem Familien-Treff nun zu einer der 43 Gemeinden, die das Gütesiegel "Diakonische Gemeinde" erhalten werden. Aus Hannover selbst sind es 8 Kirchengemeinden.
Die Gütesiegel-Verleihung soll im Rahmen eines gemeinsamen Gottesdienstes am Samstag, dem 18.06.2005 um 18.00 Uhr in der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover durch unsere Landessuperintendentin für den Sprengel Hannover, Frau Dr. Ingrid Spieckermann, erfolgen. Es wird davon ausgegangen, dass zu diesem "besonderen Gottesdienst möglichst viele Personen aus dem Projekt, dem Kirchenvorstand, den Kirchengemeinden, den Kooperationspartnern und der Öffentlichkeit kommen".

Darum möchte ich hiermit ganz herzlich bitten. Glücklicher als über ein Siegel wäre ich, wenn an dieser Veranstaltung möglichst alle Menschen teilnehmen würden, die sich zu unserem Freundeskreis zählen.

Familien-Treff - das sind wir gemeinsam und eine Ehrung und Wertschätzung unserer Arbeit kann nur uns gemeinsam gelten. Mein kleines Opfer für diese Aktion besteht darin, dass ich meinen Urlaub vorzeitig beende und die letzte Etappe meines Nordseelaufes ausfallen lasse. So hoffe ich, dass wir am 18.06.2005 Beteiligungssieger werden.

Die Zahl unserer Hausaufgabenkinder ist gewachsen, weil einige Erstklässler jetzt kommen, die anfangs noch keine Hilfe brauchten. Gleichzeitig beginnt für einige Betreuer die Urlaubszeit, so dass wir es oft nicht schaffen, so gründlich mit den Kleinen zu üben, wie es nötig wäre. Bitte unterstützen Sie uns, wenn Sie etwas Zeit haben - möglichst am Dienstag oder Mittwoch von 13.00 - 14.30 Uhr.

Bettina Beyer ist für 6 Monate Praktikantin im Familien-Treff. Sie arbeitet schon über 1 Jahr bei der Hausaufgabenhilfe mit und möchte an der Ev. FH Hannover Sozialpädagogik studieren. Als eigenen Praktikumsschwerpunkt haben wir jetzt den Deutschkurs für ausländische Frauen gestartet, für den wir immer nicht genügend Teilnehmerinnen fanden. Für eine monatliche Kursgebühr von 5,00 € kommen jetzt 8 Frauen täglich 1 Stunde zu uns, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Es sieht also ganz so aus, als wäre meine Praktikantin zur rechten Zeit am rechten Ort. Vielen Dank, Bettina!

Nun wünsche ich Euch/Ihnen allen einen schönen Sommer.

Ulli Paesler


 10 Jahre Familien-Treff - ein Rückblick

Das Jubiläum unseres Familien-Treffs am 05.02.2005 zum 10jährigen Bestehen war ein runder Festtag. Wegbereiter und Geburtshelfer der ersten Stunde waren dabei, aber auch viele Frauen und Männer, die uns durch finanzielle, praktische und menschliche Hilfe in all den Jahren treue Wegbegleiter waren. Ihnen zu Ehren feierten wir diesen Geburtstag, aber auch zur Ehre Gottes, der uns mit seinem Segen die Treue gehalten hat - immer und überall.
"Hinter dem Holze" sah es richtig festfein aus. Tags zuvor hatten die Besenwagen für Sauberkeit gesorgt und die Kondensstreifen der Flugzeuge malten schöne Muster über den Spargelacker. Sogar der Himmel freute sich mit und schenkte uns viel Sonnenschein.
12 Erwachsene und 10 Kinder versammelten sich um 9.00 Uhr zum Jubiläumslauf durch das Seelhorster Wäldchen - allen voran Etzel Broßart vom TSV und Detlef Brückner von den Hl. Engeln. Pastor Stiegler von den Baptisten und Familie von Bülow mit den beiden Söhnen waren dabei. Aber auch meine Lauffreundin vom Stephansstift und eine Großfamilie vom Spargelacker machten mit und gemeinsam hatten wir viel Spaß.
Frisch geduscht und umgezogen ging es um 11.30 Uhr mit dem zweiten Teil weiter zum kleinen Empfang, Hier konnten wir uns über zahlreiche Gäste des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode, von St. Johannis und Jakobi, den Hl. Engeln und der Baptistengemeinde freuen. Aber auch Kolleginnen der Nachbarschaftseinrichtungen kamen und freuten sich mit uns. Familie Schlüter spendete die Getränke, und unsere Ehrenamtlichen sorgten mit Schnittchen- und Kuchenspenden dafür, dass uns niemand hungrig verlassen musste. Viel Wohlwollen und Ermutigung klang aus den verschiedenen Grußworten, der Andacht von Pastor von Stuckrad-Barre und dem gedichteten Lied von Gabi Schliep, das Pastor Schliep auf der Gitarre begleitete. Es wurde aber auch noch einmal deutlich, wie viele Menschen von Anfang an daran beteiligt waren, den Familien-Treff damals ins Leben zu rufen und bis zum heutigen Tag zu erhalten. PS: hab ich nach dem Fest über das Fest gehört: Wenn Kirchenleute feiern, ist die Atmosphäre doch irgendwie wohltuend anders ….! Schön, wenn es gefallen hat - das war ja unser Wunsch.
Die zahlreichen Kinder vom Spargelacker konnten sich nur mit Mühe zurückhalten und stürmten unser Buffet, als sie gegen 13.00 Uhr endlich reingelassen wurden. Die Zeit der "offenen Tür" war eine Phase lebhaften Kommens und Gehens, angeregter Gespräche und fröhlichen Beisammenseins. Viele Familien trafen sich an diesem Nachmittag und alle konnten erleben: Unsere Einrichtung hat ihren Namen wirklich zu Recht. Dank der Aktion von Etzel Broßart und seiner Pfadfindergruppe konnten unsere Kinder draußen am Lagerfeuer Stockbrot backen, so dass sich der Geräuschpegel in unseren Räumen in Grenzen hielt.
Abends beim gemeinsamen Festessen unserer Aktiven gab es viel Lob für die Kochkünste von Frau Schmuderer. Jakobi spendierte als persönliches Dankeschön an die Ehrenamtlichen den Wein zum Essen - von St. Johannis überbrachte Pastor Teichmann für jede und jeden eine Rose. Von den insgesamt 45 geladenen Gästen kamen 34 und verbrachten miteinander einen gemütlichen Abend mit einer musikalischen Einlage von Herrn Kruse, der daran erinnerte, das ja schließlich gleichzeitig Fasching war.
Damit ging es am Rosenmontag auch weiter, wo sich etwa 30 Kinder und einige Erwachsene am Resteverzehr beteiligten und noch einmal drei vergnügliche Stunden bei Spiel und Tanz erlebten.
Herzlichen Dank noch einmal allen, die zum Gelingen unseres so schönen Festtages beigetragen haben und unermüdlich taten, was nötig war. Besonders auch meiner Praktikantin Marina Beyer, die mir in den 14 Tage ihres Praktikums eine große Hilfe war und unseren FamilienTreff echt bereichert hat.
Nun hat der Alltag uns wieder. Es darf etwas ruhiger werden und die Planungen für dieses Jahr können Gestalt annehmen.
Ich wünsche Ihnen/Euch allen einen schönen Frühling.

Ulli Paesler



 Praktikumserfahrungen II

Ich bin 18 Jahre alt und hatte vom 31.01.05 bis zum 11.02.05 als Schulpraktikantin die Möglichkeit, mir den Familientreff und die Arbeit von Fr. Paesler etwas genauer anzuschauen und dort mitzuwirken. In der ersten Woche ging es gleich turbulent los, denn der Familientreff feierte 10 jähriges Bestehen. Dafür musste noch allerhand vorbereitet, geplant und Werbung gemacht werden. Dabei durfte der regelmäßige "Alltag", der hier ständig durch etwas Neues ergänzt wird, nicht außer Acht gelassen werden. Z.B. bei der Hausaufgabenbetreuung konnte ich wunderbar mitbekommen, dass man mit Kindern toll arbeiten, sie motivieren und stärken kann. Sie lernen gleichzeitig, Vorurteile abzubauen und eigentlich ist dieser Beitrag zur Integration "so einfach" durchzuführen. So etwas sollte mehr verbreitet sein, denn es macht einfach Spaß, mit den Leuten hier zu arbeiten und sich mit ihnen auszutauschen. Ich hoffe, ich habe auch ohne die "schulische Verpflichtung" weiterhin die Möglichkeit, mit dabei zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gemeindemitglied Marina Beyer


 Neues, aus der Sicht einer Praktikantin

Kaum zu glauben, dass die Hälfte meines Praktikums schon absolviert ist, denn die Zeit vergeht im Familientreff wie im Flug. Ständig ist hier etwas los, und ich habe zu allen Altersklassen Kontakt. Das gefällt mir sehr gut und macht die Arbeit abwechslungsreich. Mir imponiert auch, wie viele Ehrenamtliche hier mit großem Engagement bei der Arbeit sind. Die Atmosphäre ist im Familientreff sehr herzlich und alle Teamer(innen) sind, sowie alle anderen Menschen, jederzeit willkommen. Zur Hausaufgabenhilfe kommen regelmäßig knapp 20 Kinder, die mit einem Minibistro empfangen und dann gut bei ihren Hausaufgaben unterstützt werden. Die Kinder bekommen Hilfe und Zuwendung, was sie sichtlich genießen.
Im Secondhandladen beginnt nach den Herbstferien die Wintersaison, und ich bin schon gespannt, wie der Umbruch von der Sommer- zu der Winterkleidung hier von statten geht.
Das Frauenfrühstück leite ich im Moment eigenverantwortlich und vertrete die Kursleiterin. So habe ich die Möglichkeit ein eigenes Projekt zu starten. Diese Herausforderung nehme ich gerne an, denn die Arbeit mit jungen Müttern liegt mir sehr. Das ist ein aufgeschlossener kleiner Kreis, der sich auch über jedes neue Gesicht freuen würde.
Meine Zeit hier ist mit dem Beginn der Herbstferien abgelaufen, und ich weiß heute schon, dass der Abschied mir nicht leicht fallen wird. Mitte Oktober beginnt für mich das Hauptstudium, wo ich sicher von meinen Erfahrungen, die ich im Familientreff gesammelt habe, profitieren kann.

Sabine Neuffer


 Mach nicht halt – Lauf gegen Gewalt!

Unter diesem Motto verbrachte ich wie im letzten Jahr 8 Tage meines Urlaubs mit dem Nordseelauf.  Es handelt sich dabei um eine Initiative der Kirche im Tourismus unserer Ev.-luth. Landeskirche Hannover mit unserer Bischöfin Margot Käßmann als Schirmherrin und der Nordsee GmbH – Sieben Inseln – Eine Küste. Organisiert wird das alles vom BIS Bremerhaven Touristik und fand in diesem Jahr zum dritten mal statt. Informationen hierzu erhält man im Internet unter: www.nordseelauf.de und durch Flyer, die beim Hannover-Marathon ausliegen. Aber insgesamt scheint diese Veranstaltung noch wenig bekannt. „Wer nichts vermisst, der weiß nicht, was er suchen soll“. Dabei ist dies eine wunderbare Urlaubsform für Menschen, die sich gerne bewegen und das sowohl für Single als auch Paare oder Familien. 
In diesem Jahr stand Inselhopping auf dem Programm und tatsächlich liefen wir in 9 Etappen in Norden-Norddeich, auf Juist – Norderney – Borkum – Wangerooge – Spiekeroog – Baltrum und Langeoog. Den Abschluss bildete ein Wattlauf von Neuwerk nach Cuxhaven – ein wirkliches Laufevent. Unsere Unterkünfte befanden sich in Esens oder Bensersiel. Jeden Morgen wurden wir von 4 Bussen eingesammelt und zur Fähre gebracht, abends ging es wieder zurück. Täglich waren 10 – 13,8 km zu laufen. Das ist nicht viel, aber für viele doch eine ziemliche Herausforderung. Die schnellsten Läuferinnen und Läufer wurden täglich geehrt. Für alle anderen galt: Dabei-Sein ist alles . Es gab keine Verlierer.
Liefen im letzten Jahr insgesamt 64 Dauerteilnehmende mit, so waren es in diesem Jahr 120 Männer und 60 Frauen im Alter von 20 bis über 70 Jahren. Auch Teilnehmende an 2-3 Tagen oder Tagesläuferinnen und -läufer waren wieder dabei und beim Schlusslauf gab es bei 500 einen Anmeldestopp, weil nicht mehr Menschen auf die Fähre durften. Während unserer Läufe schien jeden Tag die Sonne und auch unsere Stimmung war wolkenlos. Ich finde es prima, dass ich bei dem Thema: Gewalt überwinden auch mit Laufen ein Zeichen setzen kann. Mein Traum wäre, mit einem Ökumene-Team aus unserer Region zu laufen, denn ich weiß, dass es etliche lauffreudige Frauen und Männer in unseren Gemeinden gibt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich werde meine Fühler mal ausstrecken.
Dank der verlässlichen Präsenz aller Mitarbeitenden im Familien-Treff gab es trotz ihrer Mehrbelastung während meiner Abwesenheit keine Probleme. Dennoch waren alle froh, dass ich jetzt wieder für alles zuständig bin. Allen noch einmal ein dickes DANKE!
Die laufenden Angebote gehen bald in die Sommerpause. Dann wird‘s ruhiger in unseren Räumen und darauf freue ich mich schon. Aber langweilig soll’s nicht werden. Ich hoffe, dass wir nette Ferienangebote für die Kinder auf die Beine stellen. Den Auftakt bildet wieder der traditionelle Familienausflug mit ca. 60 Personen am ersten Samstag in den Ferien – diesmal zum Stadtteilbauernhof Sahlkamp. Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode hat uns dafür gerade einen Zuschuss von 350,00 Euro zugesagt. Das erleichtert unsere Planungen natürlich enorm und wir hoffen wieder auf einen schönen Tag.
Wir suchen noch Kinder für einen neuen Anfänger-Flötenkurs nach den Ferien am Dienstag und einen Anfänger-Gitarrenkurs am Donnerstag.
Außerdem ist die Gesprächskreisgruppe für erwachsene Aussiedler und Ausländer vom Dienstag nach dem Sommerferien verwaist, weil unsere langjährige Betreuungsperson wegzieht. Wer macht weiter?
Wir können unseren Deutschkurs für Frauen am Montag und Freitag mit dem kath. Bildungswerk nicht mehr fortsetzen, da die Kursgebühren unbezahlbar würden (mit Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern mit halben Gebühren ist kein Gewinn zu erzielen ....). Ein Problem für uns, und ich hoffe, eine gute Lösung zu finden.
Nun wünsche ich Euch/Ihnen allen erholsame Ferien und einen schönen Sommer.
Ulli Paesler

Frühstück und mehr...

 Frauenfrühstück im Familientreff Bemerode-Kirchrode

Wir sind eine offene Gruppe und treffen uns jeden Dienstag von 10.00 bis 11.30 Uhr (außer in den Ferien). Jede Frau ist herzlich willkommen, gleich welchen Alters, Herkunft oder Nationalität. Kinder können gerne mitgebracht werden. Im Frühstücksraum befindet sich eine großzügige Kinderspielecke. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wir tauschen uns über die unterschiedlichsten Themen aus wie z. B. Kindererziehung und -betreuung, unsere gegenwärtige Situation und Zukunftspläne sowie Kunst und Kultur. Wir verstehen uns als Ideenbörse und Netzwerk für die Frauen aus Bemerode und Kirchrode. Aus der Frauenfrühstücksgruppe haben sich schon vielfältige Aktivitäten ergeben wie Kino-, Restaurant- und Comedy-Theaterbesuche, aber auch Basteln und kreatives Malen. Wir besuchten zusammen einen Kochkurs über peruanische Küche bei einer unserer Teilnehmerinnen und planen, ein Kochbuch mit einfach zuzubereitenden Lieblingsrezepten zusammenzustellen. Die Ideen zu den Aktivitäten bringen die Frühstücksteilnehmerinnen ein, die Teilnahme daran ist aber freiwillig. Andere kommen einfach, um in geselliger Runde nett zu frühstücken und andere Frauen kennenzulernen. Für das Frühstück wird ein Unkostenbeitrag von Euro 1,50 (Kinder: Euro 0,50) erhoben. Wir treffen uns im Familientreff Bemerode-Kirchrode, Hinter dem Holze 32 (im Innenhof), Tel. 0511/ 952 52 94, Leitung: Sabine Hattendorf, M. A.


&       70 x 7, das ist doch nicht schwer. Im Rechnen bestimmt nicht, doch Jesus meint mehr. 

         70 x 7, dem andern verzeih’n – heißt: heute und immer – das Rechnen lass sein.

34 Kinder im Alter von 5 – 10 Jahren und 7 Betreuerinnen brachten den Familien-Treff bei der Kinderbrücke am 30.03.04 so richtig in Schwung. Da die Teamerinnen vom Kronsberg mit ihren eigenen Kindern am 31.03.04 nicht dabei sein konnten, waren es am zweiten Tag noch 26 Kinder. Teamverstärkung erhielten wir aus der Hausaufgabenhilfe und durch 3 Jugendliche vom Spargelacker.

Da ich immer wieder nach den Inhalten einer Kinderbrücke gefragt werde, will ich heute einmal Einblick geben in die Leitgedanken dieser Veranstaltung:

Nach dem gemeinsamen Frühstück gibt es auf unserem Teppich eine Feder- und Stein-Runde. Alle haben dabei die Möglichkeit sich mitzuteilen, was sie ärgert oder traurig macht und worüber sie sich freuen. (Manche sagen nur ihren Namen, aber am zweiten Tag trauen sich schon mehr Kinder, ein Gefühl zu äußern – hören einander schon besser zu). Wir singen viel und kennen schon eine Menge Lieder auswendig.

-Die Bilderbuchgeschichte Blöde Ziege – dumme Gans führte uns in das Thema ein: Streiten und Versöhnen.





Dann erzählten die Kinder. Angst und Enttäuschung, Eifersucht und Neid kennen alle und als Reaktion darauf den Wunsch nach Rache. Schimpfwörter (manchmal auch Fäuste und Füße) fliegen hin und her und sollen treffen.

 

&Mein Gott, dass muss anders werden, das gefällt uns nicht ..............

-Wir ließen die Kinder nach unserer Geschichte einmal alle Schimpfwörter zu Papier bringen, die ihnen bekannt sind – auch alle „schlimmen Wörter“. Ein Kind fragte, wie man „Hurensohn“ schreibt und wir halfen. Eine 4 Meter lange Rolle füllte sich und dann erzählten Leila aus dem Iran und ich den Kindern, was der Koran und die Bibel zur Versöhnung sagen.

-Inzwischen war es höchste Zeit für Bewegung und es ging raus zum Spielen und Toben.

Die anschließende Kreativphase ging viel zu schnell vorbei und einige Werke konnten erst am zweiten Tag vollendet werden. Unser  Schlusslied: Ich wünsch dir Freundinnen und Freunde, die dich gut versteh’n und Gottes Segen soll auf allen Wegen mit dir geh’n – bezog die ersten Eltern mit ein, die ihre Kinder abholten.

-      Der zweite Tag verlief im Prinzip wie der erste, wurde aber durch 2 besondere Aktionen ergänzt.

1.    Ein Entscheidungsspiel sollte den Kindern vermitteln, dass sie immer zwei Möglichkeiten haben, auf einen Streit zu reagieren: a) Rache mit dem Gefühl Hass und b) Verzicht auf Rache mit der Chance zur Liebe. (Zugegeben – recht schwierig – nicht nur für Kinder! Aber gibt es eine andere Möglichkeit, als immer wieder daran zu arbeiten?)

2.    Alle Kinder, die bereit waren, auf Rache zu verzichten, durften als Zeichen der Versöhnung ein Stück der Papierbahn mit den Schimpfwörtern durch den Schredder schicken und entsorgen. Das fanden die Kinder offenbar so attraktiv, dass einige, die zunächst Rache gewählt hatten, ihre Entscheidung änderten und auch lieber auf Rache verzichten wollten!



Das wünsche ich mir für unser Leben und für die Welt, dass der Verzicht auf Rache attraktiver wird und Menschen begreifen, dass sie sich immer wieder neu entscheiden können.



Ursula Paesler

 Ausgabe Februar/März 2004
  • Wenn Sie diesen Artikel lesen, sind die verschiedenen Veranstaltungen der Advents- und Weihnachtszeit im Familien-Treff bereits verblassende Erinnerung. Aber drei von ihnen sehe ich noch sehr lebendig vor mir:
  • Unser Mini-Bistro für die Hausaufgabenkinder stieß auf große Begeisterung. Bevor es an die Arbeit ging, gab es einen Becher Kakao und eine Kleinigkeit zu essen. Da lernt es sich doch gleich viel leichter!
  • Zur Weihnachtsfeier der 3 Sprachfördergruppen sangen wir auch ein russisches Weihnachtslied. Leider kenne ich nur die erste Strophe auf russisch, aber die Frauen und Männer haben versprochen, mir auch die anderen Verse beizubringen. Wir hatten viel Spaß dabei.
  • Und dann das kleine Konzert der Flötenkinder, die aufgeregt ihre Fortschritte hören ließen und mit Eltern und Großeltern immer ein ganz besonderes Publikum in unsere Räume bringen.
  • Bei der Hausaufgabenhilfe hat es eine kleine Veränderung gegeben. Montag und Mittwoch helfen wir den Kindern der Klassen 1 – 4 und Dienstag und Donnerstag zusätzlich den Erstklässlern, die jetzt die Wasserkampschule besuchen. Sie müssen dringend jeden Tag lesen üben und ich würde mich freuen, wenn sich für diese wichtige Aufgabe noch Paten finden ließen. Bitte melden Sie sich bei mir, wenn Sie Lust dazu haben. (( 9 52 52 94)
  • In unserem Second-Hand-Laden für Kinderbekleidung wird die Wintersaison diesmal bis zum April dauern. Wir nehmen also länger Winterbekleidung an – insbesondere auch Faschingskostüme. Beim Winter-Schluss-Verkauf am 10., 17. und 24.03.2004 gibt es die Reste wieder zum halben Preis.
  • Ein nicht zu überbietender Höhepunkt gleich zu Beginn des neuen Jahres ist sicher die Entscheidung des Bezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode, mir beim Neujahrsempfang 2004 für die Arbeit im Familien-Treff die Ehrenplakette des Bezirksrates zu verleihen. Aber Familien-Treff – das bin ich nicht allein. Alle Aktiven – ob Ehrenamtliche oder Honorarkräfte der Familienbildungsstätten – sind mit ihrem Engagement und ihrer Treue daran beteiligt, wenn unser Bemühen erfolgreich ist und die Menschen erreicht. Darum wird es am 20. Januar ein kleines Fest für alle Aktiven geben. Es soll Gelegenheit bieten, sich untereinander besser kennen zu lernen und sich über die empfangene Würdigung gemeinsam zu freuen. Dank an alle, die mich immer wieder unterstützen.
  • Für das Jahr 2004 wünsche ich Euch/Ihnen allen gute Wege – dass das Gepäck nicht zu schwer wird und Gottes Segen.

Ulli Paesler


 Verleihung der Ehrenplakette

Herzlichen Glückwunsch!
Die langjährige Leiterin im Familientreff Bemerode-Kirchrode,Ulrike Paesler wurde während des Neujahrsempfangs am Sonntag, dem 11. Januar 2004, durch den Bürgermeister, Heinz Boldt, die Ehrenplakette des Bezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode verliehen. H. Boldt führte unter anderem aus: “Der Bezirksrat würdigt damit Ihren engagierten und erfolgreichen Einsatz bei der Integration, der Sprachförderung, Hausaufgabenhilfe und der großen Hilfsbereitschaft für Aussiedler und Ausländer im Wohngebiet Spargelacker.“ Die Kirchengemeinde gratuliert ihrer Mitarbeiterin zu dieser Auszeichnung.


 Familientreff: Ehrenamtliche berichten!
Mittwoch 9.30 Uhr:

Ein schneller Ordnungsblick und -griff noch in unserem Secondhandraum, herrichten des Kaffeetisches; - nun sehen wir, 3 oder 4 ehrenamtliche Frauen, dem Vormittag gespannt entgegen. Es gibt immer Überraschungen: mal naht jemand mit Wäschekörben voll zum Abliefern (hauptsächlich in unseren saisonalen Annahmezeiten März/Sept.), mal muss entschieden werden, ob der Platz noch reicht für großes Spielzeug; über Geschmack streiten wir schon lange nicht mehr: "Wat den einen sin Ul, is den annern sin Nachtigal". Wir bemühen uns saubere und heile Sachen anzubieten und freuen uns riesig, wenn Käufer über unsere Schnäppchenpreise strahlen.

Manchmal ist auch nicht viel los, aber dann haben wir wenigstens Zeit für unsere kurdischen Besucherinnen, die mit uns einfach nur deutsch reden möchten.

Es soll ja tatsächlich immer noch Menschen hier geben, die nicht wissen, wo wir sind.

B e s u c h e n Sie uns doch auch mal!

In den Jahren, die ich nun dabei bin, haben uns einige Mitarbeiterinnen verlassen müssen u.a. auch wegen "richtiger" Arbeit. Vielleicht würde es ehrenamtlicher Hilfe nützen, wenn sie wenigstens mit Rentenanwartschaftspunkten honoriert würde?!

Susanne Kniffka