Treffpunkt Jakobibücherei |
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Auch wenn das Wetter in den Ferien nicht immer sonnig war, hoffen wir doch, dass Sie sich gut erholt haben und viele neue Eindrücke, in fernen Ländern und Städten, an Stränden und in Wäldern, aber auch mit einem spannenden Buch auf dem heimischen Sofa oder Balkon erfahren konnten. Damit es Ihnen zu Hause nicht langweilig wird, möchten wir Ihnen unsere neuen Bücher vorstellen.
Tracy Chevalier entführt uns mit ihrem Roman „Zwei bemerkenswerte Frauen“ in die Welt der Fossiliensammler in Südengland zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die beiden historisch belegten Frauen, Mary Anning und Elisabeth Philpot, kommen aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Alle Schranken überwinden sie durch ihre gemeinsame Leidenschaft: das „Fossilien-Sammeln“ und werden beste Freundinnen. Die Autorin stellt uns vielschichtig die Kämpfe der beiden Frauen um ihre Anerkennung in einer von Männern dominierten naturwissenschaftlichen Welt vor. Anna-Luise Jordan beschreibt in ihrem biografischen Roman „Herbst in Heidelberg“ das Leben der Sophie Mereau (1770 – 1806) mit Clemens Brentano. Sie ist 8 Jahre älter als er und schreibt mit großem Erfolg Gedichte und Romane. Das Zusammenleben der beiden gestaltet sich durch den extrem egozentrischen Charakter Brentanos äußerst schwierig. Die Ehe endet tragisch durch den frühen Tod Sophies bei der Geburt des dritten Kindes. Astrid Rosenfelds Roman „Adams Erbe“ beginnt 2004 in Berlin. Edward Cohen, nach ruheloser, unstrukturierter Kindheit und Jugend nun erfolgreicher Besitzer einer Modeboutique, wird immer wieder mit seinem Großonkel Adam, dem schwarzen Schaf der Familie, verglichen. Nach dem Tod seiner Großmutter gelangt ein Stapel handgeschriebener Papiere in Edwards Hände: Adams Vermächtnis an „Anna Guzlowski“. Edward erfährt, wer sein Onkel Adam war: ein jüdischer Junge, geb. 1920, im nationalsozialistischen Berlin. |
Seine Familie bereitet sich bereits auf die Emigration nach England vor, während er seine große Liebe Anna sucht, die im November 1938 spurlos verschwindet. Als Annas Spur ins Warschauer Ghetto führt, geht auch Adam den Weg ins Ghetto.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Jakobi-Bücherei und grüßen Sie sehr herzlich.
Hella Heere, Regina Süßner und das Büchereiteam
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