Brot für die Welt 

-----------------------------------------------------------------------

Brot für die Welt 2010: Zum Beispiel Kamerun: Lernen statt heiraten!
Die meisten Mädchen im Norden Kameruns besuchen nie eine Schule oder
müssen sie frühzeitig abbrechen, weil sie schon als Kind verheiratet werden
oder der Familie zur Hand gehen müssen. Ein Lichtblick ist da Avenir Femme:
Die Initiative hilft jungen Frauen, ihren Schulabschluss nachzuholen oder eine
Ausbildung zu machen.

Clarisse Daiawe hörte zum ersten Mal bei einer Nachbarin von Avenir Femme (AF, „Zukunft für Frauen“). Die Aussicht, vielleicht eine Ausbildung zur Schneiderin machen zu können, ließ ihr Herz höher schlagen. Als Kind war sie fünf Jahre lang zur Schule gegangen. Doch als ihr Vater starb, musste sie den Schulbesuch abbrechen, um zum Lebensunterhalt ihrer großen Familie
beizutragen. Die junge Frau überlegte: Ohne die Zustimmung eines männlichen Familienmitglieds konnte sie sich nicht
für den Kurs anmelden. Aber wie sollte sie ihre Brüder überzeugen? In Clarisses katholischer Familie herrschen dieselben
überholten Rollenvorstellungen wie in der gesamten, überwiegend muslimischen Gesellschaft Nordkameruns. Erfolg hatte sie schließlich vor allem mit zwei Argumenten: Clarisse versprach, die Schulgebühren in Höhe von 40 Euro pro Jahr selbst aufzubringen. Und: Als gelernte Schneiderin kann sie später einmal gut verdienen. Denn auf Kleidung wird in Kamerun viel Wert gelegt. Vor allem zum Ende des Ramadan, zur Geburt eines Kindes, zur Taufe, zu Ostern und zu Weihnachten suchen Frauen
eine Schneiderei auf, um sich festlich einkleiden zu lassen. Tradition ist zudem, dass der Ehemann seiner Frau einmal
im Jahr eine neue „Pagne“ kauft, einen bunt gemusterten oder auch gebatikten Stoff , der um die Hüfte gebunden oder als Rock genäht wird. Avenir Femme wurde 1995 von sieben engagierten Frauen in Maroua gegründet, der wichtigsten Stadt in Kameruns
Provinz „Äußerster Norden“. „Wir wollten Mädchen helfen, nicht mehr so früh heiraten zu müssen“, erklärt Estelle Madanagole, Lehrerin und Gründungsmitglied von AF. Mit 18 Schülerinnen fi ng die Organisation an. Heute sind es jedes Jahr bis zu 100 junge Frauen, die bei Avenir Femme Lesen und Schreiben lernen, einen Schulabschluss nachholen oder sich zur Schneiderin ausbilden
lassen. Im Norden Kameruns wird die Bildung von Mädchen häufig als unwichtig betrachtet. Nur vier von zehn Mädchen gehen in die Schule. „Als ich das Projekt zum ersten Mal besuchte und sah, was den Mädchen hier in einem muslimischen Umfeld geboten wurde, war klar, dass wir diese Arbeit fördern müssen“, erinnert sich Ulrich Gundert, Leiter der Programmabteilung bei„Brot für die
Welt“. „Nirgendwo sonst konnten muslimische Frauen in einem geschützten Umfeld einen Beruf erlernen oder einen Schulabschluss nachholen.“ Abends sitzt Clarisse vor dem Gehöft ihrer Familie und wartet, bis auch der letzte Fisch verkauft ist. Sie ist müde, es war ein langer Tag für die 22-Jährige. Dennoch blickt sie mit Zuversicht in die Zukunft: Bald steht ihre Schneiderinnenprüfung
an. In der Zwischenzeit spart sie für eine Nähmaschine, mit der sie anschließend zu Hause die ersten selbst entworfenen
Kleidungsstücke nähen will. Ihr großer Traum ist ein eigenes Atelier auf dem Markt in Maroua. „Wir haben mit unserer Arbeit eine Flamme entzündet“, sagt die Verwaltungsratsvorsitzende von AF, Moussa Tchitoya, treffend.

Text: Renate Of
Träger:
Avenir Femme (AF)
Finanzierung (drei Jahre) „Brot für die Welt“: € 152.450,-
Was kostet wie viel?
Maßband, Nähnadeln, Schere und Lineal für eine Schülerin: € 10,-
Stoff für drei Pagnes: € 25,-
Nähmaschine: € 120,-
Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie im Internet unter www.brot-fuer-die-welt.
de/projekte/af

Projekt 2008: Papua-Neuguinea-Kluge Bauern haben gute Ernten

In Papua-Neuguinea lernen junge Frauen und Männer in zehnmonatigen Kursen alles, was sie über Landwirtschaft und Viehzucht wissen müssen. Ihr Wissen wenden sie anschließend nicht nur auf dem ei-genen Land an, sondern geben es in ihren Dörfern weiter – auch mithilfe von Theaterstücken. Damit legen sie den Grundstein für eine nachhaltige Ent-wicklung.
Seit drei Jahrzehnten engagiert sich die Evangelisch-Lutherische Kirche Papua-Neuguineas für eine nachhaltige Entwicklung des Landes vor allem in Regionen, die so abgelegen sind, dass staatliche Programme sie nicht erreichen. „Brot für die Welt“ unterstützt das Programm „Yangpela Didiman“ – was soviel heißt wie „Junge Bauern“ – mit Schulen wie in Rabisap. In einem zehn Monate langen Kurs lernen junge Frauen und Männer alles, was sie über Landwirtschaft und Viehzucht wissen müssen – und dank Kursen über Mikrokredite, Nähen, Seifenherstellung und Erste Hilfe noch viel mehr. Als „Promotoren“ wenden sie ihr Wissen anschließend nicht nur auf dem eigenen Land an, sondern geben es auch an die Nachbarn weiter.Neben Kursen zum Gemüseanbau und Bodenmanagement stehen Nutztiere im Zentrum des Unterrichts. „Menschen in ländlichen Regionen nehmen meist nicht genügend tierische Proteine zu sich“, sagt Lehrerin Cathrine Bauri. Daher lernen die Absolventen der Landwirtschafts-schule auch, wie man Fische züchtet. Tilapien und Karpfen leben inzwischen in mehreren Dutzend Becken. „Am Anfang waren viele Leute skeptisch. Inzwischen fragt mich fast jeden Tag jemand, was man beim Anlegen eines Fischteichs beachten muss“, erzählt der Promotor Zofikec Mineyupe, ein Ehemaliger der Schule.
Inzwischen ernten die Dorfbewohner so viel Kohl und Gemüse, dass sie jede Woche etliche Säcke davon in der Stadt verkaufen können. Früher produzierten sie vor allem Kaffee und Tabak, den Preis bestimmte ohne große Konkurrenz der Großhändler. Auch heute noch bauen viele Bauern diese Produkte an. Aber sie sind nicht mehr von ihnen abhängig. Und weil sie bessere Qualität liefern und sich nicht mehr übervorteilen lassen, erhalten sie von den Händlern nun bessere Preise.
„Jedes Jahr werden mehr Kinder geboren“, sagt Rektor Simion Turang. „Trotzdem haben wir nicht die Probleme, mit denen ganz Papua-Neuguinea kämpft: Verarmung, Landflucht, städtische Kriminalität.“ In Rabisap überwiegen die Gründe, zu bleiben: „Die Bauern haben gelernt, ihre Möglichkeiten besser zu nutzen.“ Das ganze Dorf profitiere von den neuen Kenntnissen, sagt der junge Rektor. „Ich sehe den Schülern an, dass sie besser ernährt sind als noch vor ein paar Jahren.“

(Text und Foto: Helge Bendl)

Das Projektbeispiel 2007 unserer Gemeinden und des Kirchenkreises:

Mit Ochsen und Pflug die Ernährung verbessern!

Im Twic-Distrikt im Süden des Sudan leben 500.000 Menschen. Viele, die wegen des Bürgerkrieges 

geflohen waren, sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Fruchtbares Ackerland steht ausreichend zur 

Verfügung, doch 20 Jahre Bürgerkrieg und wenig Kenntnisse über Anbaumethoden führen dazu, 

dass sich die Menschen nicht ausreichend ernähren können. Würde man die Felder nicht mit der 

Hacke, sondern mit Ochsengespann und Pflug bestellen, könnte man viel mehr anbauen, Über-

schüsse erzielen, seinen Lebensstandard verbessern und das Schulgeld der Kinder bezahlen. So

hat es die 43 - jährige Bäuerin Achel Nyuol erfahren. Sie hat im Ausbildungszentrum Sudan 

Production Aid (SUPRAID) einen Fortbildungskurs mitgemacht, bei dem sie auf einem Demon-

strationsfeld mit anderen Bauern gelernt hat, wie der Boden mit dem Pflug bearbeitet wird, und 

was für neue Anbauprodukte neben den traditionellen möglich sind. Am Ende des Lehrganges 

bekam sie von SUPRAID einen Pflug geschenkt. Damit kann Achel Nyuol jetzt so viel erwirtschaften,

dass sie neben dem Schulgeld der Kinder auch noch zwei weitere Kühe kaufen konnte.

Brot für die Welt unterstützt dieses Projekt der SUPRAID mit 77.485 €. Jeder, der den Fortbildungskurs 

besucht, bekommt einen Pflug geschenkt. Er kostet 153 €. Es ist ein Beispiel eines konkretes 

Projektes der diesjährigen Aktion Brot für die Welt, für die wir Sie um ihre Spende bitten.

Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Spenden im vergangenen Jahr. Unterstützen Sie die 

47.Aktion „Brot für die Welt " mit ihrer Spende:

und Silvester oder durch Überweisung auf die Spendenkonten der Gemeinden:

Matthäusgemeinde: KtoNr.: 1000097640,bei Sparkasse Hannover, BLZ:25050180

Markusgemeinde: KtoNr.:7001794804,bei Volksbank Lehrte. BLZ:251 933 31

Sudan

Reiche Ernte

Materialien, Bausteine,..... für die Gemeindearbeit zur 47. Aktion Brot für die Welt 2005/2006

Vorwort/Einleitung

In den Diskussionen der letzten Jahre wird häufig auf die so genannten „wsk – Rechte" Bezug genommen. Es geht dabei um die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte.

Diese sind in zwei Pakten, dem Sozialpakt* und dem Zivilpakt** von der internationalen Staatengemeinschaft beschlossen worden und in nationales Recht eingegangen.

*http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/infoservice/download/pdf/mr/sozialpakt.pdf

**http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/infoservice/download/pdf/mr/zivilpakt.pdf

Unter anderem heißt es darin:

„(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf einen angemessenen Lebensstandard für sich und

seine Familie an, einschließlich ausreichender Ernährung, Bekleidung und Unterbringung, sowie auf eine stetige

Verbesserung der Lebensbedingungen. Die Vertragsstaaten unternehmen geeignete Schritte, um die Verwirklichung

dieses Rechts zu gewährleisten, und erkennen zu diesem Zweck die entscheidende Bedeutung einer internationalen,

auf freier Zustimmung beruhenden Zusammenarbeit an.

(2) In Anerkennung des grundlegenden Rechts eines jeden, vor Hunger geschützt zu sein, werden die Vertragsstaaten

einzeln und im Wege internationaler Zusammenarbeit die erforderlichen Maßnahmen, einschließlich besonderer Programme, durchführen

a) zur Verbesserung der Methoden der Erzeugung, Haltbarmachung und Verteilung von Nahrungsmitteln durch volle

Nutzung der technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse, durch Verbreitung der ernährungswissenschaftlichen

Grundsätze sowie durch die Entwicklung oder Reform landwirtschaftlicher Systeme mit dem Ziel einer möglichst

wirksamen Erschließung und Nutzung der natürlichen Hilfsquellen;

b) zur Sicherung einer dem Bedarf entsprechenden gerechten Verteilung der Nahrungsmittelvorräte der Welt unter

Berücksichtigung der Probleme der Nahrungsmittel einführenden und ausführenden Länder." (Artikel 11)

Brot für die Welt stützt sich in seiner Projektarbeit auch auf diese Pakte und unterstützt Organisationen, die die Umsetzung der beschlossenen Rechte einfordern. Ausreichende Nahrung, stetige Verbesserung der Lebensbedingung stehen in dem von uns ausgewählten Projektbeispiel aus dem Sudan im Mittelpunkt.

Sprengelarbeitsgruppen der Sprengel Stade, Ostfriesland, Lüneburg, Hildesheim und Hannover haben Beiträge geliefert. Dabei haben sich zwei Schwerpunkte herausgestellt, die sich auch im Projektbeispiel abbilden: Sport als Element der Versöhnungsarbeit und die Sicherung der Nahrungsversorgung.

Wir hoffen, dass diese Materialien und Bausteine Ihnen dienlich sind und helfen, die Arbeit von Brot für die Welt und seinen Partnerinnen und Partnern zu verdeutlichen.

Eine letzte Bemerkung: Wir sind uns bewusst, dass die Situation im Sudan (im Jahre 2005/6) nach wie vor labil ist.

Uwe Becker

Impressum

Herausgegeben und verantwortet werden diese Materialien von

Uwe Becker

Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Brot für die Welt

Ebhardtstraße 3 A

30159 Hannover

Telefon 0511 - 3604 166

Telefax 0511 - 3604 119

E-Mail uwe.becker@diakonie-hannovers.de

www.brot-fuer-die-welt-hannovers.de

Die CD-ROM ist erhältlich

bei:

Diakonisches Werk

der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Brot für die Welt

Ebhardtstraße 3 A

30159 Hannover

Vorwort/Einleitung

In den Diskussionen der letzten Jahre wird häufig auf die so genannten „wsk – Rechte" Bezug

genommen. Es geht dabei um die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte.

Diese sind in zwei Pakten, dem Sozialpakt* und dem Zivilpakt** von der internationalen

Staatengemeinschaft beschlossen worden und in nationales Recht eingegangen.

*http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/infoservice/download/pdf/mr/sozialpakt.pdf

**http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/infoservice/download/pdf/mr/zivilpakt.pdf

Unter anderem heißt es darin:

„(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf einen angemessenen Lebensstandard für sich und

seine Familie an, einschließlich ausreichender Ernährung, Bekleidung und Unterbringung, sowie auf eine stetige

Verbesserung der Lebensbedingungen. Die Vertragsstaaten unternehmen geeignete Schritte, um die Verwirklichung

dieses Rechts zu gewährleisten, und erkennen zu diesem Zweck die entscheidende Bedeutung einer internationalen,

auf freier Zustimmung beruhenden Zusammenarbeit an.

(2) In Anerkennung des grundlegenden Rechts eines jeden, vor Hunger geschützt zu sein, werden die Vertragsstaaten

einzeln und im Wege internationaler Zusammenarbeit die erforderlichen Maßnahmen, einschließlich

besonderer Programme, durchführen

a) zur Verbesserung der Methoden der Erzeugung, Haltbarmachung und Verteilung von Nahrungsmitteln durch volle

Nutzung der technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse, durch Verbreitung der ernährungswissenschaftlichen

Grundsätze sowie durch die Entwicklung oder Reform landwirtschaftlicher Systeme mit dem Ziel einer möglichst

wirksamen Erschließung und Nutzung der natürlichen Hilfsquellen;

b) zur Sicherung einer dem Bedarf entsprechenden gerechten Verteilung der Nahrungsmittelvorräte der Welt unter

Berücksichtigung der Probleme der Nahrungsmittel einführenden und ausführenden Länder." (Artikel 11)

Brot für die Welt stützt sich in seiner Projektarbeit auch auf diese Pakte und unterstützt

Organisationen, die die Umsetzung der beschlossenen Rechte einfordern.

Ausreichende Nahrung, stetige Verbesserung der Lebensbedingung stehen in dem von uns

ausgewählten Projektbeispiel aus dem Sudan im Mittelpunkt.

Sprengelarbeitsgruppen der Sprengel Stade, Ostfriesland, Lüneburg, Hildesheim und Hannover

haben Beiträge geliefert. Dabei haben sich zwei Schwerpunkte herausgestellt, die sich auch im

Projektbeispiel abbilden: Sport als Element der Versöhnungsarbeit und die Sicherung der

Nahrungsversorgung.

Wir hoffen, dass diese Materialien und Bausteine Ihnen dienlich sind und helfen, die Arbeit von Brot

für die Welt und seinen Partnerinnen und Partnern zu verdeutlichen.

Eine letzte Bemerkung: Wir sind uns bewusst, dass die Situation im Sudan (im Jahre 2005/6)

nach wie vor labil ist.

Uwe Becker

Impressum

Herausgegeben und verantwortet werden diese Materialien von

Uwe Becker

Diakonisches Werk

der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Brot für die Welt

Ebhardtstraße 3 A

30159 Hannover

Telefon 0511 - 3604 166

Telefax 0511 - 3604 119

E-Mail uwe.becker@diakonie-hannovers.de

www.brot-fuer-die-welt-hannovers.de

Die CD-ROM ist erhältlich bei:

Diakonisches Werk

der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Brot für die Welt

Ebhardtstraße 3 A

30159 Hannover

Reiche Ernte

Mit Ochsen und Pflug die Ernährung verbessern

„Jedes Jahr dasselbe Problem, nie hatten wir genug zu essen, nur weil wir keine besseren Acker-geräte

besaßen". Achel Nyuol hatte keine Lust mehr, das Feld mühsam mit der traditionellen Hacke

in gebückter Haltung zu beackern. Die 43-jährige Bäuerin hatte schon gesehen, dass einige

Bauernfamilien das Feld mit Ochsenanspannung pflügten, damit enorm Zeit sparten und viel mehr

anpflanzen konnten. Zwei Ochsen besaß sie auch, aber wer würde ihr beibringen, wie man die

Ochsen trainiert; wer würde ihr Geld für einen Pflug geben? Also besprach sich die Mutter von fünf

Kindern mit ihrem Mann, der von einem Ausbildungszentrum namens Sudan Production Aid

(SUPRAID) in Turalai, wenige Kilometer von ihrem Dorf entfernt gehört hatte. Dort meldete sie sich

dann zur Ausbildung an.

SUPRAID bietet Bäuerinnen und Bauern Schulungen für Anbaumethoden an, die die Ernährungs-situation

der Menschen im Twic-Distrikt im südsudanesischen Staat Bhar el Ghazal verbessern.

Achel Nyuol marschierte drei Wochen lang mit ihren zwei Ochsen nach Turalai, um am Unterricht

teilzunehmen. Nur zwei Personen aus einem Haushalt werden ausgebildet. Achel Nyuol lebt in einer

Großfamilie, deshalb war sie stolz, dass sie zu den Auserwählten gehörte. Auf einem

Demonstrationsfeld hat die Bäuerin mit anderen Bauern gelernt, wie der Boden mit Ochsen und

Pflug besser und schneller bearbeitet werden kann. Einen Pflug bekam sie nach Abschluss der

Ausbildung geschenkt.

Sorghum und Sesam sind die wichtigsten Anbauprodukte, doch die Ernteerträge decken nur knapp

die Hälfte des Nahrungsmittelbedarfs der Haushalte. Die Menschen sind immer wieder auf zusätzliche

Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Doch seit viele Dorfbewohner bei SUPRAID eine Schulung

besuchten, hat sich der Lebensstandard dieser Menschen deutlich verbessert. Nicht nur dank der

Ochsenanspannung, sondern auch dank neuer Anbauprodukte wie Reis, Zuckerrohr, Süßkartoffeln

und Bananen. Achel Nyuol erwirtschaftet jetzt Überschüsse. Damit bezahlt sie das Schulgeld ihrer

Kinder und hat sogar schon zwei Kühe kaufen können. Die Bäuerin ist stolz darauf. „Ich muss unbedingt

noch lernen, wie man einen Pflug repariert." Und sie hat einen Tipp für SUPRAID: „Es wäre gut,

SUPRAID hätte ein Ersatzteillager, da nicht alle Ersatzteile auf dem Markt vorrätig sind." Mit dem

Erlös der Ernte könnte sie die Ersatzteile bei SURPAID gleich bezahlen.

Projekt SDN 0412-0007

Träger: Sudan Production Aid (SUPRAID)                                           

Kostenübersicht (ein Jahr)

Gesamtkosten:                            € 150.104,-

Finanzierung (ein Jahr)

„Brot für die Welt"                      € 77.483,-

Andere Organisationen            € 72.621,-

                                                        

Kostenbeispiel aus der Projektarbeit:

Die Pflüge werden von SUPRAID in Kenia gekauft. Nach einer Schulung bekommt ein Haushalt einen Pflug von

SUPRAID geschenkt. Ein Pflug kostet 153,- Euro, darin enthalten sind auch die Transportkosten von Kenia in den

Sudan.

Was enthält die CD-ROM?

Ausführliches Inhaltsverzeichnis

01. Vorwort/Einleitung

02. Reiche Ernte Projekt kurz dargestellt: entspricht S. 3 dieser

Broschüre

03. Sudan

03.01. Sudan im Überblick Die aktuelle Situation im Sudan

03.02. Sudan – Deutschland Ein Vergleich der beiden Staaten

03.03. Sudan: Hilfsorganisationen warnen vor Hungersnot

Pressemeldung aus dem Juli 2005

04. Ausführliche Informationen zum Projekt

04.01. Projektcontainer enthält Informationen über das Projekt

•Reiche Ernte

•Frieden zwischen Nord und Süd

•Zeittafel

•Sport und Versöhnung

•Keine Jobsuche mehr im Nordsudan

•Miteinander sein ist alles

•Brot und Spiele

•Achel läuft schneller als der Wind

•Ein Sportevent im Südsudan

•Neue Hoffnung

für die Arbeit von „Brot für die Welt" im Sudan

•Bildtext zur Diaserie

04.02. Bilderbogen Bilder aus dem Projekt

04.03. Fotos

04.03.01. Diaserie zum Projekt (inkl. Bildtext)

04.03.02. Portraits

04. enthält sehr ausführliche Informationen, Texte von Journalisten,... Hier sind ebenfalls Bilder

enthalten, die im thematischen Zusammenhang mit Brot für die Welt und seine Arbeit kostenfrei

abgedruckt werden dürfen.

05. Ernährung (Grundsätzliches)

05.01. Milleniumsziele

05.02. Ernährung nachhaltig sichern

05.03. Bilder zur Ernährung

05.04. Nahrungspflanzen

05.05. Gründe für den Hunger: Lagerschädlinge

05.06.01. Entwicklung des Pfluges

05.06.01. Pflugbilder (Stephan Lackner)

05.07. Bewusst essen

05.08. Landwirtschaft in Niedersachsen

05.09. Tag der Regionen

In 05. finden Sie Texte, die sich mit den Milleniumszielen der Entwicklungspolitik beschäftigen,

einen Text der sich mit nachhaltiger Ernährung beschäftigt,.....bis hin zu Informationen über die

Aktion Mahlzeit von Brot für die Welt, die Landwirtschaft in Niedersachsen und den Tag der

Regionen.

06. Bausteine für die Gemeindearbeit

06.01. Ernährung

06.01.01. Hier geht’s ums Essen

- Festtafel Eine Welt

- Rezepte für ein Festmahl

- Nsiima

- Ostafrikanische Rezepte

- Feierabendmahl beim DEKT 05

06.01.02. Unser täglich Brot (Gottesdienstbausteine)

06.01.03. Eine Idee mit Pflug

- Vom Danken zum Teilen (Ideen für eine Aktion)

- Den Frieden herbeipflügen

- Pflügt ein Neues (Texte von Erntedank bis Weihnachten)

- „Pflug"-Ticket

- Fürbittengebet

06.01.04. Ostafrikanisches

- Ostafrikanische Märchen

- Ostafrikanische Weisheit

06.01.05. global lernen 2/2000 Ernährungssicherung

06.01.06. global lernen 3/2002 Grundbedürfnisse

06.02. Sport

06.02.01. Nicht nur für Konfirmandinnen und Konfirmanden

- Konfi-Aktionen

- FairPlay in Spielen ausprobieren

- Ideen Spiel ohne Grenzen

- Fair Play for Fair Life

- Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandengruppe

06.02.02. Betrachtungen

- Sport ist interessanter als Kirche

- Paulus und der Sport

- Gebet Fußball

07. Abkündigungen

- Kollektenabkündigungen für vier Sonntage im Advent und Jahreswechsel

- Abkündigungen: Erntedankfest - Volkstrauertag - Buß- und Bettag - Advent

08. Gemeindbriefvorlagen

- Sudan Sarstedt

- Gottes Spielregeln

- A 5 Gemeindebriefvorlage

- A 6 Gemeindebriefvorlage

06.,07.,08. enthalten Materialien, Bausteine,.... für die thematische Arbeit in und mit gemeindlichen

Gruppen, seien es nun Konfirmandinnen und Konfirmanden,...... bis hin zu Bausteinen für

Gottesdienste. Gemeindebriefvorlagen finden sich ebenso wie Abkündigungen, eine Aktionsidee

von Erntedank bis Sylvester genauso wie ein Fußball-Gebet.

09. Schulanfänger Materialien für Schulanfänger-/Familien-Gde.

Inhaltsverzeichnis

- Vorwort

- Schulanfängergottesdienst 2005

- Lam und Lisa gehen in die Schule

- Joy geht in die Schule

- Bilder zum Sprechstück Joy

- Vaterunser

- So könnte ein Schulanfängergottesdienst auch aussehen

- Lied- und Gebetsvorschläge

- Einlegeblatt in die Frühstücksdosen

10. Graphisches

- s.a. Projektbilder 04.03.

- Stacheldraht Ährenkranz

- Plakat 47. Aktion

- Pflug-Ticket (jpg. Datei)

- Sudan Landkarte

11. Links zu Hunger und Welternährung

09., 10., 11. bieten Bausteine für einen Schulanfängergottesdienst, die sich auch für

Familiengottesdienste eignen, graphische Vorlagen und Links im Internet.

Die CD-ROM ist nicht interaktiv, sie ist vielmehr wie ein Workshop aufgebaut und bietet

einen leichten Zugang zu den entsprechenden Dateien.

Die CD-ROM ist erhältlich bei:

Diakonisches Werk

der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Brot für die Welt

Ebhardtstraße 3 A

30159 Hannover

 

Seitenanfang          Startseite