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Die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und
über Friedensarbeit - Antikriegshaus wurde 1978 als Friedenszentrum
auf historischem Boden gegründet: Hier fand am 9. Juli 1553 die Schlacht
von Sievershausen statt, deren Ausgang bedeutsam für den Fortgang der
Reformation war. Mit dem Bau des Antikriegshauses wurde die hier bereits
seit Mitte der 1960er Jahre von Klaus Rauterberg betriebene Friedensarbeit intensiviert.
Die Ziele und Aufgabenstellungen unserer Arbeit orientieren sich
an einem umfassenden Verständnis von Friedensarbeit. Sie sollte mit Kopf,
Herz und Hand betrieben werden: Nüchterne Auseinandersetzung mit den
Realitäten; tatkräftiges Angehen der Herausforderungen zur
Verwirklichung einer friedlicheren Welt, im großen wie im kleinen;
Enthusiasmus, Freude und Hoffnung, von der dieses Engagement getragen
wird.
Das Antikriegshaus hat sich zu einem lebendigen Veranstaltungszentrum
mit einem vielfältigen Programm entwickelt, das unser Verständnis von Friedensarbeit
als politischer, historischer und kultureller Aufgabe
widerspiegelt. Hier finden regelmäßig Ausstellungen, Vorträge, Autorenlesungen,
Musik-, Theater- und Kleinkunstaufführungen statt. Zu Gast in
Sievershausen waren u.a. Rupert Neudeck, Hermann Barth, Dorothee Sölle, Lea Rosh, Hanne
Hiob, Felicia Langer (Trägerin des alternativen Friedensnobelpreises),
Shlomo Perel ("Hitlerjunge Salomon"), Oskar Ansull, Freya
Klier, u.v.m.
Unsere friedenspädagogischen Angebote
umfassen Unterrichtseinheiten und Seminare für Schulklassen und
Konfirmandengruppen zu aktuellen und geschichtlichen Themen.
Für Besucher bieten wir Führungen über das
Gelände des Friedenszentrums und Begleitung zu den jeweiligen
Ausstellungen an.
Die Nutzung unserer Bibliothek ist
kostenlos. Weitere Materialien finden sich in unseren Archiven, u.a.
mit den Veröffentlichungen der deutschen und internationalen
Friedensorganisationen.
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