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Friedensarbeit
mit Kopf, Hand und Herz - 1966, mIt dem Umzug von Klaus Rauterberg aus Watenstedt im Kreis Helmstedt, beginnt die Geschichte der Friedensarbeit in Sievershausen. Die Antikriegswerkstatt, ein Tagungs- und Übernachtungsort für Gruppen, die sich dem Engagement gegen den Krieg und für den Frieden stellen, war sein erstes Werk, in engem Zusammenwirken mit den Freunden aus seiner Watenstedter Zeit. Das
Engagement gegen den Vietnamkrieg und für die Achtung des Lebens und der Würde
der vietnamesischen Bevölkerung fand hier einen Ort. Dort bereiteten sich auch
Gruppen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste auf ihren Einsatz vor, so auch
die Gruppe, zu der Susanne Zahn und Christoph Gaede gehörten, die am Oft hat Klaus Rauterberg eindrückliche und mahnende Worte gefunden, um dem Vergessen entgegen zu wirken und den Einsatz für den Frieden zur Verpflichtung zu erheben. Zur Erinnerungsarbeit gehört auch die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Bergen Belsen 1985, verbunden mit dem unermüdlichen Engagement für die Neugestaltung der Gedenkstätte und die Einbeziehung der Rampe in das Gedenken und Erinnern. Sich Erinnern und mit Kopf, Herz und Hand sich für den Frieden einzusetzen, drückt sich auch in der Schaffung des Friedenspreises, der Sievershäuser Ermutigung, aus. Im Zusammenhang des 50. Jahrestages der Reichspogromnacht wurde die Idee dazu geboren. Gruppen und Einzelne aus dem In- und Ausland sollen in ihrer Friedensarbeit gestärkt und ermutig werden. Klaus Rauterberg ist sehr häufig gegen den Zeitgeist geschwommen und hat immer versucht, Zeichen zu setzen, die einen gesellschaftlichen Richtungswechsel markieren. Er hatte Visionen, ist Fehlentwicklungen entgegengetreten, ehe sie Allgemeingut wurden. Ein unbequemer Zeitgenosse war er, der nicht müde geworden ist zu beklagen, anzuklagen, was gegen den Frieden gerichtet ist. Die Friedensarbeit in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers ist eng mit seinem Namen verbunden. In vielen Arbeitskreisen, an Runden Tischen, in Friedensgruppen ist er aktiv gewesen, so auch im Konziliaren Prozess. Für viele in der Friedensbewegung und darüber hinaus ist er mit seiner Zielstrebigkeit, seiner Unbestechlichkeit, seinem Humor, seiner Sensibilität, seiner Uneitelkeit Vorbild, für andere ist er Stein des Anstoßes geworden. Uns war er ein Freund, den wir vermissen. |