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Im Mittelalter gehörte Luttrum zur Burgdorfer Kirche. Das Jahr 1670 wurde für die kirchliche Situation der Luttrumer außerordentlich wichtig, denn wenige Wochen nach der Trennung von Burgdorf, die im Mai wohl beschlossene Sache war, stand ein schweres Gewitter über Luttrum.
Im Kirchenbuch findet sich folgender Eintrag:
"Anno 1670 dem 24. Juli hat ein Gewitter über Luttrum drei Tage gestanden und ist alles abgehagelt. Am St. Annentage ist es vorübergang, daher dieser Tage gefeyert wird. Der zeitige Pastor Böse hat die erste Predigt an diesem Tage über die Worte Amos 7, Vers 4,5,6 gehalten."
Die Verse bei Amos 7, 4-6 lauten:
" Der Herr Herr zeige mir ein Gesicht, der Herr Herr rief das Feuer damit zu strafen; das sollte eine große Tiefe verzehren und fraß schon ein Teil dahin. Das sprach ich: Ach Herr Herr, laß ab! Wer will Jacob wieder aufrichten, denn er ist ja geringe? Da reute den Herrn das auch, und der Herr sprach: Es soll auch nicht geschehen."
Über diesen Bibelspruch wird auch heute noch nach mehr als 300 Jahren am Annentag gepredigt.
Die Luttrumer, so erzählt man sich, gingen mit einer kleinen Laterne nach Grasdorf um den Pastor zu holen, denn es war finstere Nacht in Luttrum. Als sie an die Feldmarkgrenze kamen, klärte sich der Himmel allmählich auf. Die Laterne, die den Luttrumern den Weg gewiesen hatte, wird in der Kirche aufbewahrt; daher schmückt heute eine Laterne das Luttrumer Dorfwappen.
Früher, als die meisten Menschen in Luttrum noch eine landwirtschaftliche Tätigkeit ausübten, ruhte am Annentag die Feldarbeit; es hieß der Blitz schlage in die Scheune desjenigen ein, der den Annentag nicht ehre und Korn einfahre. Heute ist der Annentag ( 26. Juli )kein Feiertag mehr, aber Gottesdienst findet immer noch statt.
Z.K: Anna ist die Großmutter Jesu



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