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Presseinformation: |
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Bad Salzdetfurth: Konfirmanden stellen "Brot für die Welt"- Projekt vor.
Am Sonntag, den 28. November, um 10.00 Uhr lädt die St. Georgsgemeinde,
Bad Salzdetfurth zu einem besonderen Gottesdienst ein.
Die Hauptkonfirmandinnen und -konfirmanden stellen mit Plakaten,
Texten und Rollenspiel das diesjährige "Brot für die Welt"- Projekt vor:
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Hoffnung für Afrika - Jugendliche in Togo entpuppen sich als
gefragte Handwerker.
Am Anschluß an den Gottesdienst sind die Besucher zum "Kirchenkaffee"
eingeladen, das von Jugendlichen aus der Gemeinde organisiert wird.
Das "Togo-Projekt" wird 1999/2000 von allen Gemeinden der Kirchenkreise
Bockenem-Hoheneggelsen und Clausthal-Zellerfeld unterstützt.
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Trommelvorspiel |
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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Trommelworkshops vom
Sonnabend trommeln zur Einstimmung der Gottesdienstbesucher
ein afrikanisches Stück.
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Begrüßung |
Liebe Gottesdienstbesucherinnen und -besucher,
wir freuen uns, Sie in diesem Gottesdienst willkommen zu heißen.
Wir, die Hauptkonfirmandinnen und -konfirmanden wollen Ihnen heute am ersten Advent das neue "Brot für die Welt"-Projekt vorstellen.
Alle Gemeinden unseres Kirchenkreises Bockenem-Hoheneggelsen und die Gemeinden unseres Nachbarkirchenkreises Clausthal-Zellerfeld sammeln für das gleiche Projekt:
"Hoffnung für Afrika" - Jugendliche entpuppen sich als gefragte Handwerker.
Mit diesem Projekt sollen Jugendliche in Togo gefördert und ihnen eine bessere Zukunft ermöglicht werden.
Am Eingang wurden Sie und wurdet Ihr mit dem Band mit der Perle bereits auf landestypische Weise begrüßt. Mit einem solchen Band heißt man in Togo jemanden willkommen,
der wohlbehalten von einer langen Reise zurückkehrt,
jemanden, den man lange nicht gesehen hat oder
jemanden, auf den man sich einfach sehr freut.
Schon jetzt weisen wir darauf hin, daß Sie nach dem Gottesdienst zum "Kirchenkaffee" eingeladen sind.
Nun wollen wir das erste angeschlagene Lied miteinander singen.
Und zwar die erste Strophe von "Wir sagen Euch an den lieben Advent".
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Lied |
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Wir sagen euch an den lieben Advent (Nr. 17,1)
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Liturgie
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Eingangsgebet
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Wir wollen beten:
Lebendiger Gott,
wir sind hier vor Dir versammelt.
Du willst uns nahe sein:
uns Jugendlichen genauso wie den Erwachsenen,
uns Menschen hier in Deutschland wie den Menschen in Togo,
den Reichen wie den Armen,
den Traurigen wie den Fröhlichen.
Wir bitten Dich, laß uns deine Nähe spüren
- jetzt - in diesem Gottesdienst.
Öffne unsere Herzen und Sinne für Dich
und für unsere Schwestern und Brüder in Togo.
Amen
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Lesung
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Jesaja 58, 7-10 mit Halleluja.
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Glaubensbekenntnis
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Gemeinsam wollen wir unseren Glauben bekennen, der uns mit allen Christen auf der Welt verbindet:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen von dem Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
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Lied:
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Brich mit den Hungrigen dein Brot (Nr. 420, 1-5)
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Land, Klima , Bevölkerung
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Wir möchten Ihnen das Land Togo vorstellen , in dem unser diesjähriges "Brot für Welt"-Projekt helfen will.
Togo ist ein kleines Land in Westafrika, das am Golf von Guinea liegt. Es grenzt im Osten an Benin, im Norden an Burkina Faso und im Westen an Ghana.
Togo hat ca. 5 Millionen Einwohner und eine Fläche von ca. 57.000 Quadratkilometern. Zum Vergleich: Deutschland hat ca. 82 Millionen Einwohner und ist flächenmäßig mehr als sechsmal so groß wie Togo.
In Togo herrscht tropisches Klima. Es gibt vier unterschiedliche Landschaftszonen:
die breite, äußerst fruchtbare Küstenregion,
dann das Bergland von Togo mit einer großen Hochebene,
an das sich nach Norden hin eine Feuchtsavanne anschließt,
die dann in eine Trockensavanne übergeht.
Im Süden gibt es zwei Regenzeiten im Norden dagegen nur eine.
Die Hauptstadt von Togo heißt Lomé ist liegt im Südwesten des Landes. Lomé ist eine bedeutende Hafenstadt für den gesamten Sahel-Raum mit 600.000 Einwohnern. Weiter große Städte heißen: Kpalimé, Sokodé, La
ma-Kara und Dapaon.
Es gibt über 40 Sprachen und eine Vielzahl an Dialekten im gesamten Land, wobei jedoch die Hälfte der Einheimischen Ewe spricht. Amtssprache ist jedoch Französisch.
(geschrieben von Jessica und Kim)
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Geschichte
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Anfangs war Togo kein zusammenhängender Staat. Das heutige Togogebiet war in
viele Stammesgebiete zerteiatl.
Das änderte sich, als die Portugiesen 1481 das Gebiet "entdeckten" und zu
ihrer Kolonie erklärten.
Gut 400 Jahre lang blieb es unter portugiesischer Herrschaft, bis es 1884 zur deutschen Schutzgebiet erklärt wurde. Doch Togo gehörte nur kurze Zeit zum Deutschen Reich, denn infolge der Kriegshandlungen kam Togo 191
4 unter französische Verwaltung.
Ihr Einfluß hat noch heute Auswirkungen auf das heutige Leben, z.B. durch die französische Amtssprache.
Erst 1960 wurde Togo unabhängig.
Doch bereits 1963 ermordeten Putschisten unter der Führung von Gnassingbé Eyadéma den ersten togoischen Präsidenten.
Nach einem weiteren Putsch schaffte es Eyadéma dann, sein Ziel zu erreichen: Er wurde Präsident.
Seitdem hat sich nicht viel geändert, denn das Eyadéma-Regime hat das Land fest in der Hand. Das einfache Volk wird unterdrückt, nur wenigen geht es gut. Die schulische und gesundheitliche sowie die soziale Lage s
ind besonders katastrophal.
Natürlich gibt es Versuche, dieses diktatorische Regime zu stürzen, aber diese wurden alle mit
äußerster Brutalität und durch Wahlfälschungen von Eyadéma abgewehrt.
So ist die einzige friedliche Verbesserung der Lage wahrscheinlich nur
über Bevölkerungshilfsprojekte wie dem von "Brot für die Welt" zu erreichen.
(geschrieben von Steffen)
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Gesundheit, Bildung, Religionen
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In Togo ist es ganz anders als hier in Deutschland.
Der Schule findet oft im Freien statt, dann es ist warm draußen und
außerdem sind die Räume in den Schulgebäuden meist viel zu klein.
Der Schulbesuch ist zwar kostenlos, aber die Schuluniform, Bücher und Arbeitsmaterial sind so teuer, daß viele Eltern ihren Kindern keinen Schulbesuch finanzieren können. Deshalb sind auch
über die Hälfte der Menschen in Togo Analphabeten, die weder Lesen noch Schreiben können.
Die Lehrer streiken oft, weil der Staat ihre Gehälter nicht zahlt, daher fallen viele Unterrichtsstunden aus.
Die Kinder, die nicht zur Schule gehen können, müssen zu Hause bei der harten Feldarbeit mithelfen oder sich eine Arbeit in der Stadt suchen, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.
Die gesundheitliche Versorgung im Land ist sehr dürftig. Während bei uns in Deutschland ein Arzt durchschnittlich 264 Personen versorgt, so behandelt in Togo ein Arzt 10.000 Menschen.
Durch die schlechte medizinische Versorgung ist auch die Säuglingssterblichkeit wesentlich höher als bei uns: Von 200 Neugeborenen sterben in Togo 16 Kinder, in Deutschland dagegen nur eins.
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Deutschland zwischen 73 und 80 Jahren, in Togo werden Männer durchschnittlich nur 53 und Frauen nur 57 alt.
Im Großen und Ganzen teilt sich Religionszugehörigkeit der Bevölkerung in vier größere Gruppen auf. Die Hälfte der Einwohner gehört den traditionellen Religionen, den sogenannten Naturreligionen an. Die andere Hälfte sind Ka
tholiken, Protestanten und Muslime. Wobei die Katholiken zahlenmäßig die größte dieser drei Gruppen sind.
(geschrieben von Svenja)
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Landwirtschaft, Bodenschätze
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In Togo werden folgende landwirtschaftliche Produkte angebaut:
Ananas, Mango, Bananen, Erdnüsse, Kaffee, Kakao, Ingwer, Chilli und Okraschoten, Hirse, Mais, Süßkartoffeln, Manjok und Yamswurzeln.
In den Bergen werden Bodenschätze wie Eisenerz und Marmor abgebaut. Die wichtigste Rolle spielt für Togo aber das Phosphat, das fast 50% der Exportgüter ausmacht.
Zweitwichtigstes Export gut ist Baumwolle. Und auch Kaffee, Kakao und Palmöl werden in geringen Mengen exportiert.
Als Importgüter führt Togo vorwiegend Maschinen und Transportmittel, Erdöl, Nahrungs- und Genußmittel sowie Textilien ein.
Der Jahresenergieverbrauch ist in Togo mit 46 kg
Öleinheiten pro Person viel niedriger als in Deutschland. Bei uns verbraucht eine Person durchschnittlich 4128 kg
Öleinheiten pro Jahr.
(geschrieben von Ronja)
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Lied:
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E lo lo (Liederzettel)
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Rollenspiel |
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Die Szene spielt auf einer Straße.
Zwei heruntergekommene Jugendliche begegnen sich, erzählen von ihrem Tag, an dem sie für ein bißchen Geld im Supermarkt gearbeitet oder Autos gewaschen haben. Sie trinken 'nen Bier zusammen, das der eine im Supermarkt geklaut hat.
(setzen sich auf die Altarstufen)
Eine Gruppe junger Leute. Sie halten ein Werbeplakat ("Wie sieht meine Zukunft aus? - Realitäten und Visionen", Gesprächsabend, heute,
18.00 Uhr im PEA-Zentrum), mit dem sie zu einer Veranstaltung einladen.
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Celestine:
Heute abend Gesprächsabend bei PEA!
"Wie sieht meine Zukunft aus?", das fragen Sie sich bestimmt auch. Oder ihr da!
Kommt heute abend ins PEA-Zentrum. Wir wollen Zukunftspläne
schmieden!
Anani: Heute abend um sechs Uhr! Alle sind eingeladen!
Die beiden mit den Bierflaschen, werden auf C. und A. aufmerksam, reden miteinander und zeigen auf sie.
Kodjo: Eh, - halt doch die Klappe! Wen interessiert denn das?
Sagah: Zukunft! Pah! Wir haben doch eh keine!
(C. und A. beginnen ein Gespräch mit K. und S.)
Celestine: Wenn du hier nur 'rum sitzt bestimmt nicht, da hast du Recht. Aber
du kannst 'ne Menge bewegen, wenn du willst.
Sagah: Bewegen, wie denn wohl?! Ich habe doch keinen Einfluß und
außerdem kein Geld, nichts, gar nichts hab ich. Ich kann ja noch
nicht mal lesen. Meine Eltern können die Schuluniform und die
Bücher nicht bezahlen. Und einen richtigen Job, den bekomme ich
ohne Ausbildung nicht. So ist das nun 'mal.
Anani: Und wovon lebst du?
Sagah: Naja, hier mal 'nen bißchen Träger spielen, da mal 'nen bißchen Autowaschen.
Manchmal kann ich auch ein paar Stunden im Supermarkt arbeiten
im Lager. Und sonst bleibt hat nur betteln oder klauen. Aber wen
kümmert's. Bis lang geht's so einigermaßen. Aber an die Zukunft,
daran mag ich überhaupt nicht denken!
Kodjo: Genau, wen interessiert denn überhaupt unsere Zukunft? Die
Politiker vielleicht? Die machen doch eh, was sie wollen? Wahlbetrug, Korruption, Machtgerangel - das sieht und hört man
doch überall. Die haben gar keinen Sinn für die Zukunft - und
schon gar nicht für unsere.
Celestine: Ich kann deine Wut gut verstehen. Ich habe vor ein paar Jahren
genauso gedacht wie du. Hab auf alles und jeden geschimpft. Mir
ging's echt dreckig damals.
(sie erzählt ihre Geschichte)
Meine Eltern hatten sich gerade getrennt. Meine Mutter konnte
die Schulbücher für mich und meine Geschwister nicht mehr
bezahlen. Ich mußte die Schule verlassen. Ich habe in einem
Restaurant saubergemacht, spät nachts. Und hab 'nen Hungerlohn
gekriegt für die Schufterei.
In der Zeit habe ich Frank kennengelernt. Er hat der mich
zu einem Vortrag eingeladen hat. Die Sache hat mich brennend
interessiert. Die Leute waren auch ganz nett. Dann hab ich bei einem Arbeitseinsatz mitgemacht. Wir haben ein Stück Land für
die Aussaat vorbereitet. Viele junge Leute waren dabei, aus verschiedenen Städten und Gegenden. Wir haben viel Spaß gehabt.
Und neben der Arbeit haben wir uns mir den Leuten von PEA (PEA ist die französische Abkürzung für "Hoffnung für Afrika")
Gedanken über unsere Zukunft gemacht und überlegt, wie wir Geld
verdienen können.
Schließlich haben wir auf dem Stück Land Gemüse angebaut und
es dann verkauft. Die eine Hälfte des Geldes wurde dann auf alle
aufgeteilt, mit der anderen Hälfte wurden einzelne Jugendliche
unterstützt. So bekam ich dann einen Zuschuß für meine neuen
Schulbücher und konnte weiter zur Schule gehen. Jetzt bin ich kurz
vor meinen Abschluß.
Kodjo: Das klingt ja wie im Märchen! Aber glauben kann ich das nicht so
recht. Selber Geld verdienen und dann auch noch mit anderen teilen. Das ist ja der helle Wahnsinn! Wer macht das schon?
Sagah: Was ist denn das eigentlich für 'ne Organisation "PEA". Ich weiß
nur, daß die hier in der Nähe so 'nen Zentrum haben.
Anani: (setzt sich zu den beiden, ebenso C.)
PEA steht für "Projekt Hoffnung für Afrika", es wurde von einem
ökumenischen Verein ins Leben gerufen. Die Mitglieder setzen
sich für soziale Gerechtigkeit, Bildung und eine bessere Zukunft
ein. Sie suchen das Gespräch mit anderen, schaffen Begegnungsmöglichkeiten, bringen Menschen mit gleichen
Interessen und versuchen die Probleme in unserem Land und unserer Gesellschaft anzupacken.
Besonders für uns Jugendliche tun sie viel. Einige organisieren Spielabende, Sportveranstaltungen und Jugendcamps,
andere unterrichten Lesen und Schreiben oder geben Kurse in Informatik.
Celestine: Ja, und ganz viele helfen bei der Ausbildung von
Jugendlichen mit. Roul zum Beispiel bringt den Jungen bei, wie man Häuser baut und Dächer deckt. Das können die
richtig gut. Die haben die Häuser in unserem Zentrum ganz
allein gebaut. Seit einiger Zeit kriegen die Handwerksgruppen auch Aufträge von außen und verdienen
richtig Geld damit verdienen.
Sagah: (Steht auf. Klopft sich den Dreck von der Hose.) Das klingt ja
interessant. Ich wollte eigentlich schon immer Mauer werden, aber
ohne Schulabschluß geht das ja nicht.
Anani: Mensch, komm doch einfach heute abend mal mit. Dann
kannst du dich genauer informieren und lernst gleich noch ein paar Leute kennen.
Sagah: (überlegt) Hm. Mal sehen. Gucken kann ja nicht schaden...
Celestine: (zu K.) Willst du nicht auch mitkommen?
Kodjo: Nee, danke. Ich glaub', das ist nichts für mich.
Celestine: Naja, vielleicht überlegst du's dir ja noch 'mal. Du kannst auch
einfach so ins Zentrum kommen. Es ist immer einer da.
Aber jetzt müssen müssen wir langsam los, sonst kommen wir
noch zu spät.
Anani: (guckt auf die Uhr) Oh, ja es wird Zeit. Tschüß macht's gut.
Roul: (Kommt mit zwei Jugendlichen um die Ecke.)
Hallo ihr zwei! Na habt ihr Erfolg gehabt?
(C. und A. gehen ihm entgegen)
Celestine: Hallo Roul!
Anani: Wie man's nimmt.
Celestine: Zumindest sind sie ganz schön ins Nachdenken gekommen
und vielleicht kommt der "zukünftige Maurer" ja.
(Dreht sich um und winkt zum Abschied)
Tschüß!
(Gemeinsam mit Roul und den anderen gehen sie weg. K. und S. gehen ebenfalls weg.)
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Lied |
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Apke madana Mawu (Liederzettel)
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Ansprache: |
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So wie in dem Rollenspiel eben könnte es aussehen, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom "Projekt: Hoffnung für Afrika" zu ihren Veranstaltungen einladen. Im letzten Jahr gehörten viele solcher Vortrags-
und Diskussionsveranstaltungen zu ihrem Programm. Die Themen machen deutlich, worauf es den Mitarbeitenden ankommt:
"Was bedeutet Gerechtigkeit und Frieden?",
"Die Rechte der Kinder und Jugendlichen", "Welchen Weg gehe ich nach
meinen Schulabschluß?",
"Die Potentiale Afrikas",
"Der Glaube an Gott und der Glaube an die Zukunft" lauten einige
dieser Themen.
Getragen wird das Projekt in Togo von einem Verein mit dem Namen:
"Ökumenischer Verein zur Bewußtseinsbildung für Entwicklung und Solidarität". In ihm engagieren sich Menschen, die von der Hoffnung des Glaubens leben und davon
überzeugt sind, daß sie gemeinsam viel verändern können.
Mit dem "Projekt: Hoffnung für Afrika" wollen sie gerade die Jugend ansprechen, denn in ihr sehen sie die Hoffnung für ihr Land. Nur mit den jungen Menschen gemeinsam kann man bessere Lebensbedingung für alle schaffen.
Zunächst einmal bedeutet das, den oftmals hoffnungslosen Jugendlichen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, was alles in ihnen steckt,
und dabei gleichzeitig den Gemeinsinn und die Solidarität unter einander zu fördern.
Die meisten Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich in dem
Projekt mit.
Wie wir gehört haben, geben sie ihr Wissen an die Jugendlichen weiter:
sie bilden sie in Handwerk und Landwirtschaft aus,
führen Alphabetisierungs- und Politikkurse durch und unterstützen
Jugendliche in besonderen Notlagen.
Der Hauptsitz des Projekts ist in Kpalimé.
Dort befindet sich das "Mini-Dorf-Hoffnung", das aus neun Bungalows und
einem Gemeinschaftssaal besteht.
Alle Bauarbeiten wurden von den Jugendlichen durchgeführt.
Die Ziegel, die aus Lehm und Manjokstärke hergestellt werden,
die Deckenverkleidungen aus Baumbus und die Strohdächer beweisen,
daß mit einheimischen Material optimal gebaut werden kann.
Die Jugendlichen sind mit ihrer Art und Weise zu bauen und zu wirtschaften
ein Vorbild für viele.
Immer häufiger bekommen sie Aufträge von Privatleuten und Firmen,
die sich im "Mini-Dorf-Hoffnung" vom Können der jungen Menschen
überzeugt haben.
Ein weiteres Standbein des Projektes ist neben der Landwirtschaft und dem Häuserbau, der Bau und die Installation von Seilpumpen.
Da in Togo nur ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, bieten die Seilpumpen, die umgerechnet ca. 90 DM kosten,
eine gute und günstige Möglichkeit, sich Trinkwasser zu beschaffen.
"Brot für die Welt" unterstützt dieses Projekt, weil es ein zukunftsweisendes Projekt ist: Einheimische haben die Initiative ergriffen, sie ermutigen junge Menschen und versuchen sich durch ihre Arbeit selbst zu finanzieren
und somit sich selbst und anderen bessere Einkommens- und Lebensmöglichkeiten zu verschaffen.
Zur Zeit jedoch brauchen sie noch finanzielle Hilfe, um ihr Projekt weiter ausbauen und mehr Menschen erreichen zu können.
Das "Projekt Hoffnung für Afrika" in Togo ist ein ganz klassisches "Brot für die Welt-Projekt". Denn hier geht es um "Hilfe zur Selbsthilfe" und das ist oberstes Prinzip der Hilfsorganisation.
"Und was hat das alles nun mit Advent zu tun?", mag mancher sich inzwischen fragen.
Nun zum einen, sammeln wir jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit in unserer gesamten Landeskirche für die Projekte von "Brot für die Welt".
Das ist eine Art Tradition.
Advent: das verbinden wir meist mit Kerzenschein und
Lichtern.
Es wird hell in unseren Straßen und Häusern.
Aber richtig hell kann es erst werden - so steht es beim Propheten Jesaja -,
wenn wir die Menschen im Dunkel nicht vergessen, sondern
uns ihnen zuwenden.
Vorhin in der Lesung haben wir es gehört: "Brich dem Hungrigen dein Brot,
und die im Elend ohne Obdach sind führe ins Haus. Wenn du einen nackt siehst,
so kleide ihn und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut.
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und deine Heilung
schnell voranschreiten.
... Wenn du den Hungrigen dein Herz finden läßt und die Elenden sättigst,
das wird dein Licht in der Finsternis aufgehen und dein Dunkel wird sein wie
der Mittag." (Jes 58, 7-10 in Auswahl)
Advent bedeutet aber auch: Warten auf die Ankunft Gottes. Warten darauf, daß Gottes Reich anbricht und Frieden und Gerechtigkeit herrschen wird.
Advent ist eine Zeit des Wartens.
Aber Warten kann man auf unterschiedliche Weise.
Man kann die Hände in den Schoß legen und einfach abwarten:
warten auf bessere Verhältnisse,
warten darauf, daß die Mächtigen zur Vernunft kommen,
warten darauf, daß die Waffen schweigen,
warten auf bessere Zeiten.
Und man kann sozusagen aktiv warten:
warten auf bessere Zeiten
und dabei gleichzeitig, zur Verbesserung der Verhältnisse beitragen.
warten darauf, daß die Mächtigen zur Vernunft kommen,
und mich gleichzeitig für das Tun der Mächtigen und für Politik
interessieren,
warten darauf, daß die Waffen schweigen,
und mich gleichzeitig für Frieden einsetzen,
warten auf bessere Zeiten
und gleichzeitig durch mein Verhalten und meine Hoffnung bessere
Zeiten einläuten.
Die Projektmitarbeiter und die Jugendlichen in Togo zeigen uns, wie aktives Warten aussehen kann.
Sie warten nicht nur auf Veränderung, sondern bewirken sie und sorgen dafür, daß Gottes Reich auf Erden eine bißchen wirklicher wird.
Advent - Gott kommt. Auf ihn warten wir.
Aber bis Gott selbst kommt, können wir schon eine ganze
Menge tun.
Deshalb ruft Brot für die Welt uns gerade in der Adventszeit auf,
am Leben von Menschen in anderen Teilen der Welt Anteil zu nehmen und ihnen
im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.
Amen.
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Lied |
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Ich lobe meinen Gott (nr. 585, 1-3)
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Abkündigungen |
Lied |
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Macht hoch die Tür (Nr. 1, 1-3 u. 5) mit Kollekte
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Fürbittengebet |
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Wir wollen beten:
Lebendiger Gott,
wir denken heute an die Menschen in Togo,
die unter schwierigen politischen und sozialen Bedingungen leben müssen.
Besonders denken wir an die vielen Jugendlichen,
die deprimiert und mutlos sind angesichts der Lage in ihrem Land,
die nicht zur Schule gehen und keinen Beruf erlernen können.,
die keine Hoffnung sehen für sich und ihr Leben.
Ihre Hoffnungslosigkeit ist uns nicht fremd.
Denn auch in unserem Land und in unserer Stadt
gibt es viele junge Menschen, die keine Zukunft für sich sehen.
Auch an Sie denken wir heute morgen.
Wir bitten dich für alle Jugendlichen,
schenke ihnen Menschen,
die ihnen Mut machen,
die sie ernst nehmen, sehen, was in ihnen steckt, und sie fördern.
Menschen, die Vorbild dafür sind,
daß man gemeinsam mit anderen viel bewegen kann
und die Zukunft gestalten kann.
Alles was uns persönlich bewegt sagen wir dir in der Stille, Gott.
(Stille)
Gemeinsam beten wir mit den Worten, die Jesus Christus und gelehrt hat:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns vom dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.
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Einladung zum Kirchenkaffee und zum Anschauen der Fotoausstellung |
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Wie schon zu Beginn angekündigt sind sie jetzt herzlich zum "Kirchenkaffee" eingeladen, das die Jugendlichen vom Jugendmitarbeitertreff vorbereitet haben.
Außerdem können Sie sich eine Fotoausstellung
über das Projekt in Togo ansehen. Wir Konfirmandinnen haben die Fotos ausgesucht, die wir am wichtigsten fanden und Texte dazu geschrieben.
Hier vorne in der Kirche wird jetzt ein Tisch aufgebaut mit
landestypischen Bananenchips, Kaffee und Tee.
Auf den Tisch liegt eine Decke, die wir mit westafrikanischen Symbolen bedruckt haben. Sie sind auch auf dem Liederzettel abgedruckt.
Da ist zum Beispiel eins, das sieht aus wie eine liegende 8.
Es ist ein Hoffnungssymbol und heißt: biribi wo soro.
Übersetzt bedeutet das: Gott wird mich am Guten teilhaben lassen.
Ein anderes, das wie ein sich windender, eckig verlaufender Weg aussieht, heißt: Nkyin Kyin. Jeder Mensch kann sich
ändern, lautet die Übersetzung. Dieses Symbol sagt den Menschen: Gib dich niemals auf!
Die übrigen Zeichen, die auf der Tischdecke zu sehen sind, sind an der Fotowand erklärt.
Bleiben Sie doch noch auf eine Tasse Kaffee und kommen Sie nach vorne!
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