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Der Kirchenvorstand in der Wahlperiode 1994 bis 2000 zieht Bilanz

Liebe Gemeinde!

Vor sechs Jahren hatten wir als neu gewählter Kirchenvorstand (KV) unsere Arbeit unter dem Motto LEBEN IN DER KIRCHE aufgenommen. Zu den seit mehreren Wahlperioden erfahrenen Vorstandsmitgliedern kamen einige Neulinge dazu. Wir wurden sehr schnell ein Team.

Unser vorrangiges Ziel war es, ein lebendiges Gemeindeleben zu erhalten und weiter auszubauen; das zeichnete sich dadurch aus, dass wir bei den monatlichen Vorstandssitzungen als ersten und wichtigen Tagesordnungspunkt 'kirchliches Leben' beraten und behandelt haben. In diesem Punkt haben wir viel bewegt. Wir haben über die vielfältigsten Gottesdienste beraten und beschlossen. Ideen haben wir von Pastor Vogt aufnehmen und mit unseren eignen Vorstellungen verarbeiten können. Besondere Veränderungen im gottesdienstlichen Bereich ergaben sich durch die Einführung des neuen Gesangbuches am 1. Advent 1994. Gemeinsam mit den Hauptamtlichen haben wir die verschiedensten Gemeindegruppen gefördert und auf den Weg gebracht.

Personalangelegenheiten

Die Freigabe der Diakonenstelle zum 1. 4. 1996 durch die Landeskirche war die größte Veränderung in den letzten sechs Jahren. Aus den Reihen der Bewerber hat der KV sich für Frau Ilona Wewers entschieden. In gemeinsamer Beratung hat der KV dann die Schwerpunkte der Arbeit von Frau Wewers beschlossen. Alle Mitarbeiter unserer Gemeinde wurden zu verschiedensten Zeiten zu den Vorstandssitzungen eingeladen, um sich mit uns auszutauschen. Das hat dazu geführt, dass qualitative Arbeit geleistet wurde und wird. Die langjährige Pfarrsekretärin, Frau Elise Thießwald, wurde im April 1995 in einer kleinen Feierstunde in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als Nachfolgerin hat sich der Vorstand für Frau Vera Dörge entschieden.

Bauangelegenheiten

Der uns vorangegangene Kirchenvorstand hat den II. Bauabschnitt - die Vermalung der Kirche - schon auf den Weg gebracht. Jetzt waren die Beschlüsse dazu erforderlich, denn die Geldmittel der Landeskirche standen zur Verfügung. Die Herren des Kirchenamtes für Bau- und Kunstpflege, Dipl. Ing. Horst Wetzel und Architekt Wolfgang Gocke, sowie Kunstmalermeister Diederichs aus Katlenburg, Malermeister Heinrich Kahrmann, Pastor Dietmar Vogt und Mitglieder des Kirchenvorstandes haben sich in der Kirche vor Ort über das Wie der Arbeiten, über die Verwendung der Farbmaterialien und über die Farbtöne mehrfach und wiederholt beraten. Mit voller Freude haben wir den Fortgang der Arbeiten begleitet. Zum Schluss dieser Arbeit hat der KV für die Kirchenbänke Sitzkissen angeschafft und für den Altarraum neue Stühle. Allen Spendern, die diese letztgenannten Maßnahmen unterstützt haben, sei an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt.

Während der Visitation vom 19.08. bis 16.09.1994 stellte sich heraus, dass die Einrichtung des Pfarrbüros nicht den heutigen Vorschriften entsprach. Nach sorgfältigen Prüfungen der Angebote und der Finanzierung wurde das Pfarrbüro mit den vorschriftsmäßigen Möbeln ausgestattet.

Durch die Herbststürme im Dezember 1994 fielen einige Dachsteine vom Turm der Kirche. Wegen der Gefahr, dass Menschen dabei zuschaden kommen könnten, war Eile geboten. Der Turm musste abgesichert werden. Sofort wurde das Amt für Bau- und Kunstpflege eingeschaltet. Eine sehr große und aufwendige Reparatur war erforderlich, aber es waren keine Geldmittel vorhanden. Durch unsere sehr sensibel formulierten Anträge an die Landeskirche konnten wir eine Ortsbesichtigung der Entscheidungsträger erreichen. Durch sachliche Verhandlungen und durch einen Finanzierungsvorschlag konnten wir die Damen und Herren von der sofort nötigen Durchführung der Maßnahmen überzeugen. Unser Dank gilt der Landeskirche und dem Kirchenkreis, der ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen hat. Kaum war die Baumaßnahme fertig, mussten wir an die nächste denken. Durch besondere Umstände gelang es dem KV Zuschüsse für einen behindertengerechten Umbau des Gemeindehaus zu bekommen. Trotzdem musste die Gemeinde einen erheblichen Teil selbst finanzieren. Hier sagen wir Ihnen, liebe Gemeinde, noch einmal herzlichsten Dank für Ihre sonntäglichen Kollekten, für Ihr freiwilliges Kirchgeld und für Ihre Einzelspenden, die wir für den Umbau in Empfang nehmen durften. Mitentscheidend für die Genehmigung war aber auch, dass wir eine Gemeinde vorstellen konnten, in der aktive und lebendige Gemeindearbeit geleistet wurde und noch wird.

Unser Friedhof

Wegen Krankheit und der erforderlichen Kur des Friedhofsgärtners Jürgen Wolfram war ein Nachholbedarf der Friedhofspflege entstanden. Nach anfänglichen Fachberatungen sind wir zu einer Neugestaltung übergegangen. Zuerst wurden einige abgelaufene Reihengrabfelder eingeebnet und überfällige entfernt. Der notwendige Heckenschnitt wurde nachgeholt, und dann kam als größte Veränderung die Beseitigung der Fichtenallee entlang des Hauptweges, sowie die sofortige Neuanpflanzung der Hecke. An dieser Stelle danken wir noch einmal den freiwilligen Helfern, die die Fichtenallee fast zum Nulltarif gefällt und entsorgt haben. Gleichzeitig danken wir für die reichlichen Spenden zur Neubepflanzung der Hecke. Während einer Vorstandssitzung im Oktober 1995 wurde Herr Wolfram wegen seiner Erkrankung in den wohlverdienten Ruhestand mit einem Präsent und Dankesworten verabschiedet. Als Nachfolger hat sich der KV für Herrn Herbert Banecki entschieden.

An der Friedhofskapelle entstand ein Geräteraum für Werkzeuge und eine Rampe, damit der Sargwagen stufenlos aus der Halle gefahren werden kann. Eine weitere wichtige Investition war die Einfriedung des Friedhofsgeländes, die wiederum mit reichlichen Spenden unterstützt wurde. Als vorläufig letzten, großen Akt haben wir neue Heizkörper in die Friedhofshalle einbauen und dabei einen Erdgasanschluss legen lassen. Nach Ablauf der Liegefrist ist ein weiteres Grabfeld eingeebnet worden. Auf dieser Fläche wird eine leicht zu pflegende Rasengrabanlage entstehen, die ab Sommer 2000 belegt werden kann.

Nachdem der Friedhofsgärtner Herbert Banecki, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, haben wir mit der Firma B. Illemann in diesem Jahr einen Pflegevertrag abgeschlossen.

Schlußbemerkungen

LEBEN IN DER KIRCHE. Wir sind am Ende unserer Wahlperiode angekommen. Es war eine schöne, erfüllte und bereichernde Zeit, die wir als Kirchenvorstand nicht missen möchten. Wir haben sehr viel erreicht. Alle Mitarbeiter, insbesondere Herrn Pastor Dietmar Vogt und Frau Ilona Wewers als auch den vielen Ehrenamtlichen danken wir für die mit so viel Bereitschaft, herzlicher Freude und großem Engagement geleistete fruchtbare Arbeit. Wir danken besonders aber unserer ganzen Gemeinde, die von dem Angebot unserer Veranstaltungen regen Gebrauch macht. Wir danken allen, die mit ihrer Kirchensteuer, mit ihren Kollekten, dem freiwilligen Kirchgeld und Einzelspenden unsere Arbeit unterstützt haben. Wir danken auch für die Kollekten und Spenden, die wir auf Empfehlung unserer Landeskirche für notleidende Menschen oder für bestimmte Projekte im In- und Ausland erhalten haben. Damit setzen Sie, liebe Gemeinde, ein Zeichen, dass auch Ihnen benachteiligte Menschen wichtig sind. Machen Sie bitte so weiter.

Der neue KV wurde am 2. April 2000 gewählt. Er wird in neuer Zusammensetzung am 25. Juni 2000 während des Gottesdienstes in sein Amt eingeführt. Wir wünschen der neuen Mannschaft für alle Entscheidungen eine glückliche Hand zum Wohle der Gemeinde. Für all ihr Tun und Lassen wünschen wir Weisheit, Kraft, Stärke und Gottes reichen Segen.

gez. Karl Grumbrecht

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