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Vorstellung

Wir wollen Ihnen nun das Land und das Klima in Äthiopien vorstellen.
Dazu haben wir eine Karte vergrößert, die hier aufgehängt ist.

Als Symbol zum Thema Land und Klima ist zudem
eine kleine Landkarte entstanden, mit einem Menschen in der Mitte.

Äthiopien hat im Vergleich zu Deutschland eine viel größere Staatsfläche. Das Land liegt im Nordosten Afrikas.
Äthiopien liegt fast überall 1200 Meter über dem Meeresspiegel und ist durch Einschnitte und Hochplateaus zerklüftet.

Das Klima gestaltet sich folgendermaßen:
Unter 1800 Metern ist es heiß und bis 2500 Meter über dem Meeresspiegel mäßig warm. Hier ist das Hauptanbaugebiet für Wein. Auch die Siedlungen finden sich hier.
Über 2500 Meter ist vor allem Weideland.

Auch die Saatsfahne haben wir gemalt und stellen Sie Ihnen jetzt vor. Die Nationalfarben sind grün, gelb und rot. Im Zentrum findet sich ein gelbes Pentagramm auf blauem Grund.

Äthiopien wird öfter von Hungerperioden heimgesucht, welche teilweise viele Tote fordern.
Seit Mai 1998 toben Grenzkriege zwischen Äthiopien und Eritrea. Für diese Kriege wird so viel Geld ausgegeben, dass in Hungerzeiten keine Lebensmittel mehr importiert werden können. Die Bevölkerung muss dann hungern.

Ich sage nun etwas zu den Menschen in Äthiopien. Auch dazu haben wir ein Symbol gemalt.
Ende der 90er Jahre hatte Äthiopien 60 Millionen Einwohner. Dabei leben bis zu 500 Menschen auf einem Quadratkilometer. Die einzige Großstadt ist Addis Abeba. Sie hat 2,2 Millionen Einwohner. In den anderen Städten leben nicht mehr als 160.000 Einwohner.
Obwohl die Verstädterung zugenommen hat, lebt die große Mehrheit der Bevölkerung auf dem Land.

In Äthiopien gibt es zirka 80 verschiedene Völker und somit auch viele Sprachen und Dialekte. 40% der Gesamtbevölkerung gehören zum Volk der Oromo. Die Amharen stellen 28% der Bevölkerung und die Tigre machen 9% aus. Die Sprache der Amharen
ist zwar noch die nationale Amtssprache, doch auch die anderen Völker und Sprachen bekommen immer mehr Bedeutung.

Ich sage etwas zu der Situation der Frauen in
Äthiopien.

Die Situation der Frauen in Äthiopien ist dadurch gekennzeichnet, dass viele junge Mütter sterben. Genau sind es im Jahr 17.000 Frauen, die sterben, weil es Komplikationen bei der Geburt oder während der Schwangerschaft gibt. Zudem gibt es eine starke
Arbeitsbelastung und überdurchschnittlich viele Frauen können nicht lesen und schreiben. Weiterhin sind ein Fünftel aller stillenden Frauen von Blutarmut, Wurminfektionen, anderen Krankheiten und Unterernährung betroffen. In den ländlichen Gebieten
Äthiopiens müssen Frauen zwischen 15 und 18 Stunden am Tag arbeiten. Die Männer dagegen suchen sich Arbeit in der Stadt.

Ich sage etwas zu der Bildungssituation in Äthiopien.

das Bildungswesen in Äthiopien konzentriert sich hauptsächlich auf die Städte.
In den ländlichen Regionen gab und gibt es kaum Schulen.
1979 wurde ein umfassendes nationales Alphabetisierungsprogramm gestartet. Aber das Problem bei all dem ist, dass es in
Äthiopien über 80 Sprachen gibt, die gesprochen werden. Seit 1992 versucht man die Sprachpolitik zu verbessern, so dass jetzt auch
die Regionen selbstständig über die Sprache in der Schule entscheiden kann.
Für die Kinder besteht eine achtjährige Schulpflicht. Sie wird jedoch oft nicht eingehalten, da es im ganzen Land viel zu wenig Lehrer und Lehrerinnen gibt.

Ich sage etwas zu Landwirtschaft und Handel in Äthiopien.

Fast alle Exportprodukte Äthiopiens sind landwirtschaftlicher Natur. Dabei ist Kaffee mit Abstand das wichtigste Produkt. 99% davon werden exportiert. Daneben werden auch Fleisch, Häute und Felle ausgeführt.
Im Land werden Gerste, Mais und Weizen angebaut. Da jedoch nur 1,5% des für Pflanzenanbau genutzten Landes an Bewässerungssysteme angeschlossen ist, gibt es Probleme. Zudem ist die Bevölkerung durch starke Dürreperioden ständig auf ausländische
Nahrungsmittelhilfe angewiesen, so dass Äthiopien viele Verbrauchsgüter importieren muss, sowie auch Fahrzeuge, Maschinen,
Chemikalien und Erdöl.

Ich sage etwas zu den Religionen in Äthiopien.

Wir haben dazu dieses Symbol gemalt. Man sieht hier ein christliches Kreuz, eine Moschee, einen jüdischen Leuchter und eine afrikanische Maske.
In Äthiopien gibt es mehrerer Religionen. 45% der Bevölkerung sind Muslime, 40 - 50 % Christen. Sie gehören der
äthiopisch - orthodoxen Kirche an. 1, 5 Millionen Menschen sind lutherisch und Mitglieder der Mekane Yesus Kirche.
Die Baptisten und die äthiopisch katholische Kirche sind weitere Splittergruppen. 10 0er Menschen glauben an afrikanische Götter,
und seit einer Auswanderungswelle der in Äthiopien lebenden Juden gibt es heute nur noch einige Tausend Juden im Land.

Ich sage etwas zum Gesundheitswesen in Äthiopien. Wir haben dazu dieses Symbol gemalt.

Es ist ein rotes Kreuz mit einer Spritze in der Mitte.
Die ärztliche Gesundheitsversorgung in Äthiopien ist schlecht - vor allem in ländlichen Gebieten. Kinder und junge Erwachsene erkranken oft an Durchfallerkrankungen und Krankheiten durch Mangel- und Fehlernährung. Bei Kleinkindern führen dies
e Krankheiten oft zum Tod. Weiter treten durch unreines Wasser oft verschiedene Krankheiten auf. Viele Menschen leiden an Malaria, Tuberkulose und Infektionen.
Ein großes Problem ist auf jeden Fall Aids. Seitdem 1985 der erste Fall registriert wurde, ist die Zahl der infizierten Männer und Frauen bis heute auf 3, 2 Millionen gestiegen.

Um Ihnen vorzustellen, was die Hilfsorganisation 'Brot für die Welt' in Äthiopien vor hat, haben wir eine Fotowand mit Bildern aus Äthiopien hergestellt. Die Bilder sind beschriftet und können von Ihnen auch nach dem Gottesdienst noch näher betrachtet werden.

Das Volk der Afar lebt bis heute als ein Nomadenvolk in Äthiopien. Auf der Karte ist ihr Wohngebiet rot gekennzeichnet.

Ätiopienkarte mit Symbolen

'Brot für die Welt' versucht nun gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen die Analphabetenrate in diesem Volk zu senken. Im Moment können 92% der Männer und 95% der Frauen in diesem Volk nicht lesen, schreiben oder rechnen.

'Brot für die Welt' unterstützt zu diesem Zweck eine Gruppe, die sich APDA nennt. Sie lebt bei den Afar und will Lehrer, Hebammen und Geburtshelfer ausbilden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 162.000 DM

Wir wollen Ihnen jetzt das Projekt von 'Brot für die Welt' mit Hilfe dieser Fotowand genauer vorstellen. So steht das diesjährige 'Brot für die Welt' Projekt wie auch alle anderen Projekte unter dem Motto: "Auf eigenen Füßen stehen!" Auch dafür haben wir ein Symbol gemalt. Es ist ein Fuß im Sand.

Unsere Fotowand zeigt folgende Bilder, die das Projekt erklären.

BILD 1: Hier sieht man dass die Landschaft im Nordosten Äthiopiens trocken und öde ist. In diesem Landstrich leben die Afar, die Brot für die Welt unterstützen will.

Mathias und Renī e WIDTH=

BILD 2: Auf diesem Bild sieht man ein Lager von den Afar, die noch als Nomaden leben.

BILD 3: Bild 3 zeigt den einzigen Reichtum der Afar: ein wenig Vieh, Schafe und Ziegen.

BILD 4: Die APDA ist eine Organisation in Äthiopien, die auch die Afar davon überzeugen will, lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Das sieht man auf diesem Bild.

BILD 5: Hier sieht man einen Gesundheitshelfer. Er versorgt die Menschen mit Lebensmitteln und hilft bei Erkrankungen Die Gesundheitshelfer, von denen es mehr gegen soll, ziehen von Dorf zu Dorf. Das Volk der Afar muss mehr über Gesundheit wissen. 'Brot für die Welt' will hierbei finanzielle mithelfen.

BILD 6: Manchmal müssen Medizin und Impfstoffe mit Kamelen zu dem Projektgebieten transportiert werden.

BILD 7:Die Leute von der APDA geben Gesundheitsunterricht und Hygiene- und Ernährungsberatung.

BILD 8:Hier ist eine Schule unter einem Baum zu sehen. Dorthin gehen Kinder aber auch Erwachsene.

BILD 9:In der Schule unterrichten Lehrer von Brot für die Welt'. In drei Jahren sollen mehr als 5000 Menschen lesen und schreiben lernen.

BILD 10:Hier unterrichtet eine Frau Afarfrauen in Rechnen, Schreiben, Lesen und Gesundheit.

Dies alles soll heute in diesem Jahr von Brot für die Welt' unterstützt werden. Auch auf Ihre Mithilfe kommt es da an.

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