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St. Georg
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1700 - 2000

300 Jahre St. Georg

Festwoche vom 29. Mai - 4. Juni 2000

Mittwoch, 31. Mai 2000

"Kirche entdecken" für Kinder

15.00 Uhr, St. Georgskirche

Wir wollen gemeinsam in St. Georg auf Entdeckungstour gehen und mit Spiel und Spaß die Kirche erkunden.

Kirche entdecken für Kinder


Heute nachmittag gab es in der St. Georgskirche ein besonderes Angebot für Kinder. Unter dem Motto "Kirche entdecken" erkundeten die ca. 20 Kinder das Kirchengebäude. Zur Bergüßung bekam jedes Kind eine Namensklammer mit einem Drachen darauf. Er soll an den furchtbaren Drachen erinnern, der der Sage nach von dem Ritter Georg besiegt wurde.


Dann ging es los mit dem Entdecken, zunächst außen. Und da gab es schon viel zu sehen: die Blitzableiter, das Steinrelief vom Ritter Georg, die Hochwassermarke und sogar eine kleine Pflanze, die oben auf dem Schornstein Wurzeln geschlagen hat. All das zeichneten die Kinder in einen Grundrißplan ein.

Als es dann in die Kirche hineinging, galt es mit verbundenen Augen Gegenstände zu ertasten, Jahreszahlen zu finden, Treppenstufen und Kirchenbänke zu zählen und Bilder zu suchen. Die Kinder kundschafteten die Kirche bis in die kleinste Ecke aus und schauten hinter alle Türen. Sowohl die Kinder als auch die Mitarbeiterinnnen (Gisela Scharringhausen, Sandra Vogt, Ilona Wewers und Andrea Zenker) haben den Kirchenraum einmal ganz anders erlebt und hatten eine Menge Spaß dabei.

"Kirche entdecken" für Erwachsene

19.30 Uhr, St. Georgskirche

Auch für Erwachsene gibt es in unserer Kirche viel zu entdecken: Unbekanntes, aber auch Bekanntes. Sie sind herzlich eingeladen zu einer Kirchenführung der besonderen Art.

Kirche entdecken für Erwachsene

"Ob sich Erwachsene darauf einlassen, mit verbundenen Augen durch die Kirche zu gehen?", das fragten sich Kirchenvorsteherin Christiane Bornemann, Pastor Dietmar Vogt und Diakonin Ilona Wewers, die sich eine "Kirchenführung der besonderen Art" ausgedacht hatten. Aber die 40 Besucher und Besucherinnen taten es und machten dabei erstaunliche Erfahrungen: Mit verbundenen Augen sind Stufen viel höher, ist der Mittelgang viel länger und die Taufschale viel größer; eine Holzsäule fühlt sich an wie Metall und die Oberfläche der Lautsprecherbox hätte man nie so rauh vermutet.


Verbinden der Augen.

"Ich kenne diese Kirche ja nun eigentlich sehr gut, aber mit verbundenen Augen, war es für mich so, als würde ich sie gar nicht kennen", sagte eine Teilnehmerin beim Erfahrungsaustausch. "Es war so völlig anders, ganz neu."


Tastend die Kirche entdecken.


Was ist das?

Aber auch mit offenen Augen wurde die Kirche dann nochmal durchwandert. Jede und jeder bekam dazu einen gelben Zettel. Dieser sollte an eine Stelle oder einen Gegenstand geheftet werden, von dem man sich besonders angesprochen fühlt; entweder, weil man ihn besonders schön oder auch ganz unpassend findet, oder zu dem man ein Frage hat. In Gruppen wurden diese Zettel dann abgegangen, Meinungen ausgetauscht und Fragen gemeinsam beantwortet. Angeregte Gespräche erfüllten den Kirchraum.

Die Teilnehmenden waren von der besonderen Form dieser "Kirchenführung" durchweg begeistert. Ein lebendiger und bereichernder Abend sei es gewesen, so eine Teilnehmerin, und sie habe vieles wirklich ganz neu entdeckt.


Ein gelber Zettel, der Fragen aufwirft.

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