Kirche entdecken für Erwachsene
"Ob sich Erwachsene darauf einlassen, mit verbundenen
Augen durch die Kirche zu gehen?", das fragten sich
Kirchenvorsteherin Christiane Bornemann,
Pastor Dietmar Vogt und Diakonin Ilona Wewers, die sich eine
"Kirchenführung der besonderen Art" ausgedacht hatten.
Aber die 40 Besucher und Besucherinnen taten es und machten
dabei erstaunliche Erfahrungen: Mit verbundenen Augen sind
Stufen viel höher, ist der Mittelgang viel länger und die
Taufschale viel größer; eine Holzsäule fühlt sich an wie Metall
und die Oberfläche der Lautsprecherbox hätte man nie so rauh vermutet.

Verbinden der Augen.
"Ich kenne diese Kirche ja nun eigentlich sehr gut, aber mit
verbundenen Augen, war es für mich so, als würde ich sie
gar nicht kennen", sagte eine Teilnehmerin beim Erfahrungsaustausch.
"Es war so völlig anders, ganz neu."

Tastend die Kirche entdecken.

Was ist das?
Aber auch mit offenen Augen wurde die Kirche dann nochmal
durchwandert.
Jede und jeder bekam dazu einen gelben Zettel.
Dieser sollte an eine Stelle oder einen Gegenstand geheftet werden,
von dem man sich besonders angesprochen fühlt; entweder, weil man
ihn besonders schön oder auch ganz unpassend findet, oder zu
dem man ein Frage hat.
In Gruppen wurden diese Zettel dann abgegangen, Meinungen
ausgetauscht und Fragen gemeinsam beantwortet.
Angeregte Gespräche erfüllten den Kirchraum.
Die Teilnehmenden waren von der besonderen Form dieser
"Kirchenführung" durchweg begeistert.
Ein lebendiger und bereichernder Abend sei es gewesen, so eine
Teilnehmerin, und sie habe vieles wirklich ganz neu entdeckt.

Ein gelber Zettel, der Fragen aufwirft.
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