Wir schauen auf
eine alltägliche
Szene an der Zollschranke der Stadt Kafarnaum. Ein
aufgebrachter Händler schimpft mit dem Zolleinnehmer Levi: “Meinst
du, Levi, ich hätt ‘nen Goldesel?” - Levi aber, scheinbar
unbeeindruckt, erwidert nur mürrisch und kurz angebunden:
“...nichts zu ändern, du musst zahlen. Im Namen Cäsars!”
Damit ist die Ausgangssituation eines Comics beschrieben, der als
“Streifenbild” das “Drehbuch” einer Rahmenerzählung für das
Gleichnis vom verlorenen Schaf darstellt.
In dem Heft von Norbert Scholl, Gleichnisse als Comics - Comics als
Gleichnisse, Herder-Verlag 1980, wird das Gleichnis vom verlorenen
Schaf (Lk 15, l -3 und 4 - 7) mit der Berufung des Zöllners Levi
(Lk 5, 27 - 32) unter dem Titel „Zu Gast bei Levi“ kombiniert und
als Comic (bzw. als “Streifenbild”) mit der vorgestellten Eingangsszene
dargeboten und erzählt (S. 47 - 50) bzw. erläutert und mit
einigen Unterrichtsvorschlägen versehen (S. 22 -24).