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Ordnung und Vielfalt: Im 19. Jahrhundert konnten Gesangbücher und Gottesdienstordnung benachbarter Gemeinden ganz unterschiedlich sein. Uhlhorn wollte die Einheit der Landeskirche stärken. Deshalb regte er an, einheitliche gottesdienstliche Bücher zu verwenden. Dabei ging es um drei Bücher: Das Gesangbuch - das Liederbuch, aus dem die Gemeinde während des Gottesdienstes gemeinsam singt, Den Katechismus - in dem die wichtigsten Texte zu finden sind, die über den Glauben Auskunft geben, Die Agende - die Gottesdienstordnung, die jedem einzelnen Gottesdienst im Kirchenjahr seine Gestalt gibt. Agende und Gesangbuch sind inzwischen erneuert worden. Aber der Prozess der Erneuerung muss weitergehen, das wusste Uhlhorn. Denn jede Generation muss sich mit ihren Fragen und Anregungen in der Gottesdienstordnung wiederfinden. Gerade die Konfrontation von alten Texten und neuen Fragen und Einsichten macht Gottesdienste spannend. In der evangelisch-lutherischen Kirche haben sich neben dem traditionellen Gottesdienst neue Formen entwickelt. So gibt es heute: Familiengottesdienste, Jugendgottesdienste, "Krabbelgottesdienste", Kindergottesdienste, Thomasmesse für Kirchenferne (in größeren Städten), SMS-Gottesdienste (für Handy-Fans), Techno-Gottesdienste. Auch in Zukunft ist es wichtig, dass Gottesdienste die Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation ansprechen und ihnen das Evangelium verkündigen. Agende und Gesangbuch bieten Vorlagen, die zur eigenen Gestaltung einladen. |
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