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Leitsätze 2. Deshalb ist das Streben nach einer höheren Stufe des wirtschaftlichen Lebens ein berechtigtes, und jeder ist als Christ und als Glied des Volkes verpflichtet, an seinem Teile daran mitzuarbeiten, dass diese höhere Stufe verwirklicht werde. Die Frage nach dieser höheren Stufe des wirtschaftlichen und sozialen Lebens ist die soziale Frage. 5. Die Kirche steht der Frage als einer wirtschaftlichen völlig neutral gegenüber, hat aber das größte Interesse an ihrer richtigen Lösung. 7. Ihr Interesse an der richtigen Lösung ist darin begründet, dass das wirtschaftliche Leben eines Volkes eng mit dem religiös-sittlichen zusammenhängt und die jeweilige wirtschaftliche Lage für die Entfaltung des religiös-sittlichen Lebens des Einzelnen und des ganzen Volkes hinderlich oder förderlich ist. 8. Daraus ergibt sich, dass die Kirche zwar an der Lösung der sozialen Frage mitzuarbeiten hat, aber nicht so, dass sie gewisse wirtschaftliche Ordnungen als von Gott gebotene zur Geltung bringt, sondern nur so, dass sie in allen Beteiligten wahrhaft christliches Leben zu wecken sucht, um damit die unerlässliche Vorbedingung für die richtige Lösung der Frage zu schaffen. 10.
Zu diesem Zwecke hat sie auf beide, Arbeitgeber und Arbeiter, dahin einzuwirken,
dass ihr Verhältnis zu einander, das gegenwärtig nur zu oft
ein sich gegenseitig zu selbstsüchtigen Zwecken Ausnützen ist,
zu dem sittlichen Verhältnis des sich gegenseitig Dienens werde. |
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