Gerhard Uhlhorn

 

Ehepaar Uhlhorn, Vikare und Personal in Loccum   Uhlhorns Grab
 

Die Familie

Schüler und
Konfirmand

Universität

Prediger an der
Schlosskirche

Arbeit im
Konsistorium

Abt zu Loccum

 

Abt zu Loccum: 1878 wird Uhlhorn zum Abt des Klosters Loccum gewählt. Es ist der Höhepunkt seiner kirchlichen Karriere. Das Amt des Abtes kann mit dem heutigen Bischofsamt verglichen werden. Uhlhorn vertritt die Landeskirche nach außen, vor allem in kirchlichen Vereinigungen. Auch für den deutschen Kaiser ist Uhlhorn der Repräsentant der hannoverschen Kirche.

Er arbeitet weiter im Landeskonsistorium und beteiligte sich an sozialen und wissenschaftlichen Vereinen. In seiner "Freizeit" schriebt er Bücher, meistens zu kirchengeschichtlichen oder sozialpolitischen Themen. Möglich war dies dank einer konsequenten Zeitplanung. Sein Sohn Friedrich berichtete: "Weil er morgens recht früh aufstand, waren die Kandidaten entsetzt, wenn er sie bereits zu 7.30 Uhr bestellte. Uhlhorn arbeitete tagsüber intensiv und widmete sich nach dem Abendessen um 20 Uhr der Familie. Um Schlag 22 Uhr - nach der Abendandacht - ging er zur Ruhe."

Uhlhorn stirbt am 3. Advent, dem 15. Dezember 1901. Er besucht noch am Vormittag den Gottesdienst und hält die im Hause Uhlhorn übliche Abendandacht. Kurz vor 23 Uhr sei er sanft entschlafen, berichtete die Zeitung in einem Sonderdruck.

Sein Tod löste tiefe Trauer aus. "Mit ihm geht eine Epoche zu Ende", schrieb eine Zeitung. "Wie wird die Kirche nun die Zukunft meistern?" fragten sich viele.

Was aus Uhlhorns Ideen heute geworden ist, zeigen die folgenden Tafeln. Mit seinen Vorschlägen und Ideen hat er nicht nur der Kirche eine Zukunft eröffnet, sondern auch den einzelnen Christen ermutigt, sich am kirchlichen Leben zu beteiligen. Manches hat sich anders entwickelt, als von Uhlhorn geplant. Aber das Ziel blieb: Den Menschen stärken - die Zukunft gestalten.